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    <title>Radio Vatikan - Clips-GER</title>
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    <description>Die Stimme des Papstes und der Weltkirche</description>
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      <title>Irak: „Wir vergeben“</title>
      <link>http://www.radiovaticana.org/TED/articolo.asp?c=560105</link>
      <description>  00:01:36:31  Der Oberste Gerichtshof im Irak hat am Donnerstag drei Todesurteile gegen die Attentäter des Anschlags auf eine syrisch-katholische Kirche in Bagdad bestätigt. Die Entscheidung sei endgültig und werde dem Präsidenten zugestellt, der das Justizministerium zur Vollstreckung anweisen müsse. Dies sagte ein Sprecher des Gerichts laut internationalen Medienberichten. Alle drei Angeklagten, die mit El Kaida in Verbindung stehen sollen, seien auf Grundlage der Terrorismusgesetze verurteilt worden.

Die Christen des Landes seien gegen diesen Urteilsspruch, denn Christentum stehe für den Schutz des Lebens. Das sagt im Interview mit Radio Vatikan der chaldäisch-katholische Weihbischof von Bagdad, Shlemon Warduni:

„Wir stehen für Vergebung und wir stehen auch für Strafe, aber nicht für die Todesstrafe. Wir brauchen Frieden, wir brauchen Versöhnung und echte gegenseitige Vergebung. Die Todesstrafe ist gegen unsere Prinzipien. Diese Jagt auf Christen, diese Tragödie, die da verhandelt wurde, war wie ein Urteil über alle und hat sehr stark den Exodus der Christen befördert. Dabei ist der Irak ein reiches Land. Wir brauchen eigentlich nichts anderes, als dass alle zusammen arbeiten und nicht nur den persönlichen Interessen der einzelnen Parteien oder auch der Konfessionen zu folgen.“

Bei dem Attentat hatten Bewaffnete am 31. Oktober 2010 die syrisch-katholische Kirche während eines Gottesdienstes überfallen und die Gläubigen als Geiseln genommen. Als die Polizei das Gebäude stürmte, kamen 52 Menschen ums Leben, 67 wurden verletzt. Der Vorfall gilt als der blutigste Anschlag auf die christliche Gemeinschaft im Irak seit Kriegsbeginn 2003. UNO-Menschenrechtshochkommissarin Navi Pillay hatte Ende Januar die hohe Zahl von Hinrichtungen im Irak kritisiert und die Fairness der Prozesse angezweifelt. 

(rv/kna 03.02.2012 ord)
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      <author>webteam@vaticanradio.org</author>
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      <pubDate>Fri, 03 Feb 2012 13:21:53 GMT</pubDate>
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      <title>Sichtbarer Glauben: Großbritannien diskutiert über Atheistentempel und Glaubenskarte</title>
      <link>http://www.radiovaticana.org/TED/articolo.asp?c=560043</link>
      <description>  00:02:45:36  Großbritannien spricht zur Zeit über die Frage, wie man Glauben sichtbar machen kann. Anlass sind zwei Initiativen: der Plan des Schweizer Philosophen Alain de Botton, in Londons City einen Tempel für Atheisten zu bauen, und die Initiative der Bischofskonferenz von England und Wales, „Faith Cards“ auszugeben, also katholische Ausweiskarten.
Bottons Vorschlag ist sichtbarer als die Karten, er spricht von einem 50-Meter-Turm im Finanzzentrum der Stadt, in dem es einen Tempel geben soll. Peter Fleetwood war lange Mitarbeiter im Päpstlichen Kulturrat. Der Geistliche liest diese Initiative als eine Art und Weise, Spirituelles sichtbar und zum Thema zu machen:

„Es gibt ganz verschiedene Menschen, die nicht an einen Gott glauben. Atheisten gehen davon aus, dass für einen Gott in ihrem Verständnis des Universums kein Platz ist, andere wiederum wissen nicht, was sie glauben sollen, und wollen sich deswegen der Frage lieber nicht stellen. Alain de Botton nimmt nun die Idee eines Architekten und entwickelt sie als eine Möglichkeit für Atheisten und Nichtglaubende, die Tatsache zu feiern, dass sie Atheisten und Nichtglaubende seien. Er wendet sich gegen die Idee, dass diejenigen, die nicht an einen Gott glauben, nicht spirituell sein wollen. Von dieser Idee will er weg, und er wählt den Weg der Architektur: Warum, so sagt er, können nicht auch andere Architektur nutzen, um ihre Überzeugungen zu zeigen und sichtbar zu machen?“

Die zweite Initiative will hingegen die Glaubenden ansprechen: Eine Art Ausweis in der Größe einer Kreditkarte. 1 Mio Karten werden in der Fastenzeit in den 24 Bistümern von England und Wales ausgegeben. Zuständig ist Bischof Kieran Conry, Beauftragter der Bischofskonferenz für Evangelisierung und Katechese:

„Das soll Menschen daran erinnern, dass sie katholisch sind. Man kann das ja leicht vergessen. Diese Karte kann man einfach mit sich tragen. Auf der Vorderseite steht, wozu wir als Katholiken berufen sind, und auf der Rückseite befindet sich ein Zitat des seligen John Henry Newman. Wir hoffen, dass Menschen ihre katholische Identität so besser verstehen, „Moment mal, ich bin katholisch, das ist ein Teil von mir, und das nicht nur am Sonntag“. Wir sind stolz, katholisch zu sein, nicht ängstlich oder eingeschüchtert.“

Auf der Karte wird Folgendes stehen:
Als Katholik bin ich berufen, die Freude, Jesus zu kennen, mit anderen zu teilen; zu beten; die Sakramente regelmäßig zu feiern; meinen Nächsten wie mich selbst zu lieben; die mir geschenkten Gaben weise zu nutzen; zu vergeben, wir mir vergeben wurde. Darunter steht die Aufforderung, im Notfall einen Priester zu rufen.

(rv 03.02.2012 ord)
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      <author>webteam@vaticanradio.org</author>
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      <pubDate>Fri, 03 Feb 2012 11:16:43 GMT</pubDate>
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      <title>Vor der Großkonferenz zu sexuellem Missbrauch</title>
      <link>http://www.radiovaticana.org/TED/articolo.asp?c=560034</link>
      <description>  00:01:56:52  Heilung und Erneuerung: Das sind die beiden Ziele einer Tagung zum Thema sexueller Missbrauch, die in der kommenden Woche in Rom stattfinden wird. Veranstalter ist die Päpstliche Universität Gregoriana, gemeinsam mit den zuständigen Stellen des Vatikan. Die Tagung richtet sich an Verantwortungsträger in der Kirche, über 110 Vertreter von Bischofskonferenzen und 30 Vertreter von Ordensgemeinschaften werden teilnehmen, aus Deutschland zum Beispiel Kardinal Reinhard Marx und Bischof Stephan Ackermann, aus Österreich kommt der Sankt Pöltener Bischof Klaus Küng.
Sexueller Missbrauch durch Ordensleute und Kleriker ist ein Thema, das die ganze Kirche angeht. Das sagt im Interview mit Radio Vatikan Charles Scicluna, der als „Promotor Iustitiae“ in der Glaubenskongregation zuständig für kanonische Prozesse ist. Dieser Kongress wolle dazu beitragen, das Bewusstsein für das Problem „sexueller Missbrauch durch Kleriker“ weltweit zu schaffen.

„Aber dann geht es auch um unsere Überzeugung, gut zu handeln, denn die katholische Kirche muss auch bei diesem mühsamen Thema das bestmögliche Beispiel geben, das unserem Auftrag der Verkündigung des Evangeliums entspricht.“

Dazu setze der Kongress vor allem auf eine Perspektive:

„Es ist bedeutsam, dass der erste Beitrag von jemandem kommt, der selbst von dieser traurigen Wirklichkeit betroffen ist, von einem Opfer. Gleichzeitig ist es aber auch pastoral wichtig, an alle zu denken, die mit dieser Realität zu tun haben, also auch an die Kleriker, die anderen dieses Leid zugefügt haben.“

Der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal William Levada, werde bei dem Kongress über die Richtlinien sprechen, die jede Bischofskonferenz sich für den Umgang mit sexuellem Missbrauch geben sollte, so Scicluna. Experten würden über die einzelnen Aspekte von Missbrauch sprechen, um den Orden und der Kirche weltweit Hilfestellung zu geben.
Die Konferenz beginnt am 6. Februar.

(rv 03.02.2012 ord)
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      <author>webteam@vaticanradio.org</author>
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      <title>Tag des geweihten Lebens: „Zeugen für den Glauben“</title>
      <link>http://www.radiovaticana.org/TED/articolo.asp?c=559870</link>
      <description>  00:02:57:17  Das Fest Darstellung des Herrn wird als Tag des geweihten Lebens begangen, im Vatikan mit einer Vesper, die der Papst gemeinsam mit Ordensleuten in Sankt Peter feiert. Am Donnerstag Abend versammelten sich mehrere tausend Ordenschristen in der Vatikanbasilika, um gemeinsam mit dem Papst und mit der Kirche diesen Tag zu feiern.

Der Tag sei ein Tag des Dankes, des Gebetes um Berufungen und der Erneuerung der Charismen der verschiedenen Weisen der Nachfolge nach den evangelischen Räten von Armut, Keuschheit und Gehorsam. Das sagte der Papst in seiner Predigt bei der Vesper. Schwerpunkt des Papstes war das im Oktober beginnende ‚Jahr des Glaubens’, es solle für die Orden und die verschiedenen weiteren Institutionen des geweihten Lebens eine Zeit der Erneuerung sein: 

„Im Jahr des Glaubens seid ihr, die ihr den Ruf zur näheren Nachfolge Christi durch das Versprechen der evangelischen Räte gehört habt, eingeladen, noch einmal mehr die Beziehung zu Gott zu vertiefen. Die evangelischen Räte, angenommen als wahre Lebensregel, bestärken den Glauben, die Liebe und die Hoffnung, die mit Gott verbinden. Diese tefe Nähe zum Herrn, die das bestimmende und charakteristische Element eures Lebens sein soll, bringe euch zu einem erneuerten Festhalten an ihm und habe positiven Einfluss auf eure Präsenz und euer Apostolat im Volk Gottes (…), so dass ihr Zeugen für den Glauben und die Gnade sein könnt, glaubwürdige Zeugen für die Kirche und für die Welt von heute.“

Papst Benedikt XVI. wies darauf hin, dass Papst Johannes Paul II. den Tag des geweihten Lebens in voller Absicht auf das Fest Darstellung des Herrn gelegt habe. Wie Jesus dem Gesetz nach als Erstgeborener Gott geweiht worden sei, so könne in der Kirche heute das gottgeweihte Leben Zeugnis ablegen von Gott. Auch im Kind Jesus, das in den Tempel gebracht wurde, hätten Simeon und Anna Gottes Gegenwart erkannt.

„Und wirklich stellt diese Episode des Evangeliums, auf die wir uns beziehen, ein bedeutsames Bild der Hingabe des eigenen Lebens durch diejenigen dar, die die Berufung empfangen haben, in der Kirche und in der Welt durch die evangelischen Räte die charakteristischen Merkmale Jesu – des Jungfräulichen, Armen und Gehorsamen, des Gesalbten des Vaters – immer wieder neu aufzuzeigen. Am heutigen Fest feiern wir deswegen das Geheimnis der Weihe: der Weihe Christi, der Weihe Mariens, der Weihe all derjenigen, die sich aus Liebe für das Reich Gottes in die Nachfolge Jesu begeben.“

(rv 02.02.2012 ord)</description>
      <author>webteam@vaticanradio.org</author>
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      <title>Stimmen aus der Vergangenheit: Bismarck und Leo XIII.</title>
      <link>http://www.radiovaticana.org/TED/articolo.asp?c=559899</link>
      <description>  00:01:55:97  Wie mag wohl die Stimme Jesu vor über 2.000 Jahren geklungen haben? Das werden wir wohl nie erfahren. Von historischen Persönlichkeiten wird viel geschrieben, von den meisten gibt es auch Bilder, aber nur bei den modernen historischen Größen gibt es auch Tonaufnahmen. Die ersten Aufzeichnungen stammen vom Ende des 19. Jahrhunderts. Seit wenigen Tagen wissen wir auch, wie die Stimme von Otto von Bismarck geklungen hat. Die einzige bekannte Tonaufnahme des ehemaligen Reichskanzlers ist nämlich in den USA aufgetaucht. Das stark verrauschte Dokument, aufgenommen vor 123 Jahren in Friedrichsruh bei Hamburg, lag im Edison-Archiv in New Jersey bei New York. Ehrlich gesagt, man hört und vor allem versteht fast gar nichts, denn die Aufnahme ist sehr verrauscht. Das Rauschen der Walze ist stärker als die Stimme des Kanzlers.

In den Archiven von Radio Vatikan hingegen finden sich Aufnahmen aus fast denselben Jahren wie jene von Bismarck. Am 20. April 1884 wurde die Stimme des damaligen Papstes aufgezeichnet. Leo XIII. liest Ausschnitte aus der Enzyklika „Humanum genus“, in der er die Freimaurer kritisiert.

Die „Sprechmaschine“ wurde 1877 vom amerikanischen Erfinder Thomas Alva Edison patentiert. Dieser Phonograph machte weltweit Schlagzeilen, denn damit wurde es erstmals möglich, akustische Aufnahmen herzustellen und diese später wiederzugeben. Mithilfe seines Phonographen wollt er „bedeutende Stimmen der Welt“ akustisch dokumentieren.

(rv/agenturen 03.01.2012 mg)</description>
      <author>webteam@vaticanradio.org</author>
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      <title>Kreuzfeuer: US-Bischöfe protestieren gegen Obamas Gesundheitsverordnung</title>
      <link>http://www.radiovaticana.org/TED/articolo.asp?c=559890</link>
      <description>  00:17:39:14  Die US-Bischöfe stellen sich gegen Barack Obamas neuen Richtlinien in Sachen Gesundheitsfürsorge. Ab 2013 sollen alle Arbeitsgeber – also auch katholische Einrichtungen – ihren Mitarbeitern u.a. auch Empfängnisverhütung oder Sterilisation gewährleisten. In der Sendung „Kreuzfeuer“ möchten wir genauer wissen, was an Obamas Gesundheitsreform „unmoralisch“ ist und ob die katholische Stimme überhaupt eine Rolle in den USA spielt. (rv)

Hier hören Sie die Sendung von Mario Galgano
(Klicken Sie auf das Lautsprecher-Symbol)</description>
      <author>webteam@vaticanradio.org</author>
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      <title>Somalia: „Ein schwarzes Loch“</title>
      <link>http://www.radiovaticana.org/TED/articolo.asp?c=559838</link>
      <description>  00:02:28:90  Die internationale Gemeinschaft muss eine handlungsfähige Regierung in Somalia auf die Beine stellen helfen – und das so schnell wie möglich. So lautet der dringliche Appell des Apostolischen Administrators von Dschibuti und Mogadischu. Bischof Giorgio Bertin - der wegen der Umtriebe islamischer Radikaler nicht in Mogadischu residieren kann, sondern die wenigen somalischen Christen von Dschibuti aus betreut - traf in diesen Tagen Vertreter der Vereinten Nationen in New York. Somalia sei ein „gescheiterter Staat“ – nach 21 Jahren Anarchie, in denen das Volk zur „Geisel der Kriegsherren“ geworden sei, bräuchten die Menschen endlich eine Führung, die sie repräsentiert, so der italienischstämmige Kapuziner. 
Anarchie und Gewalt, fehlende politische Führung und zuletzt die Hungerkatastrophe – Somalia ist ein „schwarzes Loch“. Der Strudel dieser Entwicklung wird auch an den Küsten Europas spürbar: Die Zahl der Bootsflüchtlinge auf dem Mittelmeer ist insgesamt enorm angestiegen; viele von ihnen kommen aus Somalia und sind von Libyen aus über das Mittelmeer geflohen, berichtet Pater Martin Stark vom Jesuitenflüchtlingsdienst im Interview mit dem Kölner Domradio:

„Sie wissen keinen anderen Ausweg, als dann diesen Weg mit den Booten anzutreten. Das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen UNHCR spricht davon, dass 5.000 solcher Flüchtlinge auch wirklich Flüchtlinge sind, bei denen ein Schutzbedürfnis feststeht. Sie sitzen in den Nachbarländern fest, in Tunesien oder an der Grenze zu Ägypten. Es steht fest, sie brauchen Schutz. Aber es gibt nur wenige Länder, die bereit sind, sie aufzunehmen.“

Im vergangenen Jahr sind allein 58.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa gekommen, 1.500 von ihnen mussten dabei ihr Leben lassen. Damit politische Flüchtlinge die Chance auf einen Asylantrag bekommen, müssten solche illegalen Todesfahrten verhindert werden, sagt Pater Stark. 

„Es muss andere, legale Möglichkeiten geben, nach Europa hineinzugelangen. Deutschland hat sich bereit erklärt, in den nächsten drei Jahren jeweils hundert dieser Flüchtlinge aufzunehmen, das ist ein erster Anfang. Das ist auch gut, aber es ist natürlich eine sehr geringe Zahl! Die USA nehmen allein 3.000 auf einen Schlag auf. Ich finde, Deutschland könnte eine höhere Zahl aufnehmen, wir stehen da einfach in einer Verantwortung - und die Kapazitäten sind da, dass wir da helfen könnten.“

(cns/rv/domradio 02.02.2012 pr)
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      <title>Senegal: Vermittlung im Casamance-Konflikt </title>
      <link>http://www.radiovaticana.org/TED/articolo.asp?c=559799</link>
      <description>  00:02:49:94  Die römische Basisgemeinschaft Sant’Egidio steht bei Vorgesprächen mit senegalesischen Rebellen in der Casamance-Region offenbar kurz vor einem Durchbruch. Die Rebellengruppe „Bewegung demokratischer Kräfte der Casamance“ MFDC, die als eine der radikalsten im Süden Senegals gilt, ist nach eigenen Angaben zu einem Friedensabkommen mit der Zentralregierung in Dakar bereit. Bewaffnete Gruppen fordern seit 1982 die Unabhängigkeit der Region; Tausende von Menschen fielen den Konflikten zwischen Rebellen und den senegalesischen Militärs bereits zum Opfer. Mario Giro von Sant’Egidio sagte zum Verhandlungsstand im Gespräch mit Radio Vatikan: 


„Das ist eine gute Nachricht für die Menschen der Casamance, die unter diesem Krieg leiden, der sich nun über zwanzig Jahre und meist fernab der öffentlichen Aufmerksamkeit vollzieht. Wir hoffen, dass es in kurzer Zeit möglich sein wird, den Dialog zwischen beiden Seiten zu beginnen. Ansätze dazu gab es schon vor zehn Jahren, da hatten wir schon einmal zusammen mit Guinea-Bissau versucht zu vermitteln, aber ohne Ergebnis. Die Situation ist sehr kompliziert, denn der Konflikt ist mit den Jahren chronisch geworden.“


Die aktuellen Kontakte zwischen den Rebellen und der Regierung in Dakar seien deshalb vielversprechend, weil dieses Mal auch der militärische Flügel der MFDC involviert sei, so Giro. Ein positiver Kontakt zu dieser Gruppe der sehr heterogenen Rebellenbewegung sei früher nie zustande gekommen, fügt der Sprecher an. Die Gesprächsbereitschaft der MFDC-Rebellen zeigt wohl auch ihr jüngstes Hilfegesuch an den Erzbischof von Dakar, Kardinal Théodore-Adrien Sarr. Dieser hatte eine Friedensinitiative für die Casamance gestartet und versucht, einen Kontakt zwischen den Rebellen und Präsident Abdoulayé Wade zustandezubringen. 

Wade hatte in seiner Neujahrsansprache einen Frieden in der Casamance zu einer seiner Prioritäten erklärt. Der Präsident tritt in diesem Jahr zum dritten Mal zur Wahl an; ein Verband von Oppositionsgruppen stemmt sich dagegen, bei Unruhen in Dakar starb jetzt ein Demonstrant, der von einem Polizeifahrzeug überrollt wurde. Dazu Giro:


„Für den ganzen Senegal hoffen wir, dass ein dauerhafter Frieden erreicht werden kann. Senegal ist das erste demokratische Land südlich der Sahara und Beispiel für alle, es ist ein Land voller menschlicher Ressourcen! Auch im internationalen Kontext ist der Senegal wegen seiner moderaten Position sehr wichtig. Wir hoffen, dass die Unruhen im Zusammenhang mit den Wahlen schnell vorbeigehen und dass das Land weiter seine Rolle in der internationalen Gemeinschaft haben kann.“ 


Abdoulayé Wade, der seit dem Jahr 2000 an der Macht ist, stellt sich am kommenden 26. Februar zur Wiederwahl. Die Verfassung verbietet eigentlich eine dritte Amtszeit für einen Präsidenten; doch dieser Passus trat erst nach Wades Amtsantritt in Kraft. Das Oberste Gericht hat ihm deshalb eine erneute Kandidatur erlaubt. In der Casamance leben mehr Katholiken als im Rest des überwiegend islamischen Senegal.


(rv 02.02.2012 pr)
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      <author>webteam@vaticanradio.org</author>
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      <pubDate>Thu, 02 Feb 2012 12:59:46 GMT</pubDate>
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      <title>Präfekt der Ordenskongregation: „Qualität des Ordenslebens ist entscheidend“</title>
      <link>http://www.radiovaticana.org/TED/articolo.asp?c=559735</link>
      <description>  00:02:15:24  An diesem Donnerstag-Spätnachmittag feiert Papst Benedikt XVI. im Petersdom einen Vespergottesdienst mit Ordensleuten – Anlass ist der 16. „Tag des geweihten Lebens“. Dieser wird auf eine Entscheidung von Papst Johannes Paul II. hin jährlich am zweiten Februar, dem „Tag der Darstellung des Herrn“, begangen, welcher im Volksmund auch als „Mariä Lichtmess“ bekannt ist. Anliegen für den Tag des geweihten Lebens ist das Danken für (und das Bitten um) Menschen, die sich ganz Gott zur Verfügung stellen. Das erklärt der Präfekt der vatikanischen Ordenskongregation, der brasilianische Erzbischof Joao Braz de Aviz, im Gespräch mit Radio Vatikan:

„Am Tag der Erscheinung des Herrn wollte Papst Johannes Paul II. den ,Tag des geweihten Lebens' begehen, und Papst Benedikt XVI. hat diese Tradition fortgesetzt. Dieser Tag hat eine wichtige Bedeutung, denn die Berufenen und Geweihten sind zu einem Leben mit besonderen Werten bestimmt - in der Gegenwart und für die Zukunft. Diese Menschen sind feste Orientierungspunkte für die Kirche und Gläubigen.“

„Qualität des Ordenslebens ist entscheidend“
Die sinkende Zahl der Ordensleute sei „ein typisch europäisches Phänomen“, gibt Braz de Aviz in einem aktuellen Interview mit der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ an. Freilich seien mittlerweile auch in den USA, in Kanada, in Australien und in geringerem Maße auch in Lateinamerika ähnliche Tendenzen zu beobachten. In Asien und Afrika aber passiere das Gegenteil: Dort wächst die Zahl der Ordensleute und der Berufungen enorm. Man müsse die „tiefen Gründe“ dieser Entwicklung verstehen, so der Präfekt, der eine Art „Identitätskrise“ der Orden als eine Ursache vermutet:

„Die jungen Leute glauben an eine tiefe Beziehung zu Gott. Ich denke – das ist meine persönliche Einschätzung – , dass eine der Ursachen in einer Erkrankung der menschlichen Beziehungen liegt. Wir sind heute nicht mehr in der Lage, uns als eine Bruderschaft zu verstehen. Es ist kein Zufall, dass viele geweihte Ordensleute deshalb austreten – nicht, weil sie nicht mehr ihre Berufung spüren, sondern weil sie sich nicht mehr wohl in der Gemeinschaft fühlen. Das ist ein Phänomen, das Aufmerksamkeit verdient, weil es in gewisser Weise neu ist. Es hat mit der Globalisierung und der menschlichen Suche nach dem Glück zu tun.“

Wo die Qualität des Ordenslebens hoch sei, da entstehe dagegen eine „neue Sensibilität“, resümiert Braz de Aviz. Der Brasilianer folgte im Januar 2011 Kardinal Franc Rodé im Amt nach, der die Ordenskongregation seit 2004 geleitet hatte. Die Vesper für die Ordensleute mit Papst Benedikt überträgt Radio Vatikan an diesem Donnerstag live ab 17.20 Uhr, und mit deutschem Kommentar. Unser Kommentator ist P. Bernd Hagenkord SJ.

(rv/asca 02.02.2012 pr)
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      <author>webteam@vaticanradio.org</author>
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      <title>D: Die Kälte bedroht die Schwächsten</title>
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      <description>  00:02:44:95  Sibirische Kälte hat große Teile Europas derzeit im Griff: Da macht sich die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungshilfe Sorge um Deutschlands Obdachlose. Es sind etwa 22.000, und die starken Minusgrade können sie in Lebensgefahr bringen. Das sagte Geschäftsführer Stefan Kunz dem Münchner Kirchenradio. Zwar stün&#x1F;den grund&#x1F;sätz&#x1F;lich ge&#x1F;nü&#x1F;gend Not&#x1F;un&#x1F;ter&#x1F;künf&#x1F;te zur Ver&#x1F;fü&#x1F;gung, deren Stan&#x1F;dard sei teil&#x1F;wei&#x1F;se aber sehr schlecht. „Man kann es kei&#x1F;nem ver&#x1F;den&#x1F;ken, wenn er dort nicht hin&#x1F;geht“, so Kunz. In man&#x1F;chen die&#x1F;ser Blei&#x1F;ben komme es immer wie&#x1F;der zu Schlä&#x1F;ge&#x1F;rei&#x1F;en und Dieb&#x1F;stäh&#x1F;len, weil keine Nacht&#x1F;be&#x1F;treu&#x1F;ung vor&#x1F;ge&#x1F;se&#x1F;hen sei und sich zu viele Men&#x1F;schen in einem Raum dräng&#x1F;ten. An&#x1F;de&#x1F;re Unter&#x1F;künf&#x1F;te wür&#x1F;den nachts ab&#x1F;ge&#x1F;sperrt, oder es seien dort Hunde ver&#x1F;bo&#x1F;ten. Manch&#x1F;mal wür&#x1F;den die Stan&#x1F;dards be&#x1F;wusst nied&#x1F;rig ge&#x1F;hal&#x1F;ten, damit sich dort nie&#x1F;mand häus&#x1F;lich ein&#x1F;rich&#x1F;te, sagte Kunz. 

Viele Ob&#x1F;dach&#x1F;lo&#x1F;sen lit&#x1F;ten je&#x1F;doch auch unter psy&#x1F;chi&#x1F;schen Krank&#x1F;hei&#x1F;ten und seien un&#x1F;fä&#x1F;hig, in Grup&#x1F;pen&#x1F;un&#x1F;ter&#x1F;künf&#x1F;ten zu schla&#x1F;fen. Et&#x1F;li&#x1F;che Hilfs&#x1F;ein&#x1F;rich&#x1F;tun&#x1F;gen hät&#x1F;ten des&#x1F;halb Wär&#x1F;me&#x1F;stu&#x1F;ben ein&#x1F;ge&#x1F;rich&#x1F;tet, die auch in der Nacht offen haben. Um Käl&#x1F;te&#x1F;to&#x1F;te zu ver&#x1F;hin&#x1F;dern, seien aber auch die Bür&#x1F;ger ge&#x1F;for&#x1F;dert, Ob&#x1F;dach&#x1F;lo&#x1F;se bei star&#x1F;ken Mi&#x1F;nus&#x1F;gra&#x1F;den an&#x1F;zu&#x1F;spre&#x1F;chen oder die Po&#x1F;li&#x1F;zei zu ver&#x1F;stän&#x1F;di&#x1F;gen. In den kom&#x1F;men&#x1F;den Tagen wer&#x1F;den in Deutsch&#x1F;land Nacht&#x1F;tem&#x1F;pe&#x1F;ra&#x1F;tu&#x1F;ren von bis zu minus 20 Grad er&#x1F;war&#x1F;tet. Nach An&#x1F;ga&#x1F;ben der KAWG sind in im ver&#x1F;gan&#x1F;ge&#x1F;nen Jahr bun&#x1F;des&#x1F;weit wahr&#x1F;schein&#x1F;lich 16 Men&#x1F;schen auf der Stra&#x1F;ße er&#x1F;fro&#x1F;ren. 

Nicht ganz so alarmiert wie Stefan Kunz ist Schwester Franziska Passeck, Obdachlosenseelsorgerin im Erzbistum Köln. Dem Domradio erzählte sie, dass viele Obdachlose durchaus mit widrigen Temperaturen umzugehen wissen.

„Die, die gut drauf sind, organisieren sich schon gut, haben super Schlafsäcke und Isomatten und versuchen auch, in geschützten Ecken zu schlafen. Schwieriger ist es für Leute, die durch Alkohol sehr geschädigt sind und gar nicht mitkriegen, dass es so kalt ist. Seit einigen Jahren haben wir das Angebot, dass jedem Abend eine andere Gemeinde einen Raum öffnet, in dem Wohnungslose schlafen können. Das wird dann verstärkter angenommen.“

Schwester Franziska versteht, dass sich die Medien in so kalten Tagen mit dem Thema Obdachlose beschäftigen. Sie selbst sieht das aber, so sagt sie, „gelassener“:

„Auch, weil wir nicht alleine sind. In Köln gibt es die sogenannten Kältegänge, wo jeden Abend zwei Sozialarbeiter losgehen und die ganzen Ecken abklappern, um die Menschen auf Möglichkeiten aufmerksam zu machen. Da gibt es eine große Zusammenarbeit, auch über Polizei und Ordnungsamt, die sehr wachsam die Augen aufhalten.“

(rv/kirchenradio/domradio 01.02.2012 sk)</description>
      <author>webteam@vaticanradio.org</author>
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      <pubDate>Wed, 01 Feb 2012 11:31:22 GMT</pubDate>
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