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Meldungen vom 6.11.2008

- Papst vor Moslems: „Vorurteile überwinden“ -
-Vatikan: Gespräche über Organspenden -
- Kongo: Kämpfe eskalieren -


Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ / Stefan von Kempis
Redaktion:
Gudrun Sailer
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr.

THEMEN DES TAGES:

Vatikan: Papst vor Moslems, „Vorurteile überwinden“
Papst Benedikt XVI. hat Christen und Moslems dazu aufgerufen, gemeinsam an der Überwindung von Missverständnissen und Meinungsverschiedenheiten zu arbeiten. An diesem Donnerstag empfing er die Teilnehmer des ersten Seminars des Katholisch-Muslimischen Forums, das drei Tage lang in Rom „Gottesliebe und Nächstenliebe“ behandelte. Ihr interreligiöses Treffen habe in der Öffentlichkeit große Aufmerksamkeit erfahren, stellte der Papst fest. Dies sei ein Ansporn, um sicherzustellen, dass die positiven Entwicklungen des christlich-muslimischen Dialogs „nicht auf eine kleine Gruppe von Experten und Gelehrten beschränkt“ bleibe. Vielmehr solle das Gespräch zwischen den Religionen auch im Alltagsleben der Menschen Früchte tragen.
„Meine Hoffnung ist, dass die grundlegenden Menschenrechte für alle Völker überall geschützt werden. Politische und Religionsführer haben die Pflicht, die freie Ausübung dieser Rechte in vollem Respekt für die Gewissensfreiheit und die Religionsfreiheit jedes Individuums zu garantieren.“
Auch heute noch erführen religiöse Menschen und Ordensleute in verschiedenen Teilen der Welt Diskriminierung, erinnerte der Papst.
„Bei der mitunter gewalttätigen Verfolgung, der sie ausgesetzt sind, handelt es sich um inakzeptable und nicht rechtfertigbare Akte, die noch schlimmer und beklagenswerter sind, wenn sie im Namen Gottes ausgeführt werden. Gottes Name kann nur ein Name des Friedens, der Brüderlichkeit, der Gerechtigkeit und der Liebe sein. Wir sind in unseren Worten und vor allem in unseren Taten dazu aufgerufen zu zeigen, dass die Botschaft unserer Religionen eine Botschaft der Harmonie und des Verständnisses füreinander ist. Es ist essentiell, dass wir das zeigen. Denn andernfalls schwächen wir die Glaubwürdigkeit und die Wirksamkeit nicht nur unseres Dialogs, sondern unserer Religionen selbst.“
Er sei sich darüber im Klaren, so Papst Benedikt, dass Moslems und Christen verschiedene Betrachtungsweisen, verschiedene Gottesbilder hätten.
„Dennoch können und müssen wir Gläubige des einen Gottes sein, der uns geschaffen hat und sich über jeden Menschen in jedem Winkel der Welt sorgt.“
Respekt für die Würde der menschlichen Person und die grundlegenden Menschenrechte sollten im Mittelpunkt gemeinsamer Anstrengungen von Christen und Moslems stehen. Nur wenn Exponenten beider Religionen „das Leben respektieren und verteidigen, das Geschenk Gottes ist und deshalb heilig sowohl für Christen als auch für Moslems“, sei die Basis geschaffen für eine brüderlichere Welt, „eine Welt, in der Auseinandersetzungen und Differenzen friedvoll beigelegt werden und die vernichtende Kraft der Ideologien neutralisiert ist.“
Am Ende seiner Ansprache rief der Papst dazu auf, „Vorurteile der Vergangenheit zu überwinden und das oft verzerrte Bild des anderen zu korrigieren, das auch heute noch Schwierigkeiten in unserer Beziehung schaffen kann. Lassen Sie und zusammenarbeiten bei der Erziehung aller Menschen, vor allem der Jugendlichen, um eine gemeinsame Zukunft zu bauen.“ (rv)
Hier zum Nachhören

Vatikan: „Recht auf Moscheen und Kirchen“
Jeder hat das Recht auf freie und öffentliche Religionsausübung. Darauf haben Christen und Muslime sich bei dem gemeinsamen Seminar in Rom verständigt. 24 Delegierte beider Religionen und je fünf Experten berieten drei Tage über die Themen Gottes- und Nächstenliebe sowie über Fragen der Menschenwürde und Religionsfreiheit. Eine gemeinsame Abschlusserklärung hält die wichtigsten Vereinbarungen zu ethischen wie sozialen Fragen, zu Bildung und friedlichem Miteinander der Kulturen und Religionen fest. Das nächste Treffen dieser Art soll in zwei Jahren in einem Land mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung stattfinden. Unter den Experten katholischer Seite war Pater Christian Troll, Jesuit und Islamfachmann. Er fasste im Gespräch mit Birgit Pottler Verlauf, Ergebnisse und Chancen des Dialogtreffens zusammen. (rv)
Hier zum Nachlesen und Nachhören

Vatikan: Gespräche über Organspenden
Wie hält es die Kirche mit der Organspende? Genügt die seit 40 Jahren geltende Todesdefinition „Hirntod“ den ethischen Ansprüchen der heutigen Welt noch? Darum geht es bei einem Kongress, der an diesem Donnerstag im Vatikan beginnt. Ausgerichtet wird er von der Päpstlichen Akademie für das Leben und der Weltdachorganisation katholischer Ärzteverbände (FIAMC). Bei der Frage der Organspende geht es um die Rettung von Leben durch die mögliche „Opferung“ eines anderen, erklärt der Generalsekretär der Organisation, der österreichische Arzt Tamas Csaky-Pallavicini. Das Kernproblem sei, dass der genaue Zeitpunkt des Todes nicht zu hundert Prozent bestimmbar sei. Und wenn es keine saubere Definition des Todes gibt, „…muss man natürlich Angst haben, dass aufgrund der großen Nachfrage nach Organen bereits kurz vor dem Tod Organe entnommen werden, bzw. Menschen im Rahmen der Entnahme der Organe auch getötet werden. Wir wollen für die Wissenschaftler ganz klare Vorgehensweisen und beweise dafür, dass dem Betreffenden das Leben nicht beendet wird, um die Organe zu entnehmen, sondern dass der Tod hundertprozentig sicher ist. Es muss so sicher sein, dass auch zukünftige wissenschaftliche Erkenntnisse daran nichts mehr ändern. Wenn wir nicht wissen, ob jemand hundertprozentig tot ist, müssen wir um den Tod einen Bogen machen, wie es traditionell der Fall war.“
Bei dem internationalen Kongress im Vatikan wollen die Teilnehmer auch über die umstrittensten Aspekte der Organspende reden, etwa über Organhandel. Einige US-amerikanische Ärzte etwa befürworten – im Gegensatz zur momentanen offiziellen Handhabe – einen eingeschränkten Handel mit Organen, um diesen Handel besser kontrollieren zu können. Die Medizinethik steht womöglich aber bald vor anderen Herausforderungen. Csaky-Pallavicini glaubt, „dass die Organtransplantationen in der Entwicklung der Medizin nur ein Durchgangsstadium sind. In der Zukunft wird es vielleicht andere Methoden geben, Organe zu ersetzen, die diese ethischen Fragen nicht mehr stellen. Ese gibt das künstliche Herz, vielleicht auch die künstliche Niere, auf dem Gebiet der Gewebezüchtung tut sich so manches, heutzutage kann man auch Knorpel sehr gut züchten und einsetzen. Ich glaube, auf diesem Gebiet wird es in den nächsten zehn bis 20 Jahren sehr große Fortschritte geben.“ (rv)
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Demokratische Republik Kongo: Kämpfe eskalieren
Kirchliche Hilfsorganisationen haben trotz der drohenden Flüchtlingskatastrophe erneut ihre Arbeit im Osten der Demokratischen Republik Kongo einstellen müssen. Die Versorgung der mindestens 250.000 Flüchtlinge in Goma und Umgebung, die seit Wochen auf Hilfe warten, sei erschwert, berichtet Caritas International an diesem Donnerstag. Ein internationaler Krisengipfel am Freitag in Nairobi soll den Konflikt im Osten des Kongos schlichten helfen. Ungeachtet dessen lieferten sich Rebellen und regierungsnahe Milizen erneut heftige Gefechte.
Die Lage vor Ort sei dramatisch, erläutert gegenüber Radio Vatikan ein italienischer Missionar, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben möchte.
„Die Menschen dort wurden ja monatelang, wenn nicht sogar jahrelang vergessen. Die humanitäre Frage war trotz erhöhter Alarmstufe zweitrangig. Die Menschen ziehen seit Monaten in dieser Region von einer Gegend in die andere. Jetzt ist Regenzeit und die Menschen sind sich selbst überlassen, sind ohne Zelte. Die Situation ist hoffnungslos und schürt in den Herzen der Leute nicht einmal Wut, es ist vielmehr so, als habe die Welt sie vergessen.“
Der Missionar berichtet von einfacher Bevölkerung, von Landwirten und Viehhütern. Besonders schwierig sei die Situation von 2.000 verwaisten Jugendlichen in Goma, deren Eltern entweder ums Leben gekommen seien oder in den Kriegswirren von ihren Kindern getrennt wurden.
UNO-Friedenstruppen gegenüber seien viele Menschen eher feindlich eingestellt, das nationale Heer funktioniere dagegen nur auf dem Papier, so der Missionar: „Der Reichtum des Landes führt dazu, dass der Krieg nicht aufhört. In all den Kriegsjahren lagen dem Konflikt immer die örtlichen Rohstoffvorkommen zu Grunde: Erz, Gold und Diamanten. Mit diesen Rohstoffen kann man alle Waffen beschaffen, die man will. Die Waffen, die derzeit im Umlauf sind - ich spreche nicht vom nationalen Heer - sind sehr modern. Die UNO-Mission wiederum hat nur eine beobachtende Funktion und kann bestimmte Situationen nicht verhindern. Die Menschen sehen das und können es nicht mehr länger hinnehmen, denn es ist genau so, als wären die Vereinten Nationen überhaupt nicht präsent.“ (rv/caritas/afp/reuters)
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AUS UNSEREM ABENDPROGRAMM:

Vatikan: Rundgang im Geheimarchiv
Kilometerlange staubige Akten tief unter Tage, Spinnweben und flackerndes Kerzenlicht, Dokumente, die unerhörte Geheimnisse des Vatikans enthalten, aber vom Papst persönlich unter Verschluss gehalten werden – Das ist der Stoff, aus dem Romane sind. In Wirklichkeit ist das vatikanische Geheimarchiv allerdings nicht besonders geheim, gut illuminiert, exzellent organisiert und steht Wissenschaftlern jeder Weltanschauung offen.
Es wird Licht im Dokumenten-Speicher. Doktor Giovanni Castaldo, wissenschaftlicher Angestellter des Vatikanischen Geheimarchivs, führt zielstrebig durch Stellwände voller Ordner. Der rechte Winkel feiert Triumph an diesem Ort, dem – soweit stimmt das Klischee mit der Wahrheit überein – das Tageslicht fehlt. Weniger aus Geheimhaltung als weil es den Dokumenten schaden würde. (rv)
Lesen und hören Sie hier den gesamten Beitrag von Gudrun Sailer


DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone wünscht sich ein Ende der Polemiken rund um Papst Pius XII. Vorwürfe, der Weltkriegspapst sei gleichgültig gegenüber dem Schicksal der Polen und besonders der Juden gewesen, seien beleidigend und historisch unhaltbar, sagte Bertone bei einem Kongress zum 50. Todestag des Pacelli-Papstes in Rom. Zum Seligsprechungsverfahren stellte der Kardinalstaatssekretär klar, dieses sei „eine rein religiöse Sache“, und nur der Heilige Stuhles sei dafür zuständig. Vor wenigen Tagen hatten Vertreter des Judentums den Papst gebeten, die Causa vorläufig auf Eis zu legen. (rv)
Der Heilige Stuhl gedenkt am 10. Dezember des 60. Jahrestages der Erklärung der Menschenrechte. Neben einem offiziellen Gedenkakt wird aus diesem Anlass auch ein Konzert im Vatikan stattfinden, bei dem Papst Benedikt anwesend sein wird. Details der Feier gibt der päpstliche „Friedensminister“, Kardinal Renato Raffaele Martino, am kommenden Donnerstag bekannt. Die UNO-Menschenrechtscharta wurde am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris verkündet und liegt dem humanitären Völkerrecht zugrunde. (rv)

Vatikan/Mexiko
Papst Benedikt betet für die Opfer des Flugzeugabsturzes, bei dem in Mexiko unter anderem der amtierende Innenminister ums Leben kamen. Das steht in einer Botschaft an den Präsidenten des Landes, Felipe de Jesus Calderon. Die mexikanischen Bischöfe versicherten dem Präsidenten in einer eigenen Botschaft ihrer „Nähe und Wertschätzung in diesen schwierigen Momenten.“ Der Tod des Innenministers lasse „eine große Leere“ zurück. Die Regierung müsse sich nun doppelt anstrengen, aus Mexiko ein sicheres, stabiles und souveränes Land zu machen, schreiben die Bischöfe. Gleichzeitig versicherten sie dem Präsidenten ihr „volles Vertrauen in die Institutionen des Staates“, die „Garant für Stabilität inmitten der aktuell sich abzeichnenden Änderungen“ seien. (rv)

Vatikan/Ägypten
Papst Benedikt XVI. hat das soziale und historische Engagement der katholischen Gemeinschaft in Ägypten gewürdigt. Außerdem schlug er der neuen Vatikan-Botschafterin des Landes vor, dass Kairo katholischen Touristen geeignete Gebetsorte zur Verfügung stellen sollte. Dies wäre eine „schöne Geste“ Ägyptens an die Welt, die freundschaftliche Beziehungen zwischen den Religionen und Völkern befördern würde. Die Diplomatin Lamia Aly Hamada Mekhemar übergab Papst Benedikt an diesem Donnerstag ihre Beglaubigungsschreiben. Auch der frühere Botschafter Ägyptens beim Heiligen Stuhl war eine Frau. (rv)

Europa

Deutschland
70 Jahre nach der Zerstörung der Speyerer Synagoge in der so genannten Reichskristallnacht vom 9. November 1938 wird am Sonntagabend der Grundstein zu einem neuen jüdischen Gotteshaus gelegt. Nun sei gewährleistet, dass sich in Speyer wieder jüdisches Leben etablieren könne, so der Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz, Michael Tsenteris. Die neue Synagoge entsteht auf dem Gelände der nicht mehr genutzten katholischen Kirche Sankt Guido. (kna)
Der Berliner Erzbischof, Kardinal Georg Sterzinsky, nimmt an diesem Donnerstag an der Mahnwache für die beiden in Moskau ermordeten Jesuiten teil. Sie findet von 16.00 bis 17.00 Uhr vor der Botschaft der russischen Förderation in Berlin Unter den Linden statt. „Ich bin erschüttert über diese Gewalttat und hoffe auf eine zeitnahe Aufklärung“, bekräftigte der Kardinal. „Den Familien der Opfer, dem Orden und der Kirche in Russland spreche ich mein Beileid aus.“ Am 28. Oktober waren der Obere der Jesuiten für die Region Russland, der wolga-deutsche Kasache Otto Messmer (47), und der ecuadorianische Theologe Victor Betancourt-Ruiz (42) in ihrer Moskauer Wohnung tot aufgefunden worden. Wie ein Sprecher der erzbischöflichen Kurie in Moskauer berichtete, waren die beiden Jesuiten dort erschlagen worden – der eine am 25. Oktober, der andere zwei Tage später. (zenit)
Rund 140 Vertreter von Bund, Ländern und Ausländerorganisationen sind am Donnerstag im Berliner Kanzleramt zum dritten Integrationsgipfel zusammengekommen. Unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel wollen sie bilanzieren, inwieweit die vor einem Jahr beschlossenen rund 400 Selbstverpflichtungen zur besseren Integration insbesondere muslimischer Zuwanderer bereits umgesetzt sind. Die Türkische Gemeinde in Deutschland zog eine positive Bilanz der bisherigen Integrationsgipfel. (ap)

Afrika

Uganda
Die Rebellen der „Lords Resistence Army“ wollen Ende November eine Friedenserklärung unterzeichnen. Das ergaben Verhandlungen zwischen Vertretern der Widerstandskämpfer und der ugandischen Regierung. Der Vizepräsident des Südsudans, Riek Machar, agierte als Vermittler. Die Rebellen wollten keine weiteren Anschläge verüben, sagte Machar nach dem Treffen. Dieses Friedensabkommen stünde auch im Zentrum der Bemühungen der Regierung, so der ugandische Innenminister Ruhakana Rugunda. (misna)

Asien

China
Die Volksrepublik plant einen nationalen Aktionsplan für Menschenrechte. China will damit eine bessere Regierungsführung, mehr Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie die Verankerung von Menschenrechten im öffentlichen Bewusstsein erreichen. Konkret geht es um eine bessere Lebensgrundlage der Bevölkerung, den Schutz der Rechte von Frauen, Kindern, ethnischer Minderheiten und das Fördern des öffentlichen Bewusstseins für Menschenrechte, so eine Stellungnahme des Informationsamts. Die Initiative gilt als einmalig in der Geschichte der Volksrepublik. Chinas Reform- und Öffnungspolitik begann vor 30 Jahren. (pm)

Indien
Während der südliche Bundesstaat Kerala die erste Heilige Indiens feiert, hat an diesem Mittwoch Kardinal Leonardo Sandri eine Indienreise angetreten. Der Präfekt der Ostkirchenkongregation nimmt am Sonntag an der Feier für Schwester Alfonsa von der Unbefleckten Empfängnis teil. Sandri hatte erklärt, er sehe seine Reise auch im Sinn der Hoffnung auf ein Ende der Gewaltakte an Christen, die Indien seit einigen Monaten erlebt. (rv)

Kirgisien
Das Parlament hat einen Gesetzesentwurf gebilligt, der die Religionsfreiheit im Land stark einschränkt. Damit wird in Zukunft in Kirgisien Proselytismus unter Strafe stehen: nicht von der Regierung anerkannte Religionen sind offiziell verboten. Menschenrechtsgruppen haben das Gesetz kritisiert. Kirgisien galt bisher unter den Ex-Teilrepubliken der Sowjetunion als das Land mit den höchsten demokratischen Standards. 70 Prozent der kirgisischen Bevölkerung sind Muslime. 25 Prozent gehören verschiedenen religiösen Minderheiten an, darunter auch Katholiken. (ap)

Amerika

Vereinigte Staaten
Die US-amerikanischen Bischöfe haben dem künftigen US-Präsidenten Barack Obama zum Wahlsieg gratuliert und Gottes Segen gewünscht. Die Wahl komme in einer schwierigen Zeit, schreibt der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Kardinal Francis George. Die US-Oberhirten würden für Obama beten, dass er seine Macht besonders für den Schutz der Schwächsten und die Überwindung der Spaltungen in den USA und der Welt einsetze. Die Bischöfe stünden zur Zusammenarbeit für den Schutz des Lebens und der Würde jedes Menschen bereit. (rv)
Die Welt ist bereit für einen farbigen Papst. Das sagte der frühere Präsident der US-amerikanischen Bischofskonferenz, Wilton Daniel Gregory, nach der Wahl von Barack Obama zum neuen US-Präsidenten. Der Sieg des schwarzen Kandidaten sei „ein großer Schritt für die Menschheit“ und Zeichen dafür, dass in den Vereinigten Staaten die Rassenfrage der Vergangenheit angehörten, sagte der Erzbischof von Atlanta, der selbst Afroamerikaner ist. Einen schwarzen, besonders auch einen afrikanischen Papst zu wählen, sei „selbstverständlich möglich“. Auch Benedikt XVI. habe einmal gesagt, die Wahl eines schwarzen Papstes wäre „ein wunderbares Signal der Universalkirche an die Welt“. (apic)


Die obigen Texte basieren auf unserer Nachrichtensendung Treffpunkt Weltkirche” täglich um 16 Uhr. Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, ADN-Kronos, Upi, Cns, Uca, Misna, Osservatore Romano – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.

 






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