RVRadio Vatikan
foto

Kategorien


  Caritas und    Solidarität


  Kirche


  Kultur und    Gesellschaft


  Vatikan


  Synode


  Ökumene


  Familie


  Jugendliche


  Gerechtigkeit und    Friede


  Politik


  Religion und Dialog


  Wissenschaft und    Ethik


  Audienzen und    Angelus


  Apostolische Reisen


cx_tc07


CTV - You tube

CTV



 home > Kultur und Gesellschaft  > Nachrichten


03/11/2009 12.57.46



Naher Osten: Syrische Christen nicht vergessen






Christsein in den Ländern des Nahen Ostens – eine Herausforderung. Mit den Problemen und Beiträgen syrischer Christen im Libanon, in Saudi-Arabien, Jordanien und anderen Ländern der Region beschäftigt sich ab diesem Mittwoch eine Tagung in Wien. Der von der ökumenischen Stiftung „Pro Oriente“ ausgerichtete Kongress will an die Bedeutung der syro-aramäischen Tradition innerhalb des Christentums erinnern. Der Salzburger Kirchenhistoriker und Patristiker Dietmar Winkler betont aber auch den Beitrag der syrischen Christen zu den Gesellschaften des Nahen Ostens:
 
„Dieser Beitrag ist kulturell, sozial und vom Bildungswesen her sehr groß und wird mitunter vergessen, weil heute in der Nahostsituation zum Beispiel nur von arabischen oder muslimischen Gesellschaften gesprochen wird, während der christliche Beitrag hier oft untergeht.“

Die Situation der syro-aramäischen Christen ist in den Ländern des Nahen Ostens sehr unterschiedlich. Unabhängig davon, ob Christen in der Minderheit seien oder nicht, würden ihre Rechte von Land zu Land anders geschützt. Winkler nennt Beispiele:

„Libanon war lange ein Musterland des christlich-muslimischen Miteinanders. Durch den Bürgerkrieg 1975 bis 1991 hat sich diese Lage durchaus auch zu Ungunsten der Christen verändert, prozentuell durch die Auswanderung. Heute sind die Christen mit etwa 40 Prozent vertreten, aber die Verfassung ist in dieser Hinsicht noch gleich wie zu Zeit der Franzosen. So gesehen sind die Christen im Parlament sogar überrepräsentiert. In Jordanien sind nur 2,5 Prozent Christen, sind also eine Minderheit, sind aber doch im Parlament vertreten. Das heißt, obwohl der Islam Staatsreligion ist, ist die freie Ausübung des Kultes gewährleistet. Ganz anders sieht es dann wieder in Saudi-Arabien aus, wo eine öffentliche Religionsausübung unmöglich ist.“

Schwerpunkt des Wiener Kolloquiums wird neben den Themen Religionsfreiheit und religiösem Pluralismus auch das Problem der Abwanderung von Christen.

(rv 03.11.2009 pr)


  « Zurück

 



Kultur und Gesellschaft

04/11/2009 14.32.25
D: Thissen wart vor extremistischen Tendenzen


04/11/2009 14.26.58
Österreich: Schönborn, Kreuz-Urteil "inakzeptabel"


03/11/2009 12.07.25
Chile: Kirche gegen zivile Heirat Homosexueller


02/11/2009 12.04.31
Frankreich: Stolz, Franzose zu sein


30/10/2009 13.57.13
Bolivien: Kardinal fordert verstärkten Kampf gegen Drogen



Ähnliche Kategorien


Vorige seite  Vorige Seite
website  Website
Kontakt  Kontakt
top
top
All the contents on this site are copyrighted ©. Webmaster / Credits / Rechtliche Hinweise
top
top