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Tagesmeldungen vom 2.7.2008

- Papst hofft auf Ende der Gewalt in Kolumbien -
- D: Heftige Debatte über Sterbehilfe -
- Katechese-Reihe über Paulus -


Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Stefan von Kempis

Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr.

THEMEN DES TAGES:

Papst: Botschaft an Kolumbien
Papst Benedikt XVI. betet für ein Ende von Terror und Gewalt in Kolumbien, einem der unsichersten Staaten der Erde. In einer Botschaft an die kolumbianischen Bischöfe gratulierte er ihnen am Dienstag zum 100-jährigen Bestehen ihrer Bischofskonferenz und rief sie zu neuen Anstrengungen bei der Evangelisierung auf: „Wir als Hirten der Kirche müssen dem Volk Gottes vorangehen und ihm den Weg zeigen – sie müssen uns ... wissen, dass wir täglich beten für ihre Sorgen, Leiden und Nöte.”
„Ich kann Euer Bemühen nicht übersehen, Menschen des Ausgleichs zu sein, und Eure ständigen Aufrufe, dass die Gewalt ein Ende nehme, die Entführungen und der Druck, unter dem viele Kolumbianer leiden. Ich bitte Gott dringend darum, dass diese Umstände, die so viel Schmerz hervorgerufen haben, ein Ende nehmen, und dass in Kolumbien wieder ein stabiler und gerechter Frieden einkehrt – in einem Klima der Hoffnung und des Wachstums.”
Benedikt vermied genauere Aussagen zur innenpolitischen Lage in Kolumbien. Die linksgerichteten FARC-Rebellen, die immer noch Hunderte von Entführten in ihrer Gewalt haben, sind derzeit stark geschwächt; nach Ansicht einiger Beobachter könnten sie sogar vor dem Aufgeben stehen. Gleichzeitig ist aber auch die Regierung von Präsident Alvaro Uribe ins Straucheln geraten. Die Bischöfe Kolumbiens setzen sich – mit bisher nur geringem Erfolg – für Friedensgespräche zwischen Regierung und Rebellen ein. (rv)
Hier zum Nachhören

Papst beginnt Katechese-Reihe über Paulus
Benedikt XVI. beginnt bei seinen Generalaudienzen einen neuen Katechese-Zyklus. Das kündigte er an diesem Mittwoch vor Tausenden von Pilgern und Besuchern im Vatikan an. Während des Paulusjahres will der Papst bei jeder Generalaudienz über Leben und Lehre des Apostels aus Tarsus nachdenken.
„Wie ihr wisst, haben wir vor wenigen Tagen mit dem Hochfest der heiligen Petrus und Paulus das Paulusjahr eröffnet, das dem Völkerapostel gewidmet ist und bis zum 29. Juni 2009 dauert. In dieser Zeit wollen wir Paulus nicht nur als eine herausragende und geradezu einzigartige Heiligengestalt verehren, sondern uns auch um ein tieferes Verständnis seiner Lehre bemühen. Mit diesem Ziel werfen wir heute einen Blick auf sein religiöses und kulturelles Umfeld. Paulus wird treffend als „ein Mann dreier Kulturen” bezeichnet: der jüdischen aufgrund seiner Religion, der griechisch-hellenistischen im Hinblick auf die Sprache und das philosophische Gedankengut und schließlich der römischen als Bürger des Römischen Reiches mit den dazugehörigen Rechten.”
Saulus-Paulus war also ein Grenzgänger zwischen den Kulturen seiner Zeit.
„Diese Faktoren hatten einen nicht unbedeutenden Einfluss auf das Denken und Wirken des hl. Paulus, auch nach der radikalen Wende, die sein Leben durch die Begegnung mit Christus erfahren hat. Als Angehöriger einer kleinen Minderheit wurde er sowohl mit Geringschätzung als auch mit neugierigem Interesse bedacht. Zugleich eröffneten ihm die verbreitete hellenistische Kultur sowie die gute Infrastruktur des Römerreiches den Zugang zu den Menschen im gesamten Mittelmeerraum. Auch die authentischen Ideale verschiedener philosophischer Strömungen und die Krise der heidnischen Kulte hatten gewissermaßen den Boden für die christliche Mission bereitet.”
Mit Elan legte der Papst aus Deutschland den Besuchern seiner Audienz den Völkerapostel ans Herz.
„Der Apostel Paulus ist ein leuchtendes Beispiel der Liebe zu Christus und seiner Kirche. Das Paulusjahr sporne uns an, ihn darin nachzuahmen und unseren Mitmenschen das Evangelium zu verkünden. Dabei begleite euch der Segen des Allmächtigen Gottes!” (rv)
Hier zum Nachhören

Nepal: „Ein wunderbarer Mann”
Es ist eine traurige Premiere: Zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte wurde in Nepal ein katholischer Priester ermordet. Der 62-jährige indische Salesianer-Pater und Schulleiter John Prakash ist zu Wochenbeginn offenbar Opfer eines Raubüberfalls geworden. Verdächtigt wird eine lokale Terrorgruppe. Nepals Bischof Anthony Sharma erzählt, dass Prakash in den letzten sieben Jahren ein wichtiges Sozial-Programm für die einheimischen Santhals auf die Beine gestellt habe, das von der Europäischen Union Hilfsgelder bekommen habe.
„Er war ein wunderbarer Mann mit großem Herzen – sehr großzügig. Es gab hier in Nepal immer wieder mal Drohungen gegen Priester und Kirchenleute, denn das ist ein mehrheitlich hinduistisches Land, und diese Extremisten wollen Christen wie Moslems aus dem Land vertreiben. Das war die Drohung, aber wir hatten eigentlich gedacht, dass dieses Problem mittlerweile gelöst wäre, denn wir hatten mit diesen Leuten gesprochen. Jetzt haben sie aber doch noch einen Vorwand gefunden, um ihn zu töten.”
Ob der Mord an Pater Prakash auch politische Hintergründe hat, weiß Bischof Sharma nicht zu sagen.
„Nepal ist jetzt gerade zu einem säkularen Staat erklärt worden. Die neue Verfassung, die gerade geschrieben wurde, ist säkular. Hindu-König Gyandendra ist nicht mehr an der Macht, und das ist keine gute Lage für die Hindu-Extremisten, denn bisher war Nepal das einzige Hindu-Königreich der Welt: Jetzt werden ihnen die Privilegien genommen. Die gleiche Extremistengruppe hatte vorher in Ostnepal eine Bombe am Ort eines islamischen Gebetstreffens platziert – nicht weit vom Tatort des Mordes an Pater Prakash. Bei dieser Explosion wurden zwei Moslems getötet. Also: Sie wollen Angst schüren und die Christen aus dem Land treiben... was ihnen niemals gelingen wird.” (rv)
Hier zum Nachhören

2. Juli: Fest Mariä Heimsuchung
An diesem 2. Juli feiert die Kirche das Fest Mariä Heimsuchung. Es ist keineswegs das größte unter den Festen – und dennoch besonders wertvoll. Zum einen, weil es eines der wenigen Marienfeste ist, die wir mit unseren protestantischen Nachbarn gemeinsam feiern. Zum zweiten, weil es keine große Stunde der Heilsgeschichte feiert, sondern einen eher intimen Moment: Die schwangere Maria besucht ihre gleichfalls schwangere Kusine Elisabeth, um ihr im Haushalt zu helfen. Vor allem aber, weil es der Geburtstag eines der schönsten biblischen Texte ist, nämlich des „Magnificat”. Das „Magnificat” sei ein heimliches Selbstporträt Mariens, in dem wir sie „so sehen können, wie sie ist”, sagt Papst Benedikt XVI.
Hier ein Dossier zum Lesen und Hören


AUS UNSEREM ABENDPROGRAMM:

Radioakademie zum Paulusjahr
„Wie in den Anfangszeiten braucht Christus auch heute Apostel, die bereit sind, sich selber zu opfern. Er braucht Zeugen und Märtyrer wie den hl. Paulus: Einst ein gewalttätiger Christenverfolger, wechselte er, als er auf dem Weg nach Damaskus vom göttlichen Licht geblendet zu Boden stürzte, ohne Zögern auf die Seite des Gekreuzigten und folgte ihm, ohne es zu bereuen. Er lebte und arbeitete für Christus, für ihn litt und starb er. Wie zeitgemäß ist heute sein Vorbild!” So Papst Benedikt XVI., als er vor einem Jahr das Paulusjahr offiziell ankündigte. Liturgische, kulturelle und vor allem ökumenische Veranstaltungen sind nun zwischen dem 28.6.2008 und dem 29.6.2009 geplant, ebenso wie Pilgerreisen auf den Spuren des Völkerapostels.
Die Sendereihe von Birgit Pottler soll eine Einführung in die Person, die Lehre und die Wirkungsgeschichte des Paulus von Tarsus geben. Im ersten Teil einen Überblick, die wichtigsten Themen der Lehre und deren Rezeption folgen in den Teilen zwei und drei. Im vierten Teil schließlich begeben wir uns auf die archäologischen Spuren des Paulus. (rv)
Hier Teil 1 zum Nachhören

Papsturlaub in Brixen
Anfang August, nach dem Weltjugendtag in Sydney, gönnt sich Papst Benedikt wie gewohnt einen kurzen Urlaub in den Bergen – diesmal in Brixen in Südtirol. Das dortige Priesterseminar freut sich bereits sehr auf den hohen Gast, der auch nicht zum ersten Mal kommt, verriet Regens Ivo Muser im Gespräch mit P. Max Cappabianca OP.
Hören Sie selbst


DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Der Traditionalisten-Orden der „Transalpinen Redemptoristen” sucht die Aussöhnung mit dem Papst. Bislang hätten sich drei Priester der schismatischen Vereinigung an Rom gewandt und nach mehreren Gesprächen eine Aufhebung ihrer Kirchenstrafen erhalten, bestätigte die zuständige vatikanische Kommission „Ecclesia Dei” am Mittwoch auf Anfrage. Damit sei allerdings nicht die Gemeinschaft als solche zurückgekehrt. Es handle sich nur um einen „ersten Schritt” eines längeren Verhandlungsweges, hieß es im Vatikan. Ziel des Ordens sei, eine päpstliche Anerkennung der etwa 20 Mitglieder zählenden Einrichtung zu erreichen. Die „Transalpinen Redemptoristen” haben seit 1999 ihren Hauptsitz auf der schottischen Insel Papa Stronsay, die zu den Orkneys gehört. Sie sind mit der „Priesterbruderschaft St. Pius X.” verbunden, einer Gründung des exkommunizierten Traditionalisten-Erzbischofs Marcel Lefebvre (1905-1991). (kna)

Europa

Deutschland
Nach dem Skandal um Hamburgs Ex-Justizsenator Roger Kusch wollen die Bundesländer gewerbliche und organisierte Sterbehilfe verbieten. Der baden-württembergische Justizminister Ulrich Goll (FDP) will dazu am Freitag einen Gesetzentwurf im Bundesrat vorlegen, den Bayern, Thüringen, Hessen und das Saarland mittragen. Wie Goll am Dienstag in Stuttgart mitteilte, soll das Betreiben eines Gewerbes oder die Gründung einer Vereinigung, die Gelegenheit zur Selbsttötung schaffen wollen, mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden. Nach Golls Worten geht es nicht darum, Sterbehilfe an den Pranger zu stellen, sondern „Geschäfte mit dem Tod, die unter dem Deckmantel der Humanität angestrebt werden, zu verhindern”. Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) sagte, es bestehe „dringender Handlungsbedarf, damit die gewerbliche und organisierte Beihilfe zur Selbsttötung unter Strafe gestellt wird”. Althaus nannte Kuschs Methoden inakzeptabel. Sie verletzten die Menschenwürde. Kusch hatte am Wochenende bekannt gegeben, einer 79-jährigen Frau aus Würzburg Sterbehilfe geleistet zu haben. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) nannte sein Vorgehen unglaublich. Der richtige Weg seien Hilfsangebote für sterbende Menschen. Unterdessen wurde bekannt, dass der Fall vorerst ohne rechtliche Konsequenzen bleibt. Die Staatsanwaltschaft Würzburg schließt eine „rechtlich relevante Fremdbeteiligung” im Zusammenhang mit der am Samstag verstorbenen Frau aus. Nach dem derzeitigen Ergebnis des Todesermittlungsverfahrens habe es sich um einen „normalen Suizid” gehandelt. Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben hat sich von Kuschs Sterbehilfe-Aktion distanziert. Es sei verwunderlich, dass die Frau, der Kusch beim Sterben geholfen habe, nicht schwer erkrankt gewesen sei und sich nicht im Sterbeprozess befunden habe. (kna)

Italien
Politiker und Intellektuelle setzen sich in einem Offenen Brief für die baldige Seligsprechung von Papst Pius XII. ein. Anlass ist sein Todestag, der sich 2008 zum 50. Male jährt. Der Brief hebt besonders „das große Werk der Nächstenliebe” hervor, das in der Rettung tausender Verfolgter durch römische Klöster bestehe. Mit der Anweisung an Klöster, Verfolgte zu verstecken, habe Pius auch vielen Juden das Leben gerettet. Zudem sei er „furchtlos als einzige Autorität nach der deutschen Invasion in der Hauptstadt geblieben”, hebt der Appell hervor, der sich gegen „schwarze Legenden” über den Pacelli-Papst wendet. Zu den Unterzeichnern gehören der Senator auf Lebenszeit Giulio Andreotti und der kürzlich vom Papst getaufte Publizist Magdi Allam. (agi/diverse)
Die Christen in Europa sollten den Moslems auf ihrem Kontinent helfen, ihren Glauben auch unter europäischen Umständen zu leben. Das meint der ägyptische Jesuitenpater und Islamexperte Samir Khalil Samir, der in Beirut unterrichtet. Im Gespräch mit dem Informationsdienst der italienischen Bischöfe SIR sagt Samir: „Die Hoffnung des Islams ist Europa.” Wenn nicht ein „europäischer Islam” entstehe, dann gingen „die Kämpfe” weiter. „Europa könnte den Moslems bei der Integration helfen, wenn es seine eigene christliche Kultur wiederentdeckt.” (agi)

Frankreich
Die Behörden verstoßen beim so genannten „Kampf gegen Terror” immer wieder massiv gegen Menschenrechte. Diese Anklage erhebt die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch”. In einem Bericht vom Mittwoch kritisiert sie vor allem die „lange Dauer provisorischer Inhaftierungen” und „physische Gewalt” bei Verhören. Frankreich opfere „zu hastig” die Menschenrechte „auf dem Altar der Effizienz”, so der Verband. (afp)

Afrika

Simbabwe
Die Afrikanische Union fordert die Regierung von Robert Mugabe auf, mit der Opposition das Gespräch zu suchen. Simbabwe brauche eine „Regierung der nationalen Einheit” unter wesentlicher Beteiligung der Opposition, forderte der Gipfel der Afrikanischen Union im ägyptischen Sharm el-Scheikh. Das Regime von Mugabe, der am Wochenende nur durch Einschüchterung und Terror eine „Stichwahl” um das Präsidentenamt „gewann”, erklärt sich zum Dialog „mit wem auch immer” bereit. Die Opposition um Morgan Tsvangirai, der eine erste Runde der Präsidentenwahl eigentlich gewonnen hatte, lehnte eine Regierung der nationalen Einheit hingegen ab: Ein solches Projekt spiegle nicht den Mehrheitswillen der Menschen in Simbabwe wider. (reuters)

Somalia
Bei neuen Kämpfen in der Hauptstadt Mogadischu sind am Dienstag mindestens 13 Zivilisten getötet worden. Islamistische Aufständische hatten eine Kaserne angegriffen, in der sich somalische und äthiopische Soldaten sowie Militär der Afrikanischen Union aufhielten. (afp)

Naher Osten

Jordanien
Ein jordanischer Staatsanwalt hat gegen den niederländischen Politiker Geert Wilders Anklage erhoben. Mit einem islamkritischen Film, den er im Internet veröffentlichte, habe der Populist Wilders „den Islam beleidigt”. Wilders wird von dem Staatsanwalt zum Prozess nach Amman vorgeladen. Ein Gericht in Amsterdam hatte kürzlich unter Berufung auf die Meinungsfreiheit eine Anklage-Erhebung gegen Wilders abgelehnt. Darauf reagierte die Organisation der Islam-Konferenz, der 56 Länder angehören, mit Ärger und Unverständnis. (afp)

Ozeanien

Australien
Die Reliquien des seligen Pier Giorgio Frassati sind in Sydney eingetroffen. Dort sollen sie in den nächsten Wochen am Rand des Weltjugendtags zur Verehrung ausgestellt werden. Der 1990 selig gesprochene Italiener Frassati lebte zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Geist des hl. Franz von Assisi und starb mit nur 24 Jahren. Die Organisatoren des kirchlichen Weltjugendtags wollen ihn den jugendlichen Pilgern aus aller Welt als Vorbild vor Augen halten. Am Freitag wird Kardinal George Pell eine große Messe an der Urne mit Frassatis sterblichen Überresten feiern. (efe)
Der katholische Bischof von Cairns im Norden Australiens hat sich für den Bau einer Moschee in seiner Stadt ausgesprochen. Damit schloss sich die katholische Kirche einer Initiative von Buddhisten, Juden und Anglikanern an, die ebenfalls die Moschee befürworten. Jede Religion habe das Recht auf eigene Orte für ihre Gottesdienste, und die Moschee sei ein „höchst wünschenswerter Nachbar”, zitierte ein Internetportal Bischof James Foley am Mittwoch. Die Stadtverwaltung hat bereits ihre Zustimmung zu dem Bau gegeben. Die Bevölkerung ist allerdings mehrheitlich gegen die Moschee. Papst Benedikt wird in Kürze Sydney besuchen und dabei auch mit Moslems zusammentreffen. (kna/rv)

Amerika

Vereinigte Staaten
Das Erzbistum von Denver in Colorado hat sich mit 18 Opfern von sexuellem Missbrauch gütlich geeinigt. Das wurde am Dienstag bekannt. Das Erzbistum will eine Summe von insgesamt 5,5, Millionen Dollar an die Opfer von pädophilen Priestern zahlen. Die Fälle, um die es geht, liegen 25 bis 55 Jahre zurück. Die drei betroffenen Priester sind nach Angaben des Erzbistums mittlerweile verstorben. Um die Summe aufzubringen, seien einige Grundstücke verkauft worden. Insgesamt hat das Erzbistum Denver seit 2005 8,22 Millionen Dollar an insgesamt 42 Geschädigte gezahlt. (ansa)

Kolumbien
Caritas International ist bestürzt über den Mord an einem seiner Mitarbeiter. Felipe Landazury sei am 24. Juni in einem Ort an der Pazifik-Küste von Bewaffneten entführt und ermordet worden, so ein Statement des katholischen Hilfs-Networks. Die Caritas fordert eine Untersuchung des Mordes und eine Anklage gegen die Mörder. (afp)

Mexiko
Video-Aufnahmen mit folterähnlichen Szenen haben zu einem Aufschrei in der mexikanischen Öffentlichkeit geführt. Die Szenen entstanden offenbar bei einem Kurs mexikanischer Polizeikräfte im Beisein eines aus den USA stammenden Ausbilders. Die Aufnahmen, die in der Stadt Leon entstanden, wurden vom staatlichen mexikanischen Fernsehen ausgestrahlt. In der Öffentlichkeit wird nun heftig über die Rolle von US-Militärs bei der Ausbildung von mexikanischen Sicherheitskräften debattiert. Immer wieder wird Polizisten in Mexiko Brutalität und Folter vorgeworfen. (ap)


Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, ADN-Kronos, Upi, Cns, Uca, Misna, Osservatore Romano – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.

Programmvorschau:

Heute Abend, 2.7.2008: Die Woche in Rom
Themen u.a.: Kardinal Bertone in Weißrussland – ein Gespräch mit dem vatikanischen Regierungschef / Zum Paulusjahr – wir sprechen mit dem (österreichischen) Prior der Abtei Sankt Paul vor den Mauern / Vor dem Papstbesuch in Brixen: Gespräch mit einem Regens über die Vorbereitungen vor Ort / Generalaudienz mit Papst Benedikt XVI. in Sankt Peter

Donnerstag Abend, 3.7.2008: Youngradio – Jugend-Magazin
Themen u.a.: Dresdner Kappellknaben singen in Rom und treffen sich mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich / Papst will in Sydney einen Schweizer firmen... wir haben ihn ausfindig gemacht

Freitag Abend, 4.7.2008: Prisma-Magazin
Themen u.a.: Erzbischof Marx von München: Die Pastoralreform in meinem Erzbistum / Streit an der Katholischen Uni Eichstätt: Gespräch mit der Konvents-Präsidentin

Samstag Abend, 5.7.2008: Kommentar der Woche: Sr. Christine Gleixner, Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich
Sonntagsbetrachtung:Andrea Kober-Weikmann, Pastoralreferentin aus Würzburg

Jeweils 20.20 Uhr und am Folgetag um 6.20 Uhr


Radio Vatikan sendet täglich:

16.00 Uhr „Treffpunkt Weltkirche“ (KW 5885, 7190, 7250, 9645)

6.20 Uhr „Magazin“: (1530 kHz, 4005 kHz, 7250 kHz)

20.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag: (1530 kHz, 4005 kHz, 5885 kHz, 7250 kHz)

Radio Vatikan ist außerdem zu hören bei:

  • Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr, über ASTRA 1A - Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). Im Kabel u.a.: München 89,6 / Augsburg 106,45 / Regensburg 101,8 / Rosenheim 101,5 / Kempten 103,6 / Luxemburg 100,5.
  • domradio Köln zwischen um 18.00 Uhr und 20.00 Uhr hören Sie mehrere Beiträge von Radio Vatikan aus dem Nachrichtenjournal.
  • World-Radio-Network um 0.45, 4.30, 08.00, 09.30 und 16.00 Uhr (MESZ), über ASTRA 1H, Tonunterträger von MTV-deutsch, 12.633,25 MHz Horizontal. In Berlin auf UKW 97,2.
  • Radio Stephansdom um 19.40 Uhr, in Wien auf UKW 107,3 kHz.
  • Radio Grüne Welle um 6.30, 10.00 und 16.00 Uhr, in Südtirol auf UKW 103,0 (Bozen) und 97,8 (Brixen)
  • Radio Maria Österreich um 16.00 und 18.00 Uhr im Großraum Innsbruck auf UKW 104.8 und im Mostviertel/NÖ auf UKW 104.7. Im Kabel u.a. Telekabel Wien 102.7 MHz

KONTAKTAUFNAHME:

Verantwortlich: P. Eberhard v.Gemmingen SJ / Stefan v. Kempis
Radio Vatikan, Deutschsprachige Abteilung
I-00120 Città del Vaticano
E-Mail : deutsch@vatiradio.va

 






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