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Meldungen vom 1.5.2008

- USA: Umfragewerte des Papstes steigen -
- Simbabwe: Wahlen weiter in der Kritik -
- D: Bischof Wanke warnt vor Extremisten -


Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Stefan von Kempis

Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr.

THEMEN DES TAGES:

USA: Besseres Bild vom Papst
Der Papst-Besuch in den Vereinigten Staaten hat das Bild von Benedikt XVI. in der US-Öffentlichkeit einer Umfrage zufolge deutlich verbessert. In der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung gaben 65 Prozent der Befragten an, sie schätzten den Papst nun positiver ein als vor der Reise. 14 Prozent sagten, ihr Papst-Bild habe sich verschlechtert. Von der katholischen Kirche haben den Angaben zufolge 52 Prozent der US-Bewohner nun eine positivere Einschätzung, auf zwölf Prozent trifft das Gegenteil zu. Benedikt hatte die USA Mitte April sechs Tage lang besucht. Dabei rief er die dortige katholische Kirche wiederholt zur Erneuerung nach ihrem schweren Missbrauchsskandal auf. Mit den Entschuldigungen des Kirchenoberhaupts zu diesem Thema zeigten sich in der Umfrage 58 Prozent der Teilnehmer zufrieden. Allerdings fanden nur 32 Prozent, dass genug unternommen worden sei, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern. (reuters)

USA: Arinze, „Laien ergreifen die Initiative“
Nicht nur der Papst war in letzter Zeit in den USA, sondern auch sein „Liturgie-Minister“, der aus Nigeria stammende Kurien-Kardinal Francis Arinze. Er hielt Vorträge an mehreren Universitäten – und staunte über eine Initiative in Detroit, wo gerade ein so genanntes „Petrus-und-Paulus-Kolleg“ gegründet wird.
„Es sind Laien, die die Vorbereitungen zur Gründung dieses Kollegs treffen. Diese Laien haben den Eindruck, dass bei einigen großen katholischen Universitäten die spezifisch katholische Identität nicht immer sehr klar ist, und wollen darum kleinere Einrichtungen mit höchstens vierhundert Studenten, an denen Professoren wie Studenten wirklich in der Kirche „gegründet“ sind. Es ist schön, zu sehen, dass es Laien sind, die solche Initiativen ergreifen – und dass der Ortsbischof seinen Segen dazu gibt.“ (rv)

Deutschland: Aktion für Arbeitslose
„Gute Taten kosten – Investieren Sie in Menschen!“ So heißt eine Aktion für Arbeitslose im Bistum Aachen. In allen Kirchen des Bistums wird am kommenden Wochenende für die Seelsorge und Hilfe für Arbeitslose gesammelt. Bischof Heinrich Mussinghoff erläutert:„Massenarbeitslosigkeit führt zur Verarmung breiter Schichten in der Gesellschaft. Menschen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, isolieren sich und sie werden isoliert; sie fühlen sich häufig nutzlos und verlieren oft ihr Selbstwertgefühl.“ (pm) 

Heute: Himmelfahrt und Erster Mai
Zwei unterschiedliche Feste fallen an diesem Donnerstag zusammen: Christi Himmelfahrt und Erster Mai. Christi Himmelfahrt wird von allen christlichen Kirchen jeweils am 40. Tag nach ihrem Osterfest begangen. Der Inhalt des Festes ist ursprünglich ein Teil des Oster-Geheimnisses: Hier geht es nämlich um den rettenden Durchgang Jesu durch den Tod ins Leben, an dem wir Anteil erhalten. In den ersten Jahrhunderten der Kirche wurde das an Ostern oder auch an Pfingsten „mitgefeiert“. Die Aussage des Himmelfahrtstages, dass Jesus erhöht und bei Gott ist, gehört zu Ostern. Nur bei Lukas in der Apostelgeschichte wird die Aussage der Erhöhung von der Aussage der Auferstehung getrennt - und auch zeitlich unterschieden. Und erst seit dem 4. Jahrhundert entwickelte sich ein eigenständiges Fest Christi Himmelfahrt.
Und der Erste Mai? Der wird seit den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts von der internationalen Arbeiterbewegung als „Tag der Arbeit“ begangen. Pius XII. lud den Tag dann christlich auf, indem er ihn 1955 zum Gedenktag für Josef den Arbeiter machte. Und was verbindet an diesem Donnerstag Christi Himmelfahrt mit dem Ersten Mai? Es ist wirklich eine Art Vatertag, ein Fest der Väter: Jesus kehrt zu seinem himmlischen Vater zurück – und wir denken gleichzeitig an seinen irdischen „Vater“, den Zimmermann Josef. (rv/kap/tedeum)

Buchempfehlung: „Der heilige Josef“
Passend zum heutigen Tag empfehlen wir Ihnen ein Buch über den heiligen Josef. Ludwig Waldmüller hat für Sie hineingeschaut:
Er ist der Inbegriff des bescheidenen „In-der-zweiten-Reihe-Stehens“: Der heilige Josef. Als Pflegevater Jesu kommt ihm in der Bibel und der Tradition der Kirche nun wirklich kein Platz im Rampenlicht der Überlieferung zu. Trotzdem hat der heilige Zimmermann schon seit Jahrhunderten einen wichtigen Stand im Bewusstsein der Menschen. Aber wer war er? Was sind denn überhaupt die Quellen über ihn? Was sagen die Theologen? Wie wurde er in der Kunst dargestellt? Was dachten die Menschen über ihn, den Patron der Sterbenden, den Patron der Arbeiter, den gehorsamen, bescheidenen Mann „aus dem Geschlechte David“?
Umfassende Literatur über den heiligen Josef zu finden, ist gar nicht so einfach. Im Gegenteil: Oft kommt der Mann aus Nazareth nur in Randnotizen oder unter „ferner liefen“ vor; auch die so genannte „Josefologie“ hat bei den Menschen keinen wirklichen Rückhalt gefunden. Dem kann nun abgeholfen werden: Der Lindenberger Kunstverlag Josef Fink hat vor wenigen Wochen ein neues Buch vorgelegt, das nämlich den heiligen Josef zum Thema hat. Dabei kam es Verleger und Herausgebern ausdrücklich darauf an, ein Buch zu schaffen, das nicht nur die Fachwelt interessiert, sondern jeden, der sich über den heiligen Josef informieren möchte, ansprechen kann. Herausgekommen ist eine farbenfrohe Sammlung von Artikeln, Bildern und Beiträgen, die Vergleichbares sucht.
Die Herausgeber legten großen Wert auf verständliche, kurze Artikel, in denen Theologisches, Künstlerisches, Folkloristisches und ähnliches erklärt werden – aber eben so, dass das Buch auch für Nichtfachleute lesenswert ist und bleibt. Da geht es genauso um „Josef im Neuen Testament“ wie auch um den „heiligen Josef im kleinen Andachtsbild“, um den heiligen Josef als Namenspatron in der Pflanzenwelt oder als Erster Patron des Landes Tirol. Ebenso finden sich Artikel über die Josefsverehrung im Theresianischen Karmel, über Josef als den „ungerühmten Held des Hörens“ oder auch übers  „Windelwaschen und das Römische Hochgebet“. Das Buch ist wirklich ein gelungenes Werk, das nicht nur in den Bücherschrank eines jeden Interessierten gehört, das nicht nur den Namenspatron des aktuellen Papstes in vielen Facetten beleuchtet, sondern das sich auch als perfektes Geschenk für alle Josefs, Sepps, Beppos, Josefines und Jupps empfiehlt.
Das Buch heißt „Der heilige Josef“, ist im Kunstverlag Josef Fink erschienen und kostet 24 Euro.


DIE NACHRICHTEN:

Europa 

Deutschland
Der Erfurter Bischof Joachim Wanke hat vor der Wahl von Extremisten gewarnt. Die „Sieg Heil“ schreiende Rechte mit ihren nationalistischen Parolen dürfe nicht als bloßer Protest verharmlost werden, sagte Wanke am Donnerstag im Wallfahrtsort Klüschen Hagis im thüringischen Eichsfeld. In keinem Dorf im Eichsfeld dürften solche Kräfte „schweigenden Rückenwind, geschweige denn Zuspruch mit Hilfe von Stimmzetteln erfahren“, so der Bischof. Gleiches gelte für diejenigen Kräfte, die den gescheiterten Staatssozialismus der DDR nostalgisch verklärten; zugleich stellten sie häufig die Toten an der Grenze sowie die politischen Häftlinge in Bautzen als Lappalie dar. (kna)
Im oberbayerischen Altötting und im niederrheinischen Kevelaer, den beiden größten deutschen Pilgerorten, ist am Donnerstag das Wallfahrtsjahr eröffnet worden. Mit drei symbolischen Hammerschlägen öffnete der Kölner Kardinal Joachim Meisner das Pilgerportal der Marienbasilika in Kevelaer. Im vergangenen Jahr waren laut Bistum Münster 800.000 Pilger nach Kevelaer gekommen. In Altötting feierte der Passauer Bischof Wilhelm Schraml einen Festgottesdienst. Der im Bistum Passau gelegene Wallfahrtsort ist das beliebteste Ziel der deutschen Pilger. Einer Studie zufolge kennen elf Millionen Bundesbürger die Stadt. Jährlich kommen mehr als eine Million Menschen. (kna)
16.000 Menschen haben in Bremen an der Eröffnung eines christlichen Festivals teilgenommen. Das so genannte „Christival“ wird von evangelischen Gruppen veranstaltet und hat das Motto: „Jesus bewegt“. Am Rande der Veranstaltung an der Bremer Bürgerweide kam es zu einer Demonstration von ca. 500 Christival-Gegnern. (pm)

Schweiz
Der scheidende Präsident des Israelitischen Gemeindebunds, Alfred Donath, warnt davor, durch Kritik an Israel antisemitische Gefühle in der Schweiz zu schüren. „Jede Verschärfung der Spannungen im Nahen Osten, ob es nun die Libanon-Kriege oder die Intifadas seien, löste in der Schweiz zahlreiche gegen Israel gerichtete Manifestationen aus“, sagte Donath auf der Delegiertenversammlung in La Chaux-de-Fonds. Die Zahl der Antisemiten in der Schweiz schwanke stark, aber jede Krise im Nahen Osten gebe ihnen willkommene Gelegenheit, sich bemerkbar zu machen, sagte Donath. Natürlich seien die Kritik und die Reaktionen auf die Politik Israels grundsätzlich legitim und nicht an sich antisemitisch. Aber dadurch werde auch der Antisemitismus geschürt, „denn jene, welche die Schweizer Juden dafür verantwortlich machen, sind zahlreich“. (kipa)

Frankreich
Der berühmte „Mont Saint-Michel“ in der Normandie wird 1300 Jahre alt. Das Festjahr startete an diesem Donnerstag mit einer Messfeier des Pariser Erzbischofs, Kardinal André Vingt-Trois, in der Abtei. Fünf Brüder und fünf Schwestern der „Gemeinschaft von Jerusalem“ betreuen derzeit geistlich den Ort, der Jahr für Jahr von Millionen von Menschen besucht wird. (apic) 

Afrika

Simbabwe
Die Wahlen vom 29. März waren „alles andere als frei und fair“. Sie wurden „zugunsten des Amtsinhabers beeinflusst, der sich dazu unverhüllt staatlicher Mittel bediente“. Das erklären zwei ökumenische Einrichtungen in ihrem Bericht über die Wahlen, der jetzt veröffentlicht wurde. Das Volk von Simbabwe habe „am Wahltag seinen Willen zum Ausdruck gebracht“, und dieser Wille müsse „verteidigt und respektiert“ werden. Deshalb sollten „die Wahlergebnisse umgehend und bedingungslos bekannt gegeben werden, um das Land zu befrieden und zu einen“, heißt es in dem Bericht der gemeinsamen Beobachtungsmission, die der Weltrat der Kirchen und die Gesamtafrikanische Kirchenkonferenz nach Simbabwe entsandt hatten. Als Methoden, um die Wahlen vom 29. März zu beeinflussen, nannte der Bericht unter anderem „Gewaltanwendung, Einschüchterung und offene Konfrontation“ wie auch die Tatsache, dass die Regierung Nahrungsmittel als „politisches Werkzeug“ einsetze. Der Bericht stellt auch fest, dass sich die Kirchen in Simbabwe zwar „offen für transparente Regierungsstrukturen“ einsetzen, „aber nicht mit einer Stimme gesprochen und im Laufe der Jahre offenbar das Drehbuch gewechselt haben“. Es werde immer dringender, dass die Kirchen „ihre Stimme erheben und gehört werden und dass sie dem Volk von Simbabwe gegenüber eine Führungsrolle übernehme“.
Derweil kommt es in Simbabwe einen Monat nach der Präsidentenwahl jetzt zur  Stichwahl. Von der Wahlkommission gab es erstmals Teil-Ergebnisse des Urnengangs vom 29. März. Nach ihren Angaben hat Oppositionsführer Morgan Tsvangirai zwar die erste Runde der Wahlen gewonnen. Er verfehlte aber – so die offizielle Darstellung – die absolute Mehrheit. Die Opposition ging nach eigenen Schätzungen bisher von einer absoluten Mehrheit für Tsvangirai schon im ersten Durchgang aus. (pm)

Sudan/Vereinte Nationen
Die UNO-Blauhelme bleiben zwölf weitere Monate im Südsudan. Das beschloss jetzt in New York der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Die etwa 10.000 UNO-Soldaten sind seit drei Jahren im Südsudan präsent. Sie überwachen die Umsetzung des Friedensabkommens, das einen mehr als zwanzigjährigen, blutigen Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südsudan beendet hat. (reuters)

Somalia
Die Gewalt in dem Land reißt nicht ab. Nach Angaben von Nachrichtenagenturen wurden bei Luftangriffen mehrere Menschen getötet. US-Kampfflugzeuge sollen aus der Luft mutmaßliche Stützpunkte von islamischen Rebellen angegriffen haben. (ap)

Burundi
Hutu-Rebellen haben nach Angaben von Hilfswerken fast 240 Kindersoldaten die Freiheit gegeben. In der Nähe der Hauptstadt Bujumbura wurden die Kinder an Vertreter der Afrikanischen Union und des UNO-Kinderhilfswerkes UNICEF übergeben. Die Aktion ist offenbar das Ergebnis von mehrmonatigen Verhandlungen. Die Kinder sollen jetzt wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden. (pm)

Naher Osten

Israel
Tausende von Menschen haben an diesem Donnerstag an den Holocaust gedacht. Am nationalen „Gedenktag der Helden und Märtyrer“ heulten um zehn Uhr morgens zwei Minuten lang überall im Land die Sirenen. Menschen unterbrachen ihre Arbeit zu einer zweiminütigen Pause der Besinnung und Erinnerung. (apic) 

Asien

Vietnam
Drei Dissidenten sind vom Volksgerichtshof in Ho-Chi-Minh-Stadt zu insgesamt zehn Jahren Haft und sechs Jahren Hausarrest verurteilt worden. Das berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte. Den drei Dissidenten werde „Propaganda gegen den „sozialistischen Staat Vietnam“ vorgeworfen. „Erneut wird über Dissidenten in Vietnam unter Ausschluss der Öffentlichkeit gerichtet“, beklagt der Menschenrechtsverband. Das widerspreche vietnamesischen Zusagen. Die in Frankfurt ansässige Menschenrechtsorganisation geht davon aus, dass die Verurteilung dreier China-kritischer Dissidenten im Vorfeld des olympischen Fackellaufs in Vietnam die Welle der Proteste gegen China eindämmen soll. (pm)

Nordkorea
In dem kommunistisch regierten Land werden Sicherheits- und Geheimdienstmitarbeiter theologisch geschult und angewiesen, sich als Christen auszugeben, um sich Zugang zu Gebetsversammlungen im Untergrund zu verschaffen. Das berichten Flüchtlinge aus Nordkorea nach Angaben der Agentur idea. Ziel dieser sogenannten Spionageabwehr sei es, die als Konterrevolutionäre und Staatsfeinde angesehenen christlichen Gruppen zu beseitigen. Bei der Suche nach Christen spannten die Geheimdienste auch Partei-Blockwarte ein, die Bewohner beobachten und denunzieren. Wer beispielsweise mit einer Bibel angetroffen werde, werde noch vor dem Verhör verprügelt. Zurückkehrende Flüchtlinge aus China würden befragt, ob sie in Kontakt zu südkoreanischen Missionaren oder Evangelisten gekommen seien. Wenn dies der Fall sei, würden sie dem Nationalen Sicherheitsdienst übergeben. Dann seien sie „so gut wie tot“. Christen würden meist in Arbeitslagern eingesperrt, so die Agentur weiter. Ein Agent, der 20 Jahre in einem Lager für politische Gefangene gearbeitet hatte, berichtet von Geheimexekutionen, bei denen Christen vor ihrer Erschießung ihre eigenen Gräber ausheben mussten. Dem kommunistisch regierten Land droht derweil eine neue Hungerwelle. Darauf macht das UNO-Welternährungsprogramm jetzt aufmerksam. Auch in Nordkorea seien die Preise für Reise in den letzten Monaten dramatisch gestiegen. (agi / idea) 

Australien

Die Organisatoren des Weltjugendtags sind besorgt: Die Behörden erteilen für Besucher aus dem Ausland nur schleppend die erforderlichen Einreisevisa. In den nächsten vier Wochen müssten die Verantwortlichen 100.000 Visa ausstellen, hoffen die Veranstalter des Großereignisses. Nach Agenturangaben könnte die langsame Arbeit der Behörden dazu führen, dass die Zielmarke von 225.000 Pilgern nicht erreicht wird. Nach Zeitungsangaben haben die Einwanderungsbehörden bislang ca. 21.000 Visa genehmigt. Der Weltjugendtag findet vom 15. bis zum 20. Juli in Sydney statt; auch der Papst kommt dazu aus Rom. (ansa)

Amerika

Vereinigte Staaten
Ein Gericht hat einem Ausgleich zwischen dem Bistum Davenport und Missbrauchs-Opfern zugestimmt. Der Ausgleich betrifft über 150 Menschen, die Opfer von Missbrauch durch kirchliche Mitarbeiter geworden sein sollen. Er sieht Entschädigungszahlungen in Höhe von etwa 37 Millionen Dollar vor. Zu dem Ausgleich gehört ein „Reorganisierungs-Plan“ des Bistums, das u.a. erläutert, wie in Zukunft solche Missbrauchs-Fälle vermieden werden sollen. Bischof Marin Amos von Davenport erklärte: „Das ist jetzt für uns kein abgehaktes Thema. Wir haben einen Lernprozess durchgemacht und stellen jetzt Transparenz und Gerechtigkeit über alles.“ (ap)

Mexiko
Der Kampf gegen Armut muss nach Ansicht des mexikanischen Bischofs Felipe Arizmendi Esquivel untrennbar mit der Teilnahme an Gottesdiensten verbunden sein. Andernfalls entstehe der Eindruck, dass es sich um selbsternannte Erlöser handle, sagte Arizmendi zum Auftakt eines Nationalen Eucharistischen Kongresses in der Stadt Morelia. Der Bischof der mexikanischen Diözese San Cristobal de las Casas betonte, manche Leute setzen sich sehr für die Armen ein und gäben ihr Leben für deren Befreiung hin; zugleich jedoch mäßen sie der Eucharistie wenig Bedeutung bei. Nur wer Gottesdienste besuche und die Eucharistie empfange, leiste jedoch einen wirklichen Dienst an Armen, sagte Arizmendi. Die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten ließen sich nicht voneinander trennen. (kna)


Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, ADN-Kronos, Upi, Cns, Uca, Misna, Osservatore Romano – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.

 






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