Meldungen vom 12.5.2008
- Papst: Frieden in Nahost überfällig -
- Päpstlicher Aufruf zum Lebensschutz -
- Burma: Erste Hilfen kommt an -
Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Stefan von Kempis
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr.
THEMEN DES TAGES:
Papst an Israel: „Friedensprozess fortsetzen!”
Auch Papst Benedikt gratuliert dem Staat Israel zu seinem 60. Geburtstag in diesen Tagen. Im Vatikan empfing er an diesem Montag den neuen israelischen Botschafter. Dabei drängte er die Regierung in Tel Aviv auch dazu, in ihren Bemühungen um Frieden in Nahost nicht nachzulassen. Und er hoffte auf einen „baldigen, zufriedenstellenden Abschluss” der Verhandlungen um ein juristisches Abkommen zwischen Israel und dem Vatikan.
Hier sind die Kernsätze aus der Papst-Rede:
60 Jahre Israel: „Ich gratuliere sehr herzlich zu dieser Feier. Wir danken mit Ihnen dem Herrn, dass die Sehnsucht der Juden nach einer Heimat im Land ihrer Väter erfüllt worden ist. Und wir hoffen, bald noch eine größere Freude zu erleben, wenn endlich ein gerechter Friede den Konflikt mit den Palästinensern löst.”
Emigration von Christen: „Natürlich sind die Christen nicht die Einzigen, die unter Unsicherheit und Gewalt wegen der Konflikte in der Region leiden. Aber sie sind im Moment besonders verwundbar. Ich bete, dass angesichts der wachsenden Freundschaft zwischen Israel und dem Heiligen Stuhl Wege gefunden werden, um der christlichen Gemeinschaft neue Sicherheit zu geben. Sie sollen Hoffnung auf eine sichere und friedliche Zukunft im Land ihrer Väter haben – ohne Druck, sich in anderen Teilen der Welt ein neues Leben aufbauen zu müssen.”
Friedensprozess: „Der Heilige Stuhl anerkennt Israels legitimes Bedürfnis nach Sicherheit und Selbstverteidigung, und er verurteilt scharf jedweden Antisemitismus. Er hält auch fest, dass alle Völker ein Recht auf gleiche Entwicklungsmöglichkeiten haben. Darum bitte ich Ihre Regierung, alles zu tun, um die Schwierigkeiten, unter denen die Palästinenser leiden, zu erleichtern. Sie brauchen Freiheit, um ihren Geschäften nachzugehen und zu ihren heiligen Stätten zu reisen; auch sie sollen mehr Frieden und Sicherheit genießen. ... Der Heilige Stuhl begrüßt das Versprechen Ihrer Regierung, den (auf der Friedenskonferenz) in Annapolis (USA) angestoßenen Prozess vorwärtszubringen; er betet darum, dass die Hoffnungen und Erwartungen, die dort entstanden, nicht enttäuscht werden... Wenn alle Menschen des Heiligen Landes in Frieden und Harmonie Seite an Seite in zwei souveränen Staaten leben, wäre der Nutzen für den Weltfrieden kaum zu unterschätzen – und Israel könnte wirklich ein „Licht für die Völker” sein (Jes 42,6).”
Beziehungen Israel-Vatikan: „Man kann hoffen, dass unsere Verhandlungen über wirtschaftliche und steuerliche Angelegenheiten bald zu einem zufriedenstellenden Abschluss kommen. ... Ich weiß, dass ich für viele spreche, wenn ich die Hoffnung äußere, dass diese Abkommen (die bisher schon ausgehandelt wurden) bald in das innere Rechtssystem Israels integriert werden, so dass es für eine fruchtbare Zusammenarbeit eine dauerhafte Basis gibt. ... Sie verstehen sicher die Schwierigkeiten, die die ständige Unsicherheit über ihre Rechte und ihren Status den Christen im Heiligen Land bereitet – vor allem, was Visa für Kirchenpersonal betrifft. ... Erst wenn diese Schwierigkeiten überwunden sind, wird die Kirche frei ihre religiöse, moralische, erzieherische und karitative Arbeit im Land, wo sie entstanden ist, ausüben können.” (rv)
Libanon: Mehr als achtzig Tote
Die Lage bleibt unsicher; das Land steht am Rand des Bürgerkriegs. In den Bergen südöstlich von Beirut bekämpfen sich Drusen-Milizen. Dabei kamen am Sonntag mindestens 36 Menschen ums Leben; die Gesamtzahl der Opfer der Gewalt in diesen Tagen liegt bei 81. 250 Menschen wurden verletzt. Auslöser der Unruhen ist die schiitische Hisbollah – sie wird von Syrien und Iran unterstützt und hat der Regierung von Beirut am letzten Donnerstag offen den Krieg erklärt. Die Christen sind im neuen libanesischen Konflikt gespalten: Einige stützen die Hisbollah, andere die Regierung. Papst Benedikt hat am Sonntag eindringlich zu einem Ende der Gewalt aufgerufen. Samir Khalil Samir, ein Jesuit aus Ägypten, unterrichtet in Beirut; er ist überzeugt, dass der schlimmste Gewaltausbruch im Libanon seit Ende des Bürgerkriegs 1990 vom Ausland befeuert wird.
„Israel auf der einen, Syrien und Iran auf der anderen Seite schauen nicht nur zu. Jeder weiß hier im Libanon, dass Iran die Hisbollah bewaffnet und bezahlt. Und Syrien rächt sich über die Hisbollah an der libanesischen Regierung dafür, dass die syrischen Soldaten aus dem Land geworfen wurden. – Was kann die Kirche in einer solchen Lage tun? Vor allem: Daran erinnern, dass das kein Zusammenstoß Christen gegen Moslems ist. Das ist ein ideologischer Konflikt mit sozio-ökonomischen und ähnlichen Interessen. Leider hat die Kirche in den letzten zwei Jahren an Boden verloren, weil die Christen gespalten sind. Das ist für mich das Schlimmste: Wir haben keinen vernünftigen Weg gefunden. Jetzt kann man nur hoffen, dass sich die Christen nicht militärisch (in den Konflikt) hineinziehen lassen – und nicht für eine gewaltsame Lösung eintreten.” (rv)
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Papst: Großer Aufruf zum Schutz des Lebens
Am 22. Mai vor dreißig Jahren wurde in Italien die Abtreibung liberalisiert – und bis heute ist die gesellschaftliche Debatte über den entsprechenden Paragraphen 194 nicht abgerissen. An das Datum erinnerte an diesem Montag auch Papst Benedikt, als er das italienische „Movimento per la vita”, die nationale Bewegung für das Leben, im Vatikan empfing. Sie will in den nächsten Tagen und Wochen mit einer Vielzahl von Veranstaltungen die Italiener für das Thema Lebensschutz sensibilisieren. In seiner Ansprache meinte der Papst: „Wenn man die letzten drei Jahrzehnte überschaut und dann sieht, wo wir jetzt stehen, dann kommt man nicht um die Feststellung herum: Es ist heute praktisch schwieriger geworden, das menschliche Leben zu verteidigen, weil eine Mentalität entstanden ist, die seinen Wert allmählich herabstuft und ihn dem Urteil des Einzelnen anheim stellt. Daraus ist ein schwindender Respekt für die menschliche Person entstanden – für einen Wert also, der die Basis allen zivilen Zusammenlebens ist, ganz unabhängig vom religiösen Bekenntnis des Einzelnen.
Natürlich sind die Gründe, die zu einer schmerzlichen Entscheidung wie der Abtreibung führen, vielfältig und komplex. Die Kirche erfüllt den Auftrag ihres Herrn, wenn sie unermüdlich wiederholt, dass der heilige Wert jeder menschlichen Existenz seine Wurzeln im Plan des Schöpfers hat. Auf der anderen Seite ermutigt sie jede Initiative, die Frauen und Familien hilft, um Bedingungen zu schaffen, die für die Aufnahme des Lebens günstig sind, und um die Einrichtung der Familie zu schützen, die auf der Ehe zwischen Mann und Frau ruht. Dass Schwangerschaftsunterbrechungen (legal) erlaubt wurden, hat nicht nur die Probleme, unter denen viele Frauen und Familien leiden, nicht gelöst – es hat auch unseren ohnehin schon gebeutelten Gesellschaften eine neue Wunde zugefügt.”
Es gebe, so Papst Benedikt, auch heutzutage immer noch viele Probleme, die es jungen Leuten schwer oder sogar unmöglich machen, zu heiraten und eine Familie zu gründen: „Kein sicherer Arbeitsplatz, Gesetze, die Schwangerschaft nicht wirklich schützen, fehlende finanzielle Hilfen für Kinder – das sind einige Hindernisse, die den Wunsch nach fruchtbarer Liebe zu ersticken scheinen und immer mehr Misstrauen zur Zukunft schüren. Darum muss der Schutz des Lebens und die prioritäre Aufmerksamkeit für die Familie neu ins Zentrum gerückt werden... Es muss konkret bezeugt werden, dass der Respekt vor dem Leben die erste Gerechtigkeit ist, die es herzustellen gilt.”
Ausdrücklich ermunterte der Papst die Lebensschützer, sich auch in der Politik als Lobby für das Leben zu engagieren.
„Der Einsatz für die Menschenrechte bleibt die effizienteste Strategie... Darum ist euer Einsatz im politischen Raum, um dem Wort „Menschenwürde” die volle Anerkennung zu sichern, nur zu begrüßen. Mit eurer Initiative im Petitions-Ausschuss des Europa-Parlaments bekräftigt ihr (u.a.) die fundamentalen Werte des Rechtes auf Leben von der Empfängnis an und die Rechte der Familie, die auf der Ehe von Mann und Frau beruht... Das zeigt ein weiteres Mal, wie solide euer Engagement ist und wie es im Einklang mit dem Lehramt der Kirche steht, die diese Werte immer als nicht-verhandelbar proklamiert und verteidigt.” (rv)
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Vatikan: Sorge über Migranten-Ehen
Das Umfeld des Papstes ist besorgt über die Belastungen, denen Immigranten ausgesetzt sind. Die harten Lebens- und Arbeitsbedingungen machten es ihnen in der Regel fast unmöglich, ihre Ehe bzw. ihr Familienleben noch irgendwie am Leben zu erhalten. Erzbischof Agostino Marchetto vom Päpstlichen Migrantenrat, sieht seine Klientel unter fast unmenschlichem Druck: „Im Allgemeinen bedeutet dies vor allem die Trennung der Familienmitglieder, wenn nicht die ganze Familie das Ursprungsland gemeinsam verlässt. Aber auch wenn die gesamte Familie gemeinsam aufbricht, entstehen Notlagen. Gerade die Schwierigkeiten, welche die Mitglieder der Familie im Ankunftsland erfahren und erleben, sind dann oft Grund für das Auseinanderfallen. Auch diejenigen, die im Tourismus oder auf den Schiffen arbeiten, fühlen die Trennung von den Familien, auch wenn es sich um eine zeitweise und nicht dauerhafte handelt. Wer in den Flughäfen arbeitet hat hingegen lange und nicht regelmäßige Arbeitszeit, was sich auch auf das Familienleben auswirkt.”
„Lange Trennungen”, so der Vatikan-Mann, könnten „Grund zur Untreue der Ehepartner werden”.
„So verliert auch der abwesende Elternteil Autorität gegenüber den Kindern (und vielleicht auch ihre Liebe und Anhänglichkeit). Wer bei ihnen bleibt, ist gezwungen, die Rolle beider Elternteile zu übernehmen, aber die Kinder vermissen die Person des ausgewanderten Elternteiles. Sie erleben im fremden Land den Unterschied zwischen der Kultur der Eltern und der Kultur des Landes, in dem sie leben, im Sinne einer doppelten, auseinanderspreizenden Zugehörigkeit.”
Migranten und Familie – ein Problemfeld, mit dem sich der Päpstliche Migrantenrat von Dienstag an bei einer Konferenz beschäftigen will. Erzbischof Marchetto setzt auf verstärkte Seelsorge an Menschen unterwegs. Von der Idee, dass man das Christentum doch etwas modifizieren könnte, um den Menschen heute ihr Leben zu erleichtern, hält er nichts.
„Es ist nicht immer leicht, das zu befolgen, was die Kirche lehrt, denn sie folgt nicht der Mode der Gesellschaft „benutze und wirf weg”. Die Kirche versucht die Menschen zu leiten, den Plan der Liebe Gottes anzunehmen, und sich nicht einen Gott zu schaffen nach persönlichem Wunsch. Deshalb kann die Kirche keine Kompromisse schließen, um einen leichten Weg aufzuzeigen, der nicht so ist, wie Gott ihn für seine Geschöpfe, für seine Kinder, vorgesehen hat. Wenn sie das nämlich tun würde, würde sie die Menschen ins Unglück stoßen. Sie zieht es also vor, keinen zu täuschen…” (rv)
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Papstpredigt an Pfingsten - Hier zum Nachhören
Die Pfingstpredigt des Papstes auf deutsch
Liebe Brüder und Schwestern!
Die Pfingsterzählung, die wir eben in der ersten Lesung gehört haben wird von Evangelisten Lukas ins zweite Kapitel der Apostelgeschichte verlegt. Das Kapitel beginnt mit dem Ausdruck eingeleitet: Als der Pfingsttag zu Ende ging, waren alle an einem Ort beisammen. Diese Worte beziehen sich auf das vorhergehende Bild, in dem Lukas die kleine Gemeinschaft der Jünger beschreibt, die sich ständig in Jerusalem nach der Aufnahme Jesu in den Himmel versammelt hielt. Es ist eine von vielen Details geprägte Beschreibung: Der Ort, wo sie wohnten – der Abendmahlsaal – liegt im ersten Stock, die elf Apostel werden namentlich aufgezählt, die ersten drei sind Petrus, Johannes und Jakobus, die Säulen der Gemeinschaft. Mit ihnen werden genannt „einige Frauen”, Maria die Mutter Jesu und seine Brüder, die jetzt in seine neue Familie eingegliedert sind, die auch nicht mehr auf die Bande des Blutes, sondern auf den Glauben an Jesus gegründet ist.
Auf dieses „neuen Israel” spielt klar die ganze Zahl der Personen an. Es waren rund 120, das Zehnfache der 12 des Apostelkollegiums. Diese Gruppe bildet wirklich ein Qahal, eine Versammlung nach dem Modell des Alten Bundes, eine Gemeinschaft, die zusammengerufen ist, um die Stimme des Herrn zu hören und auf seinen Wegen zu gehen. Das Buch der Apostelgeschichte unterstreicht, dass diese alle andauernd und einmütig im Gebet versammelt waren. Das Gebet ist also die Hauptaufgabe der entstehenden Kirche, durch das sie ihre Einheit vom Herrn findet und sich von seinem Willen führen lässt. Das zeigt auch das Loswerfen, um einen an die Stelle von Judas zu wählen.
Diese Gemeinschaft fand sich auch versammelt an dem gleichen Ort, dem Abendmahlsaal, am Morgen des hebräischen Pfingstfestes, dem Fest des Bundes, an dem man des Ereignisses vom Sinai gedachte, als Gott, durch Moses, Israel vorgeschlagen hat, sein Eigentum unter allen Völkern zu werden, um ein Zeichen seiner Heiligkeit zu sein. Nach dem Buch Exodus wurde dieser alte Bund begleitet durch eine erschreckende Manifestation der Macht Gottes. Man liest da: der Berg Sinai hüllte sich in Rauch, denn auf ihn war der Herr im Feuer herabgestiegen und sein Rauch stieg auf wie der eines Feuerofens: der ganze Berg bebte stark. Wir finden die Elemente des Windes und des Feuers am Pfingsten des Neuen Testamentes, aber ohne das Phänomen der Angst. Speziell nimmt das Feuer die Gestalt der Zungen an, die sich auf jeden der Jünger niederließen, die alle voll des Heiligen Geistes waren und daher anfingen, in anderen Sprachen zu sprechen. Es handelte sich um eine echte und eigentliche Feuer-Taufe der Gemeinschaft, eine Art Neugeburt. An Pfingsten wird die Kirche nicht durch menschlichen Willen gegründet, sondern durch die Kraft des Geistes Gottes. Und sofort wird erkennbar, wie dieser Geist einer Gemeinschaft Leben gibt, die gleichzeitig eine und universal ist und so den Fluch von Babel überwindet. De facto kann nur der Heilige Geist, der die Einheit in der Liebe und in der gegenseitigen Annahme der Verschiedenheiten annimmt, die Menschheit von der ständigen Versuchung eines irdischen Machtstrebens, das alles beherrschen und vereinheitlichen will, befreien.
Gemeinschaft im Geiste, Gemeinschaft des Geistes. So nennt der Heilige Augustinus in einer Predigt die Kirche. Aber schon vor ihm hat der Heilige Irenäus eine Wahrheit formuliert, an die ich gerne hier erinnere. Wo die Kirche ist, da ist der Geist Gottes, und wo der Geist Gottes ist, da ist die Kirche und alle Gnade und der Geist und die Wahrheit. Sich von der Kirche entfernen bedeutet, den Geist zurückweisen – und daher: sich vom Leben ausschließen. Vom Pfingstereignis an zeigt sich voll diese Ehe zwischen dem Geist Christi und seinem mystischen Leib, der Kirche.
Ich möchte mich konzentrieren auf einen besonderen Aspekt der Aktion des Heiligen Geistes, nämlich auf die Verflechtung von Vielheit und Einheit. Davon spricht die zweite Lesung, indem sie von den verschiedenen Charismen der Gemeinschaft im gleichen Geist spricht. Schon in der Erzählung der Apostelgeschichte, die wir gehört haben, zeigt sich diese Zusammengehörigkeit in besonderer Deutlichkeit. Im Pfingstgeschehen zeigt sich klar, dass zur Kirche viele Sprachen und verschiedene Kulturen gehören. Im Glauben können sie sich verstehen und gegenseitig befruchten. Der Heilige Lukas will sicher eine grundlegende Idee übermitteln, nämlich dass die Kirche schon bei ihrer Geburt katholisch, universal ist. Sie spricht von Anfang an alle Sprachen, denn das Evangelium, das ihr anvertraut ist, ist nach Willen und Auftrag des Auferstandenen Christus, für alle Völker bestimmt. Die Kirche, die an Pfingsten geboren wird, ist nicht vor allem eine Einzelgemeinde – nämlich die Kirche von Jerusalem – sondern die Gesamtkirche, die die Sprache aller Völker spricht. Aus ihr werden später andere Gemeinschaften in allen Teilen der Welt geboren, Ortskirchen, die alle und immer Verwirklichungen der einen und einigen Kirche Christi sind. Die katholische Kirche ist daher nicht eine Föderation oder ein Zusammenschluss von Kirchen, sondern eine einige Wirklichkeit. Ontologisch – im Sein –geht die Universalkirche voraus. Eine Gemeinschaft, die nicht in diesem Sinne katholisch ist, wäre nicht einmal Kirche.
In diesem Sinne muss man noch einen anderen Aspekt hinzufügen: nämlich den der theologischen Sicht der Apostelgeschichte über den Weg der Kirche von Jerusalem nach Rom. Unter den Völkern, die an Pfingsten in Jerusalem vertreten waren, nennt Lukas auch die „Fremden von Rom”. Damals war Rom noch ferne, fremd für die entstehende Kirche. Rom war Symbol für die heidnische Welt im Allgemeinen. Aber die Kraft des Geistes wird die Schritte der Zeugen bis an die Grenzen der Erde führen, bis nach Rom. Das Buch der Apostelgeschichte endet genau da, wo der heilige Paulus durch den Plan der Vorsehung in der Hauptstadt des Reiches ankommt und dort das Evangelium verkündet. So gelangt das Wort Gottes, das in Jerusalem seinen Anfang nahm, an sein Ziel, denn Rom bedeutet die ganze Welt und inkarniert daher die lukanische Idee des Katholizismus. Die Gesamtkirche ist verwirklicht, die katholische Kirche, die die Fortsetzung des auserwählten Volkes ist und sich ihre Geschichte und Sendung zu eigen macht.
An dieser Stelle – und um abzuschließen – bietet uns das Johannes-Evangelium ein Wort, das sich sehr gut zusammenschließt mit dem Geheimnis der durch den Geist geschaffenen Kirche. Es ist das Wort, das zweimal aus dem Mund des auferstandenen Jesus kommt, als er am Osterabend im Abendmahlssaal inmitten der Jünger erscheint: Shalom, Friede sei mit Euch. Der Ausdruck Shalom ist nicht ein einfacher Gruß, er ist sehr viel mehr. Er ist das Geschenk des versprochenen Friedens, der von Jesus durch die Hingabe seines Blutes errungen worden ist. Er ist die Frucht seines Sieges im Kampf gegen den Geist des Bösen. Es ist also ein Frieden – nicht wie in die Welt ihn gibt, sondern wie nur Gott ihn geben kann.
An diesem Fest des Geistes und der Kirche wollen wir Gott danken, weil er seinem Volk, das er inmitten der Völker auserwählt und geformt hat, das unschätzbare Gut des Friedens, seines Friedens gegeben hat. Gleichzeitig erneuern wir unser Bewusstsein der Verantwortung, die mit dieser Gabe verbunden ist: die Verantwortung der Kirche, wesentlich Zeichen und Instrument des Friedens Gottes unter den Völkern zu sein. Ich habe versucht, ein Vermittler dieser Botschaft zu sein, indem ich kürzlich an den Sitz des Vereinten Nationen gereist bin, um mein Wort an die Vertreter der Völker zu richten. Aber man darf nicht nur an diese Gipfel-Ereignisse denken. Die Kirche verwirklicht ihren Dienst für den Frieden Christi vor allem in der ordentlichen Präsenz und Tat unter den Menschen durch die Verkündigung des Evangeliums und durch die Zeichen der Liebe und Barmherzigkeit, die sei begleiten.
Unter diesen Zeichen muss man natürlich vor allem das Sakrament der Versöhnung unterstreichen, das der auferstandene Christus in dem Moment eingesetzt hat, in dem er seinen Jüngern die Gabe des Friedens und des Geistes gemacht hat. Wie wir im Evangelium gehört haben, hat Jesus auf die Apostel gehaucht und gesagt: Empfangt den Heiligen Geist: Wem ihr die Sünden nachlassen werdet, dem sind sie nachgelassen, wem ihr sie nicht erlasset, dem sind sie nicht erlassen.
Wie wichtig, aber leider nicht genügend erkannt ist die Gabe der Versöhnung, die die Herzen befriedet! Der Friede Christi breitet sich nur aus durch erneuerte Herzen von Männern und Frauen, die versöhnt sind und die Diener der Gerechtigkeit geworden sind, bereit in der Welt nur kraft der Wahrheit und ohne Kompromisse mit der Mentalität der Welt den Frieden zu verbreiten, denn die Welt kann den Frieden Christi nicht geben. So kann die Kirche Ferment, Sauerteig, der Versöhnung sein, die von Gott kommt. Sie kann es nur sein, wenn sie sich vom Heiligen Geist lehren lässt und vom Evangelium Zeugnis gibt, nur wenn sie wie Jesus und mit Jesus das Kreuz trägt. Genau das bezeugen die Heiligen aller Zeiten.
Im Licht dieses Wortes des Lebens, liebe Brüder und Schwestern, möge das Gebet, das wir heute in geistlicher Gemeinschaft mit der Jungfrau Maria zu Gott erheben, glühender und intensiver werden.
Die Jungfrau des Hörens, die Mutter der Kirche, erhalte für unsere Gemeinschaften und für alle Christen eine erneute Ausgießung des Tröstergeistes. Emitte spiritum tuum et creabuntur et renovabis faciem terrae. Gieße Deinen Geist aus, alles wird neu geschaffen, und du wirst das Antlitz der Erde erneuern. Amen.
(Übersetzung: Pater Eberhard v. Gemmingen SJ)
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DIE NACHRICHTEN:
Europa
Deutschland
Der Bischof von Limburg fordert eine „Besinnung auf das Wesentliche” in der Kirche. Gleichzeitig beklagt Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst eine „praktische Übererwartung” an die Pfarrgemeinde und „theologische Überbewertungen” der Gemeinde. Neben der Familie sei die Gemeinde zwar der erste Erfahrungsort von Glauben, aber nicht der exklusive Ort von Kirche, schreibt er in seinem zu Pfingsten veröffentlichten Hirtenbrief. Tebartz-van Elst will demnach die Idee von „Pastoralen Räumen” im Bistum weiter verfolgen und Pilotprojekte etablieren, die ein Miteinander in der Seelsorge vorantreiben und mögliche Belastungen aufzeigen sollen. Diese „Bereitschaft zur Bewegung”, - so lautet der Titel seines Hirtenbriefes -, sei wegen gesellschaftlicher Veränderungen und personellen Nöten in der Seelsorte notwendig. Konkret nannte er dabei die Aufgaben der Priester, die nicht durch pastorale Dienste ersetzbar seien. Ein Wortgottesdienst mit Kommunionfeier dürfte deshalb nicht als dauerhafter Ersatz für die Eucharistie gesehen werden, da sonst das sakramentale Wesen der Kirche verloren gehe. (kna)
Die Christen sollen bewusst zwischen Gut und Böse, Richtig und Falsch unterscheiden und sich ins öffentliche Leben einmischen. Das forderte der Augsburger Bischof Walter Mixa in seiner Predigt zum Pfingstfest. Die Christen müssten dem Geist Gottes mehr Raum geben, denn eine Kirche, die sich in die Sakristei zurückziehe, verfehle ihre Sendung. „Christen dürfen keine stummen Hunde sein, wenn es um den Schutz des menschlichen Lebens, den Wert von Ehe und Familie oder den Erhalt des Sonntags als Tag des Herrn und Tag des Menschen geht”, sagte der Bischof. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Stammzellendebatte müssten sich die Christen mit der Hilfe des Heiligen Geistes und nach den Worten von Papst Benedikt XVI von der „Diktatur des Relativismus” befreien. Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen hat in einem Pfingstgottesdienst indes vor einer „Emanzipation von Gott” gewarnt. Es habe fatale Folgen, wenn der Mensch „einen immer dichteren Vorhang vor den Himmel ziehe”. Algermissen beklagte, dass man sich sogar auf grundsätzliche Werte nicht mehr einigen könne und beispielsweise menschliches Leben an seinem Beginn der so genannten Freiheit der Wissenschaft geopfert werde. (kna/pm)
Der Münchner Kardinal Friedrich Wetter hat an die Verfolgung von Christen in vielen Ländern der Erde erinnert. Von einer „gegeißelten Kirche” sprach der Kardinal in diesem Zusammenhang während eines Gottesdienstes zum Pfingstmontag in Freising. Dabei verwies er unter anderem auf die chaldäischen Christen im Irak. Viele von ihnen seien auf der Flucht, weil sie wegen ihres Glaubens um ihr Leben fürchten müssten. Glaubenszeugnis und Martyrium verfolgter Christen müsse ihren im Frieden lebenden Mitchristen die Augen öffnen, so der Kardinal. Auch in Deutschland seien Christen aufgefordert, „in vielen Dingen gegen den Strom zu schwimmen”. (kna)
Österreich
Zum Gebet für den Frieden im Heiligen Land hat Kardinal Christoph Schönborn aufgerufen. Das Gebet um Frieden müsse dem Staat Israel sowie den zerstrittenen Parteien im Libanon und der ganzen nahöstlichen Region gelten, so der der Wiener Erzbischof in seiner Pfingstpredigt. Das Wort Jesu „Der Friede sei mit euch” stehe im Mittelpunkt des Evangeliums zu diesem Fest. Das Wort „Friede” sei trotz allen Unfriedens im Heiligen Land als „Shalom” der Juden und „Salam” der Araber auch heute täglicher Gruß, erinnerte der Kardinal. Allerdings sei der Friede Jesu ein anderer als „der Friede der Welt”. Denn der Friede Jesu sei zuerst mit Vergebung verbunden. „Wo Hass, Ressentiment, Vorwürfe im Vordergrund stehen, gibt es keinen Wirklichen Frieden”, so Schönborn. (kap)
Afrika
Sudan
Der Darfur-Konflikt belastet immer mehr das Verhältnis zwischen dem Sudan und seinem Nachbarland, dem Tschad. Nach einem Angriff von Rebellen aus Darfur auf Vororte der sudanesischen Hauptstadt Khartum hat die sudanesische Regierung ihre diplomatischen Beziehungen zum Tschad abgebrochen. Sie wirft dem Nachbarn vor, die Rebellen bei der Attacke vom Samstag unterstützt zu haben. (afp)
Senegal
Zehntausende von jungen Christen aus dem ganzen Land haben an diesem Montag an der 120. Pfingstwallfahrt teilgenommen. Thema des traditionsreichen Ereignisses war diesmal der Dialog mit dem Islam, zu dem sich 95 Prozent der Senegalesen bekennen. Die Wallfahrer legten einen Fußmarsch von der Hauptstadt Dakar ins 70 km entfernte Popenguine zurück, um den kürzlich verstorbenen Scheich Habibou Mountaga Daha Tall zu ehren. Dieser war eine der großen Persönlichkeiten des interreligiösen Dialogs im Senegal gewesen. Die Christen im Senegal machen etwa fünf Prozent der Bevölkerung aus. Im Senegal herrscht eine tolerante, von der Sufi-Mystik gezeichnete Spielart des Islams vor. Das Land gilt als Modell für das friedliche Zusammenleben der Religionen. (afp)
Demokratische Republik Kongo
Caritas Afrika drängt die Bischöfe des Kongo, dem Kampf gegen Aids mehr Priorität zu geben. Aids sei ein Thema, das alle angehe; die Kirche könne es nicht einfach unter „Mitleid für die Kranken” abbuchen. Die Seelsorge an Aids-Kranken müsse organisiert sein und zeigen, dass das Thema der Kirche wirklich wichtig ist. (apic)
Asien
Burma
Trotz großer logistischer Probleme und Behinderungen durch die Militärregierung ist Hilfe für die Opfer des Zyklons „Nargis” möglich. Das betont die Diakonie-Katastrophenhilfe von Rangun aus. Die Helfer hätten vor allem mit gewaltigen Kommunikationsproblemen und fehlenden logistischen Möglichkeiten zu kämpfen. Alle Festnetzleitungen seien zerstört, und das Mobilnetz funktioniere nur rund zehn Kilometer im Umkreis von Rangun. Dazu komme, dass – auf Grund der restriktiven Bestimmungen - lokale NGOs, buddhistische Klöster und Kirchen kaum im Besitz von Mobiltelefonen sind. Wegen der fehlenden Kommunikationsmöglichkeiten werde auch erst allmählich das volle Ausmaß der Katastrophe deutlich. Allein aus der Region Bogale seien inzwischen 85.000 Todesopfer bestätigt worden, so der Diakonie-Mitarbeiter. Aus der Region rund um Labutta gebe es nach wie vor hingegen nur spärliche Nachrichten. Hunderte Dörfer seien aber völlig ausradiert. Ein achtköpfiges Helfer-Team der Malteser hat am Sonntag unter großem Jubel der Bevölkerung die Küstenstadt Labutta erreicht und dort eine Nothilfe-Klinik in Betrieb genommen. Der große LKW der Maltester und zwei Begleitfahrzeuge konnten den Weg von Rangun in die Delta-Region ohne Behinderungen zurücklegen. Die Maltester sind eine der ersten Hilfsorganisationen in dieser am schwersten betroffenen Region. Die Militärregierung hat, womöglich dem internationalen Druck gehorchend, einige Schleusen für internationale Helfer geöffnet. Dramatisch sind weiterhin die Logistikprobleme, mit denen die Helfer an Ort und Stelle zu kämpfen haben. Treibstoff sei rationiert, Benzin auf Vorrat zu lagern sei verboten, was die Hilfstransporte massiv beeinträchtigt, so der Diakonie-Mitarbeiter. Die Regierung versuche alles, „um zu erzwingen, dass die Verteilung von Hilfsgütern nur über Regierungsstellen möglich ist”. Doch einige wenige lokale NGOs könnten an Ort und Stelle durchaus sinnvolle Soforthilfe leisten. So sei es gelungen, rund 40 Dörfer mit dem Nötigsten zu versorgen. Das scheine nicht viel, bringe aber immerhin 50.000 Menschen substanzielle Hilfe”. Die UNO rechnet mittlerweile mit ca. 100.000 Todesopfern nach dem Zyklon. Das Leben von bis zu 1,5 Millionen Menschen ist nach Angaben britischer Helfer akut durch Seuchen gefährdet. Bislang hat – über eine Woche nach „Nargis” – nur rund ein Viertel der Notleidenden Hilfe erhalten. (rv/diverse)
Nur zögernd und unter starkem Druck von außen hat das Militärregime von Burma (oder: Myanmar) das Land für ausländische Helfer geöffnet – und keiner kann vorhersagen, ob die Generäle nicht bald wieder die Schotten dicht machen. Was tun in einem solchen Fall? Ein Kommentar von Pater Eberhard v. Gemmingen, dem Leiter von Radio Vatikan (dt.). Vor etwa einem Monat hat Papst Benedikt vor der UNO gesagt, wie die Völkergemeinschaft mit einem solchen Problem umgehen müsste. Wörtlich sagte er: „Jeder Staat hat die vorrangige Pflicht, seine Bevölkerung vor schweren und wiederholten Verletzungen der Menschenrechte zu schützen, wie auch vor den Folgen humanitärer Krisen, die sowohl von der Natur als auch vom Menschen verursacht werden. Wenn sich herausstellt, dass die Staaten nicht in der Lage sind, einen solchen Schutz zu garantieren, steht es der internationalen Gemeinschaft zu, mit den von der Charta der Vereinten Nationen und anderen internationalen Übereinkommen vorgesehenen rechtlichen Mitteln einzugreifen.” Also: Die internationale Gemeinschaft könnte mit ihren Mitteln rechtlich auch in Myanmar eingreifen. Sie dürfte es tun. Und sie müsste es tun. Freilich ist die Frage in Myanmar so plötzlich gekommen, dass die Gremien überfordert sind. Auch wäre nicht klar, wie aggressiv das Militär dort auf den internationalen Eingriff reagieren würde. Aber es kann wohl niemand sagen: Die Rechtsordnung der Welt erlaubt das nicht. Nach Ansicht der katholischen Kirche darf und muss die Welt in Myanmar eingreifen – auch wenn dort keine Terroristen ausgebildet werden. (rv)
Amerika
Mexiko
Die Bischöfe zählen das Recht auf Elternschaft zu den Menschenrechten. In einer Botschaft zum Muttertag fordern sie, die Gesellschaft müsse sich für dieses Recht genauso engagieren wie für andere. Mit Blick auf patriarchale Strukturen in Mexikos Gesellschaft warnen sie davor, die Rolle der Frauen und der Mütter in allen Lebensbereichen herabzuwürdigen. (apic)
Kolumbien
Zwei Geistliche aus dem Norden des Landes weichen dem Druck einer paramilitärischen Gruppe. Nachdem ihre Namen auf einer „Todesliste” des Verbandes gefunden wurden, haben sie ihre Pfarreien verlassen und sind jetzt nach Auskunft der Behörden „in Sicherheit”. Die Gruppe, die die Priester in der letzten Zeit immer wieder mit dem Tod bedroht hat, soll in den Drogenhandel verwickelt sein. (apic)
Vereinte Nationen
Die Vereinten Nationen sehen große Chancen für eine Reis-Rekordernte. Das erklärte ihre in Rom ansässige Landwirtschaftsorganisation FAO am Montag. Zum Jahresende könnte die bisherige Bestmarke von 666 Millionen Tonnen erreicht werden; das bedeute ein Wachstum um 2,3 Prozent. Allerdings könne sich das erwartete Ergebnis durch den Zyklon von Burma noch nach unten verschieben. Die Reis-Preise sind im letzten halben Jahr nach FAO-Schätzung um etwa 76 Prozent gestiegen. Die Experten erwarten, dass sie auf absehbare Zeit auf hohem Niveau bleiben werden – trotz Hunger-Protesten in einigen Ländern und internationalen Anstrengungen. Wenn Export-Beschränkungen nicht in den nächsten Monaten gelockert würden, dann werde der Reis-Preis bis zum Herbst nicht sinken. (pm)
Die Quellen unserer Nachrichtensendung
sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress,
Ansa, Efe,
Afp, Kipa,
Reuters, Ap,
ADN-Kronos, Upi,
Cns, Uca,
Misna, Osservatore
Romano – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie
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