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03/11/2009 14.25.26



Bischof in Guatemala: „Gegen Spirale der Gewalt angehen“






Eine Woche nach dem Mord an dem Gewerkschaftler und Menschenrechtsaktivisten Victor Miguel Galvez Perez fordert der guatemaltekische Bischof Alvaro Ramazzini eine Untersuchung der Bluttat. Galvez, der enger Mitarbeiter des Bischofs war war am 24. Oktober kaltblütig ermordet worden. Die Nachricht erreichte den Bischof erst eine Woche später auf einer Reise in den Niederlanden. Die Hintergründe der Tat müssten aufgeklärt werden, appellierte Ramazzini an die „Internationale Kommission gegen die Straflosigkeit in Guatemala“. In seiner Heimat nehme die Gewalt zu, so der Bischof vor Journalisten:
 
„San Marcos ist eine Provinz, die leider nicht verschont wird von dieser Spirale der Gewalt. In den letzten zwei Jahren haben wir einen deutlichen Anstieg von Erpressung, Entführungen und Morden. Von religiösem Standpunkt aus müssen wir mit Bestürzung feststellen: Auch wenn wir uns in diesem Land Christen nennen, ist das Gebot „Du sollst nicht töten“ für viele offenbar nur eine leere Worthülse. Es hat kein Echo im Alltag, keine Auswirkung auf das Benehmen der Menschen. Die Korruption vieler Polizisten und die Schwäche der Ermittlungsbehörden, die die Mörder oder Entführer aufspüren sollten, das Fehlen eines effizienten Zeugenschutzsystems und einer Reform des Strafvollzugs – aber auch die Gewalt in der Familie: All das trägt zu einem Reich der Straflosigkeit und der Gewalt bei und legt die Schwäche des Staates und der Gesellschaft bloß.“

Ramazzini bittet die Regierung, endlich aktiv zu werden.

„Das Bistum San Marcos trauert um einen seiner Mitarbeiter und ist solidarisch mit allen, die eine ähnliche Erfahrung von Leid und Schmerz machen mussten. Wir bitten die Regierung heute: Stärken Sie endlich die nationale Polizei! Und der Kongress sollte ihr genug Geld bewilligen, damit sie ihre Aufgabe auch wahrnehmen kann! Die Polizei muss die Sicherheit der Bürger gewährleisten!“

(kap /rv 3.11.2009 pr)


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