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Kongregation
für die Orientalischen Kirchen
Die
Kongregation für die Orientalischen Kirchen hat die Aufgabe,
die Verbindung des Vatikans mit den katholischen orientalischen
Kirchen zu halten, um deren Wachstum zu fördern und deren Rechte
zu sichern. Daneben soll sie - neben dem liturgischen, disziplinären
und geistlichen Erbe der lateinischen Kirche - auch das Erbe der
verschiedenen orientalischen christlichen Traditionen lebendig und
vollständig erhalten.
Die
Ostkirchenkongregation ist seit 1917 eine eigenständige Behörde.
Zuvor war sie Teil der Kongregation für die Evangelisierung
der Völker. Dort hatte Pius IX. 1862 die Sektion "Pro
Negotiis Ritus Orientalis" gegründet, die dann unter Benedikt
XV. 1917 selbständig wurde. Papst Paul VI. gab ihr 1967 den
Namen, den sie heute trägt.
Das
Dikasterium hat hinsichtlich der Eparchien, der Bischöfe, des
Klerus, der Ordensleute und der Gläubigen der orientalischen
Riten die gleichen Befugnisse wie sie die Kongregationen für
die Bischöfe, den Klerus, die Institute des gottgeweihten Lebens
und für die Gemeinschaften des apostolischen Lebens und für
das Katholische Bildungswesen besitzen gegenüber den Diözesen,
dem Klerus, den Ordensleuten und den Gläubigen des lateinischen
Ritus. Sie hat außerdem ausschließliche Kompetenz in
folgenden Regionen: Ägypten und der Sinaihalbinsel, Eritrea
und Nordäthiopien, Südalbanien, Bulgarien, Zypern, Griechenland,
Iran, Irak, Libanon, Palästina, Syrien, Jordanien und Türkei.
Die
Kongregation besteht aus dem Kardinalpräfekten und 27 Kardinälen,
einem Erzbischof und vier Bischöfen. Mitglieder von Rechts
wegen sind die Patriarchen und Großerzbischöfe der orientalischen
Kirchen und der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung
der Einheit der Christen. Präfekt ist derzeit Kardinal Ignace
Moussa Daoud, Sekretär ist Erzbischof Antonio Maria Vegliò,
Untersekretär, Krzysztof Nitkiewicz. In der Behörde sind
insgesamt 29 Personen fest angestellt.
In
Anbetracht ihrer verschiedenen Kompetenzbereiche wird die Behörde
unterstützt von einem Kollegium von 50 Konsultoren, die spezielle
Gutachten zu bestimmten Fragen anfertigen, die von besonderer Bedeutung
sind. Die Kongregation koordiniert auch die Tätigkeit der Expertenkommissionen:
1. Die Sonderkommission für die Liturgie. 2. Die Sonderkommission
für die Studien des Christlichen Orients. Sie untersucht Vorschläge
für Dokumente und Initiativen, die den westlichen Katholiken
Kenntnisse über den Orient vermitteln sollen und die die Vertiefung
des Erbes der orientalischen Kirchen verstärken. 3. Die Kommission
für die Ausbildung des Klerus und der Ordensleute. Sie fördert
die Studien von Orientalen in Rom oder anderswo nach der Zugehörigkeit
zu ihrer spezifischen Tradition.
Das
Engagement der Kongregation zugunsten des orientalischen Klerus
und der Katholiken in Rom und in den verschiedenen Herkunftsländern
wurde möglich Dank der Gelder, die ihr zu diesem Zweck vom
Heiligen Stuhl, von internationalen Hilfsorganisationen und von
Privatpersonen zur Verfügung gestellt werden. Die R.O.A.C.O.
(Riunione delle Opere di Aiuto alle Chiese Orientali) ist eine Vereinigung
von Hilfswerken aus verschiedenen Ländern, die sich finanziell
in unterschiedlichen Sektoren einsetzen: beim Bau von Kirchen, bei
der Bereitstellung von Stipendien, bei der Schaffung schulischer
und sozialer Einrichtungen. Vorsitzender der R.O.A.C.O. ist der
Präfekt der Kongregation, ihr Vizepräsident der Sekretär.
Außer der Catholic Near East Welfare Association, (U.S.A.),von
Papst Pius XI. 1928 approbiert, und der Päpstlichen Mission
für Palästina (U.S.A.), 1949 entstanden, gehören
zur R.O.A.C.O. Werke, die in Deutschland, Frankreich, in der Schweiz,
in den Niederlanden und in Österreich finanzielle Mittel beschaffen.
Der
S.I.C.O. (Servizio Informazioni Chiese Orientali) ist eine Zeitschrift,
in der alljährlich die Verlautbarungen des Papstes veröffentlicht
werden, soweit sie den christlichen Osten betreffen. Außerdem
enthält sie Berichte über die Aktivitäten der Kongregation
sowie aus den katholischen Ostkirchen.
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