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Meldungen vom 1.11.2008

- Kirche feiert Allerheiligen -
- Kongo: Hektische Friedensbemühungen -
- Kath. Beteiligung an Reformations-Jubiläum?
-


Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Stefan von Kempis

Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr.

THEMEN DES TAGES:

Papst: Eine Wolke von Zeugen
Die Kirche feiert an diesem Samstag Allerheiligen – und wie Tausende von Christen in aller Welt in diesen Stunden wird auch der Papst auf einen Friedhof gehen und für die Verstorbenen beten. Benedikt wird die Grotten unter dem Petersdom besuchen; dort sind in der Nähe des Petrusgrabes viele seiner Vorgänger beigesetzt. Beim Angelusgebet an diesem Samstag meinte Benedikt XVI.: „Am heutigen Hochfest Allerheiligen richten wir unseren Blick dankbar auf die Wolke der Zeugen, die uns mit ihrem Glauben und durch ihr Leben Vorbilder geworden sind. Die Heiligen, die in der Vollendung Gott sehen, wie er ist (vgl. 1 Joh 3, 2), schauen auch auf uns und beten für uns. In diesem Blickwechsel der Liebe festigt sich die Gemeinschaft der Kirche, die durch alle Zeiten geht.“
Die Heiligen aller Epochen seien „Menschen der Seligpreisungen“, so Papst Benedikt mit Blick auf das Evangelium dieses Samstags, das die Matthäus-Fassung von Jesu Seligpreisungen bietet. Allerheiligen verstärke bei allen Gläubigen die „Anziehungskraft des Himmels“ – genau wie es der berühmte Gospel-Song formuliere: „Und wenn die Heil`gen einmarschier`n, ja dann will ich auch dabeisein!“
„Der Herr behüte euch und mache euch zu Boten seines Friedens.“ (rv)
Hier zum Nachhören

Deutschland/Vatikan: Gemeinsam das Reformationsjubiläum begehen?
Zum Reformationstag hat der Mainzer Kardinal Karl Lehmann einen Blick auf die Gemeinsamkeiten der Konfessionen angemahnt. Es werde „höchste Zeit, dass wir im Interesse einer wahrheitsgetreuen Deutung den tiefen Zusammenhang Luthers mit der ganzen Geschichte der einen, heiligen, katholischen (allgemeinen) und apostolischen Kirche stärker sehen müssen.“ Das sagte Lehmann in seiner Predigt bei der zentralen Bonner Reformationsfeier am Freitagabend in der dortigen größten evangelischen Kirche. Dabei sprach er sich für eine gemeinsame Vorbereitung der 500-Jahr-Feiern der Reformation aus. Es sei gut, „wenn wir gemeinsam in den nächsten Jahren bis 2017 das Vorhaben realisieren, zusammen zu beschreiben, wie wir die Reformation beurteilen und bewerten“. Es gebe nicht nur „die zertrümmerten Marienstatuen, sondern es gibt eine erstaunliche Kontinuität, die wir aber noch nicht auf einen gemeinsamen Nenner gebracht haben“, so der Kardinal. Als Beispiele der Verbundenheit nannte er die Bibel, die großen Glaubensbekenntnisse und die Konzilien der Alten Kirche. Aber auch durch die mittelalterliche Welt sei man enger geeint, „als uns manche Polemik zu denken übrig lässt“.
Derweil gibt es Signale für eine mögliche Einbeziehung des Vatikans in das Reformationsjubiläum 2017. (kna/idea)
Wie es weitergeht, lesen Sie hier

Kongo: Hektische Friedensbemühungen
Der Vormarsch von Rebellen im Kongo wird in aller Welt mit Sorge beobachtet: Schon jetzt herrscht in der Gegend um Goma ein Flüchtlingschaos, und die Gewalt droht auch auf Nachbarländer überzugreifen. Einen Ausweg könnte ein Friedensgipfel unter UNO-Fittichen bieten; die Präsidenten des Kongo und Ruandas, Joseph Kabila und Paul Kagame, haben angeblich am Freitag erklärt, sie seien zur Teilnahme an einem solchen Gipfel bereit. Bischöfe, Missionare und Caritas im Kongo rufen eindringlich zum Dialog auf; französische und belgische Bemühungen, ein EU-Militärkontingent in die Konfliktregion zu schicken, sind fürs erste fürs erste gescheitert. Andrea Pontiroli von „Ärzte ohne Grenzen“ und der Caritas ist in der belagerten Stadt Goma; wir konnten ihn telefonisch dort erreichen.
„Die Lage hat sich in den letzten Tagen verschärft, aber eigentlich sind es schon einige Monate, dass im ganzen Nord-Kivu der Krieg ausgebrochen ist – mit einer Gewalt, wie man sie hier in den letzten Jahren nie gesehen hat. Im Moment arbeiten wir in allen Konfliktzonen und auch in Goma. Sehr beunruhigt sind wir aber darüber, dass es ganz in der Nähe der Stadt 31 bestätigte Cholera-Fälle gibt. Das alleine zeigt schon, wie die Lage hier ist, denn die Cholera bricht ja da aus, wo zuviele Menschen auf einem Haufen sind. In einer Lage wie unserer, wo die Zivilbevölkerung so verwundbar ist, kann das sehr ernste Folgen haben. Es gibt schwer unterernährte Kinder vor allem in den entlegenen Gebieten, wo Leute sich für Wochen oder sogar Monate in den Wäldern verstecken, weil ihre Dörfer angegriffen werden.“
Wie hoch schätzen Sie die Gefahr ein, dass der Konflikt in Nord-Kivu auf die ganze afrikanische Region der Großen Seen übergreift?
„Das Risiko besteht leider – sowas ist ja schon mehrfach passiert. Die internationale Gemeinschaft sollte versuchen, den Konflikt irgendwie politisch zu lösen. Als Hilfsorganisation nehmen wir nicht direkt politisch Stellung; wir arbeiten derzeit noch in allen Konfliktregionen, auch denen, die in der Hand von Rebellen sind. Das ist nicht einfach – wir müssen ständig erklären, dass wir neutral sind und nur der Zivilbevölkerung helfen wollen. Bisher gelingt uns das aber.“
Derweil ist eine spanische Missionarin, die in Nord-Kivu arbeitet, von einer Bombe schwer verletzt worden. Nach Angaben ihres Ordens mußten der Schwester namens Presentacion Lopez Vivar beide Beine amputiert werden; der Zustand der 64-Jährigen sei sehr ernst. Die Ordensfrau arbeitete in Rutshuru im Osten des Kongo, wo es zu heftigen Zusammenstößen zwischen Armee und Rebellen kommt. (rv)
Hier hören Sie das Interview und finden mehr Informationen von Missionaren im Kongo

Papstreise nach Afrika: „Botschaft der Hoffnung“
Im März nächsten Jahres wird Papst Benedikt nach Kamerun und Angola reisen – das hat er am letzten Sonntag angekündigt. Für Papst-Sprecher Federico Lombardi ist das „eine wichtige Nachricht“. Schließlich habe Johannes Paul II. sich zwar so sehr für Afrika interessiert, dass ihn ein Kardinal einmal „Johannes Paul Africanus“ nannte, „doch war er in den letzten Jahren seines Pontifikats nicht mehr zu Reisen auf den Schwarzen Kontinent in der Lage gewesen.“ Seine letzten Afrikareisen führten ihn 1998 nach Nigeria und 2000 nach Ägypten, in den Sinai, erinnert Jesuitenpater Lombardi in einem Kommentar für uns.
„Benedikt XVI. hingegen hat schon mehrere europäische Länder besucht, Amerika und Ozeanien - und mit der Türkeireise in gewisser Hinsicht sogar Asien. Aber ein afrikanisches Land hat er noch nicht besucht. Natürlich hat er sich wegen der schweren Probleme auf dem Kontinent oft mit Afrika beschäftigt, aber eine Reise hat doch immer eine besondere Bedeutung - als Zeichen der Anteilnahme und des direkten Kontakts.“
2009 sei außerdem Jahr der Bischofs-Sondersynode für Afrika, so dass, glaubt Lombardi, in diesem Jahr der „Blick der ganzen Kirche“ nach Afrika gehen wird.
„Wir haben alle dramatische Bilder von Konflikten und Armut vor Augen - aber es gibt auch eine außerordentlich positive Vitalität auf dem Kontinent, die es zu unterstützen gilt. Die Afrikaner selbst sollen ihren Kontinent zu einem Ort der Würde und der Hoffnung machen können! Eine Botschaft der Hoffnung - das wird Benedikt für Afrika im Gepäck haben.“ (rv)
Zum Nachhören

Ackermann: „Kein Grund, Mc Cain zu wählen“
Die Wahlen in den USA stehen vor der Tür – wen würden wir wählen, wenn wir dürften? Darüber hat sich auch die engagierte deutsche Ordensfrau Lea Ackermann Gedanken gemacht. Die Gründerin des Hilfswerks „Solwodi“ nimmt in einem Kommentar für uns die republikanische Kandidatin für das Amt des Vize-Präsidenten, nämlich Sarah Palin, aufs Korn:
„Mit Hilfe dieser Bilderbuch-Emanze könnte es John Mc Cain am 4. November tatsächlich gelingen, Feministinnen in sein konservatives Lager zu locken. Wegen Sarah Palin ist in den USA eine leidenschaftliche feministische Debatte über die alte Frage entbrannt, ob Frausein allein als emanzipatorisches Polit-Programm genügt. Ich meine: nicht. Obwohl es zu wünschen wäre, dass so viele Frauen wie möglich in die von Männern besetzten politischen Führungspositionen aufsteigen, sollten vor allem die Inhalte zählen, für die eine Politikerin steht.“
Aber – so fragt sich Schwester Lea Ackermann – für welche Inhalte steht denn Sarah Palin, wenn man mal genauer hinsieht?
„Sie ist Aktivistin im nationalen Schusswaffen-Verband und hält es für das heilige Recht eines jeden Amerikaners, eine Waffe zu besitzen. Der Irak-Krieg sei ein Auftrag Gottes an die USA, verkündet sie. Obwohl sich um ihre Kinder überwiegend der Ehemann und Hausangestellte kümmern, preist sie die traditionelle Frauenrolle der nicht-berufstätigen Frau als vorbildlich. Sie nimmt die Bibel wörtlich und will den Kreationismus, also die Lehre von der Erschaffung der Erde ohne Evolution, landesweit in den Unterricht einführen. Nein – diese Frau ist absolut kein Grund, John Mc Cain zu wählen!“ (rv)
Hier hören Sie den gesamten Kommentar

Schönborn: „Regensburger Rede, bleibende Herausforderung“
Die „Regensburger Rede“ des Papstes vom September 2006 ist eine „bleibende Herausforderung“. Das meinte Kardinal Christoph Schönborn am Freitag auf einer Tagung der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften im Vatikan. Es habe sich inzwischen „herumgesprochen, dass die Regensburger Vorlesung nicht primär dem Thema Islam galt, sondern der Frage, wie Religion und Vernunft sich zueinander verhalten“, so der Wiener Erzbischof. Für Benedikt XVI. „steht die Debatte um Evolutionstheorie und Evolutionismus ganz in diesem Horizont“. Die entscheidende Frage sei, „ob am Anfang der Logos oder die Un-Vernunft steht“. Der Papst fordere eine „Selbstkritik der modernen Vernunft“; vor allem die Naturwissenschaften müßten ihren Vernunftbegriff überdenken, so Schönborn. Und wörtlich: „Einen Dialog der Kulturen kann es ernsthaft nur geben, wenn die Vernunft jene Weite hat, durch die sie über die Grenzen hinausreicht, in denen wir alle unweigerlich leben und denken. Ein wesentliches Anliegen der Regensburger Vorlesung war es, die Bedingungen der Möglichkeit eines echten interkulturellen und interreligiösen Dialogs auszuloten. Ich habe den Eindruck, dass manche islamische Gelehrte diese Herausforderung deutlicher verstanden haben als westliche Kommentatoren.“ (rv)
Lesen Sie hier die Rede von Kardinal Schönborn in voller Länge. Quelle ist der Vatikan


ALLERHEILIGEN – ALLERSEELEN:

Allerheiligen, Allerseelen: Meditationen des Papstes
Die Kirche feiert in diesen Tagen die Feste Allerheiligen und Allerseelen. Die Meditationen, die Papst Benedikt XVI. im Lauf seines Pontifikats zu diesen Tagen geschrieben hat, finden Sie hier. Ein Dossier von Stefan Kempis. (rv)
Hören und lesen Sie hier die Betrachtungen von Benedikt XVI.


DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Hinter verschlossenen Türen tritt am kommenden Dienstag das „Katholisch-Islamische Forum“ zu seiner ersten Sitzung zusammen. Die Tagung an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom ist die Antwort auf die Erklärung von 138 islamischen Theologen und Rechtsgelehrten vom letzten Jahr. Die Planungen im Päpstlichen Dialograt laufen auf Hochtouren und unter strikter Diskretion. Bislang wurden weder Tagesordnung noch Teilnehmerliste publik. Bekannt ist nur das Thema: „Gottesliebe - Nächstenliebe". In den bis Donnerstag dauernden Beratungen soll es um theologische und spirituelle Grundfragen, aber auch um Themen wie Menschenrechte und gegenseitigen Respekt gehen. Es handelt sich um den ersten wissenschaftlichen Dialog-Anlauf der beiden Religionen nach der „Regensburger Rede“ von Papst Benedikt. Die Vorlesung vom September 2006 hatte in der islamischen Welt zunächst zu Aufruhr und Polemik geführt, dann aber auch ernsthafte Reflexionen und neue Perspektiven eingeleitet. (kap)

Europa

Deutschland
Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch hat zur aktuellen Finanzkrise bekräftigt, dass Geld wie Eigentum sozialpflichtig sei. Solidarität und Verantwortung auch für die anderen Menschen seien notwendig, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am Freitagabend bei einer Podiumsdiskussion in Konstanz. Die soziale Marktwirtschaft habe zu Wohlstand geführt, funktioniere aber nur, wenn sie mit Maß ausgeübt werde, so Zollitsch. Nach seiner Einschätzung kann die ganze Gesellschaft als Gewinner aus der Finanzkrise hervorgehen, wenn sie aus der Krise lerne und zu Besinnung komme. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) erkennt nach eigenen Worten keine besondere Kompetenz der Kirche bei der Finanzkrise. Daher sehe er nicht, warum von den Kirchen hier Lösungen kommen sollten, sagte er. Angesichts einer globalisierten Wirtschaft nannte er es ein Versäumnis der Politik, dass auf diesem Feld bisher keine gemeinsamen internationalen Regeln erreicht worden seien. Der Freiburger Erzbischof betonte, die Kirche wolle keine finanzpolitischen Konzepte vorlegen, sondern vielmehr das Gewissen der Menschen wach rütteln. - Lammert wie Zollitsch setzten sich auch nachdrücklich für den Schutz des Sonntags als arbeitsfreien Tag ein. Die Sonntagsruhe sei für ihn eine kulturelle Errungenschaft, die erhalten werden müsse, sagte Lammert. Bei der jeweiligen Handhabung von Ladenöffnungszeiten sei die Politik aber mit handfesten Interessenkonflikten konfrontiert. Auch Zollitsch hob neben der christlichen Wertschätzung des Sonntags dessen gesellschaftliche Funktion als einer gemeinsamen Freizeit hervor. Er kritisierte die verbreitete Aufweichung des Sonntagsschutzes durch liberalere Ladenöffnungszeiten und betonte, dass es tiefere Werte gebe als das Geldverdienen. (kna)
An die gesellschaftliche Bedeutung der Reformation hat der evangelische Bischof von Braunschweig, Friedrich Weber, erinnert. Der Reformator Martin Luther habe nicht nur eine Erneuerung der Kirche bewirkt, sondern auch eine Emanzipationsbewegung in Gang gesetzt, sagte Weber am Freitag bei der Eröffnung der Luther-Dekade in der braunschweigischen Landeskirche. Vieles, was heute selbstverständlich erscheine, verdanke sich nicht zuletzt der Reformation, etwa die Freiheit des Gewissens, die Entwicklung individueller Menschenrechte, die Wertschätzung von Bildung und Wissenschaft, die Einsicht in die Notwendigkeit religiöser Toleranz oder die Überzeugung, dass Konflikte, selbst Glaubenskonflikte, am besten im Diskurs gelöst werden. Weber wörtlich: „Ohne diese Errungenschaften wäre unsere moderne Demokratie gar nicht denkbar.“ (idea)

Spanien
Der Erzbischof von Pamplona hat ein Attentat der Terrorgruppe "ETA" auf die katholische Universität seiner Stadt scharf verurteilt. Es gebe „keine Ideologie und kein politisches Projekt, das so ein grausames Attentat rechtfertigen könnte“, meinte Erzbischof Francisco Perez Gonzalez in einem Statement. Es war schon das fünfte ETA-Attentat auf den Campus von Pamplona im letzten Vierteljahrhundert. Die Universität wurde 1952 vom heiligen Josemaria Escrivá de Balaguer, dem Vater des „Opus Dei“, gegründet. An ihr studdieren ca. 15.000 Studenten. Pamplona, Hauptstadt der Autonomen Region Navarra, gehört nicht zum Baskenland, wird aber von einigen Basken für ein Groß-Baskenland, das auch französische Teile einschließen würde, beansprucht. (rv)

Niederlande
Die Regierung will das Anti-Diskriminierungsgesetz ändern. Ein neuer Artikel soll in allgemeineren Wendungen die Beleidigung von Gruppen jeder Art, nicht nur religiösen Gruppen, unter Strafe stellen, kündigte jetzt das Justizministerium an. Die neue Gesetzesformel soll auch Beleidigungen verbieten, die auf Rasse, sexuelle Orientierung oder Behinderungen zielen. Bisher ist im Gesetzestext die Beleidigung aus religiösen Gründen ausdrücklich untersagt. Vor zwei Jahren war der rechtsextreme Politiker Geert Wilders wegen Blasphemie angeklagt worden. Wilders hatte Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed auf seiner Homepage veröffentlicht. (afp)

Asien

Indien
Bernard Digal ist unter großer Anteilnahme von Christen in Orissa beigesetzt worden.
Der 47-jährige Priester war seinen Verletzungen erlegen, die ihm extremistische Hindus bei einem Überfall Ende August zugefügt hatten. Zum Requiem für Pater Digal kamen 3000 Gläubige, darunter mehrere Bischöfe, in die Kathedrale von Bhubanewshwar. Während des Requiems lag der Leichnam Digals in Priesterkleidung offen aufgebahrt; sein Gesicht trug noch die Spuren der Schläge. Die Regierung des Bundesstaats Orissa hat eine Untersuchung über die Umstände seines Todes eingeleitet. Fünf Polizisten, die während schwerer anti-christlicher Ausschreitungen tatenlos geblieben waren, wurden vom Dienst suspendiert. Sie hatten nicht eingegriffen, als Hindu-Extremisten eine katholische Ordensfrau vergewaltigten. Der italienische Senat hat in Rom einstimmig eine Resolution verabschiedet, die Gewalt gegen Christen in mehreren Teilen der Welt verurteilt. (rv)

China
Die Führer des regime-treuen Teils der Protestanten in China bemühen sich um Kontakte zu illegalen Glaubensbrüdern.
Das berichtet die ökumenische Nachrichtenagentur eni von einer Konferenz in Hongkong. Der Präsident der so genannten „Patriotischen Bewegung der drei Autonomien“ wird von der Agentur mit den Worten zitiert: „Wir wollen den Hauskirchen, die nicht offiziell registriert sind, nahe sein und ihnen helfen, solange ihr Glaube keine Abweichungen von der Wahrheit zeigt. Gedacht sei auch an Bibelspenden für die oft illegalen protestantischen Hauskirchen. (eni)

Amerika

Nicaragua
Die Katholiken halten an diesem 1. November einen speziellen Tag des Gebets für die Politiker ab.
Damit bereiten sie sich auf die Kommunalwahlen vom Sonntag nächster Woche vor. In einem Statement, das den Gebetstag begleitet, beklagen die Bischöfe von Nicaragua das auffällige Fehlen engagierter katholischer Laien in der nationalen Politik. (rv)
An einer UNO-Konferenz über Dialog der Religionen und Kulturen wird auch der scheidende US-Präsident George Bush teilnehmen. Das wird jetzt aus New York gemeldet. Die UNO-Konferenz Mitte November ist ein Folgetreffen zu einer spanischen Tagung vom Juli. Zu ihr waren u.a. der saudische König Abdullah und die Vertreter zahlreicher Religionen gekommen. (ap)


Die obigen Texte basieren auf unserer Nachrichtensendung Treffpunkt Weltkirche” täglich um 16 Uhr. Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, ADN-Kronos, Upi, Cns, Uca, Misna, Osservatore Romano – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.

 






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