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Meldungen vom 20.11.2008

- Papst: Klöster als Oasen der Stille -
- Kultur: Deutscher Rat lobt Vatikan -
- UNO: Vatikan-Appell für Abrüstung -


Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ / Stefan von Kempis
Redaktion:
Antje Dechert
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr.

THEMEN DES TAGES:

Papst: „Klöster sind Oasen für den Geist“
Benedikt XVI. wünscht sich Klöster, die Zentren der Gottessuche sind. Das sagte der Papst am Donnerstag den Teilnehmern der Vollversammlung der Ordens-Kongregation. Ihm liege das Mönchtum besonders am Herzen, so der Papst; wo immer Ordensleute Christus in den Mittelpunkt ihres Denkens und Feierns stellten, sei das Mönchtum ein starker Hinweis auf das Wesentliche für jedes christliche Leben. Dieses Wesentliche bestehe darin, „Christus zu suchen und seiner Liebe nichts vorzuziehen“.
„Wer in ein Kloster eintritt, der sucht dort eine Oase für seinen Geist. Er will lernen, in ruhiger und dauerhafter Brudergemeinschaft zum echten Schüler Jesu zu werden. Dabei werden Gäste so empfangen, als wären sie Christus selbst. Das ist das Zeugnis, um das die Kirche das Mönchtum auch in unserer Zeit bittet... Mögen die Klöster immer mehr Oasen des einfachen Lebens sein, wo man die Faszination der Vereinigung mit Christus spürt und wo die Gotteswahl eingebettet ist in ein konstantes Klima der Stille und Kontemplation.“ (rv)
Hier zum Nachhören

Deutschland/Vatikan: Positive Bilanz des Kulturrats nach Vatikanbesuch
Der deutsche Kulturrat war zum ersten Mal zu Gesprächen im Vatikan. Er traf sich unter anderem mit dem päpstlichen Kulturminister Erzbischof Gianfranco Ravasi, mit dem päpstlichen Privatsekretär Georg Gänswein und dem Ökumenechef der Kurie, Kardinal Walter Kasper. Der Geschäftsführer des Kulturrats, Olaf Zimmermann, zog im Gespräch mit Radio Vatikan Bilanz. Dabei lobte er die Offenheit, mit der auch schwierige Fragen angesprochen wurden:
„Kontroverse Themen sind zum Beispiel Themen wie Kunstfreiheit versus Verkündigungsauftrag von Kunst. Ich glaube, das wird auch eine dieser Kernfragen sein, über die man natürlich reden muss. Die Kunstfreiheit ist für uns nicht irgendetwas dahin Gesagtes, sondern hat für uns natürlich eine ganz große Bedeutung und ich glaube, da muss man einfach miteinander diskutieren. Ich finde es nicht schlimm, wenn man über diese Frage auch streiten wird.
Gestritten wird über die Rolle der Kirche in Kunst und Kultur nicht zu knapp, vor allem in Deutschland. Gezeigt hat sich das zuletzt beim Streit über die neuen Fenster des Kölner Doms. Doch solche Streits seien durchaus produktiv, meint Zimmermann:
Wir haben in den letzten zwei, zweieinhalb Jahren eine ganz heftige Debatte geführt, welche Rolle die Kirchen im Kulturbereich spielen soll. Es war eine sehr emotionale Debatte, die auch noch gar nicht abgeschlossen ist. Wir haben jetzt die Chance einen nächsten Gipfel zu erklimmen. Diesmal ist es ein richtig hoher gewesen: Der Vatikan. Die Chance hier drei Tage diese Gespräche zu führen, hat uns sehr bewegt, aber, ich glaube, es wird auch die kulturpolitische Diskussion in Deutschland bewegen.“
Insgesamt sei aus dem Treffen zwischen deutschem und päpstlichem Kulturrat eine rein positive Bilanz zu ziehen: „Unsere Erwartungen sind wirklich übererfüllt worden. Wir sind natürlich mit freudiger Erwartung nach Rom gekommen, um das erste Mal in unserem Leben in den Vatikan zu gehen und wir haben uns natürlich gedacht: Egal, wie es auch immer ausgehen wird, es ist ein interessantes Erlebnis. Aber dass die Gespräche in so freundschaftlicher und offener Atmosphäre ablaufen und dass auch so kontroverse Themen angesprochen werden konnten – das hätte ich nicht gedacht. Und auch, dass wir jetzt konkret vereinbart haben, dass wir auch weiter miteinander sprechen wollen – besser hätten diese drei Tage nicht ablaufen können.“ (rv)
Lesen und hören Sie hier den gesamten Beitrag von Gudrun Sailer
Erzbischof Ravasi: Kirche muss wieder den Dialog mit Kultur suchen
Die Kirche muss wieder den Dialog mit der Kultur suchen. Das sagte der Präsident des päpstlichen Kulturrates, Erzbischof Gianfranco Ravasi am Mittwochabend in Berlin. Der Glaube habe sich zu allen Zeiten in ein Verhältnis zur Kultur gesetzt. „Wir müssen unser großes Erbe wieder einholen“, sagte Ravasi bei einer Veranstaltung der Katholischen Akademie. Das gelte für das Verhältnis zur Kultur wie auch zu den Künsten. Ravasi verwies auch auf den Einfluss der christlichen Tradition auf die Kunst. Ununterbrochen hätten sich die Künste bei der Bibel bedient. Das sei auf unterschiedlichen Wegen geschehen und möglich, durch Aktualisierung, Entstellung oder bewusste Umgestaltung. So habe ihm auch der portugiesische Literatur-Nobelpreisträger Jose Saramago kürzlich bestätigt, welche Bedeutung für sein Werk die biblische Tradition habe. – Der Erzbischof äußerte sich bei einer Veranstaltung der Katholischen Akademie in Berlin und des „Rheinischen Merkur“ im Cornelius-Saal der Alten Nationalgalerie. (kna)

Großbritannien: Bischöfe aus Europa und Afrika beraten
Afrikanische und europäische Bischöfe tagen noch bis kommenden Sonntag im englischen Liverpool. Dabei beraten sie über das Thema Migration. Auf dem Programm steht auch eine öffentliche Debatte über alte und neue Formen der Sklaverei. Dazu sagte der Erzbischof von Liverpool, Patrick Kelly, im Interview mit Radio Vatikan, Europa müsse mehr Verantwortung für seine Kolonialgeschichte übernehmen. Die Industrieländer sollten Afrika endlich als gleichberechtigten Handelspartner anerkennen:
„Wir müssen uns klar darüber werden, dass es nicht nur eine schreckliche Vergangenheit der Migration gibt, die natürlich der Sklavenhandel war. Wir müssen uns auch der aktuellen Aspekte von Migration annehmen. Und vor allem müssen wir uns für einen fairen Handel einsetzen, der all die Ressourcen anerkennt und angemessen bezahlt, welche die übrige Welt in Afrika findet und von Afrika selbstverständlich in Anspruch nimmt.“
Verwirklichen ließe sich eine solidarische Beziehung zu Afrika nur, wenn Europa afrikanischen Migranten offener begegne. Falsche Vorurteile beträfen vor allem die so genannten Wirtschaftsflüchtlinge…
„Das ist ein Wort, bei dem ich immer zusammenzucke, denn auch mein Vater war ein solcher Wirtschaftsflüchtling, als er Irland verließ, um in England nach einem besseren Leben in Wohlstand zu suchen. Ich finde, es ist ein sehr unpassendes Wort, weil es die eigentlich Beweggründe der Menschen nicht wirklich trifft und sie alle über einen Kamm schert.“ (rv)
Hier zum Nachhören

Italien: Nächstes Sant´Egidio-Treffen in Krakau
Die Gemeinschaft Sant´Egidio bereitet sich auf das nächste große interreligiöse Treffen vor: Nachdem am vergangenen Wochenende auf Zypern ihr diesjähriges Friedenstreffen stattfand, denkt der Gründer von Sant´Egidio, Andrea Riccardi, bereits jetzt über die Zusammenkunft im kommenden Jahr nach. Rund 200 Repräsentanten aus Religion, Kultur und Politik waren in der zyprischen Hauptstadt Nikosia zusammengekommen, um unter dem Motto „Die Zivilisation des Friedens: Religionen und Kulturen im Dialog“ miteinander ins Gespräch zu kommen.
Gegenüber Radio Vatikan sagt Riccardi: „Wir werden nächstes Jahr in Krakau ein großes Ziel verfolgen, und zwar: die Bedeutung der Geschichte zu erörtern. Die Erinnerung an die Vergangenheit fördert nämlich den Frieden. Denn die Eintracht in Europa kann nur durch den Dialog zwischen den Religionen erreicht werden. Krakau ist in dieser Hinsicht der richtige Ort, denn die Stadt liegt in der Nähe von Auschwitz. Gleichzeitig möchte ich noch etwas betonen: Wir dürfen jetzt nicht Zypern vergessen. Die schöne Insel braucht weiterhin unsere Unterstützung, denn sie hat eine leidige Geschichte hinter sich.“
Auch der vatikanische Ökumene-Minister, Kurienkardinal Walter Kasper war auf Zypern beim Treffen dabei. Kardinal Kasper ist ebenfalls von der Notwendigkeit des interreligiösen Dialogs überzeugt. Doch es sei vorrangig, dass Fortschritte in innerchristlichen Dialog erreicht werden, so Kasper.
„Es war ja so, dass es in der Vergangenheit Streit unter den Christen gab, weil wir gegensätzliche politische Ziele verfolgt haben. Doch gerade die globale politische Situation zwingt uns Christen, einen gemeinsamen Weg zu suchen. Denn wir haben mit denselben Herausforderungen zu kämpfen. Deshalb ist es für den interreligiösen Dialog wichtig, dass wir Christen mit einer gemeinsamen Stimme sprechen.“
Die Gemeinschaft Sant´Egidio organisiert jedes Jahr Friedenstreffen an wechselnden Orten. Diese Zusammenkünfte sehen sich in der Tradition des historischen Weltfriedengebets von Assisi, zu dem 1986 Papst Johannes Paul II. (1978-2005) die unterschiedlichen Religionen eingeladen hatte. (rv)
Hier zum Nachhören


AUS UNSEREM ABENDPROGRAMM:

Premiere: Die Kirche im Second Life
Kirche virtuell: Seit wenigen Tagen ist das Erzbistum Freiburg mit einer eigenen Parzelle im „Second Life“ aktiv. Ein virtuelles Gotteshaus, das einem romanischen Kirchlein nachempfunden ist, mitten in der Parallelwelt im Internet – das ist eine Premiere. Das Erzbistum Freiburg hat seit zehn Jahren eine Internet-Seelsorge aufgebaut; sie wagt jetzt den großen Schritt in die 3-dimensionale Online-Welt von „Second Life“. Verantwortlicher dafür ist Internet-Referent Norbert Kebekus.
„Das ist ein Projekt, das auf zweieinhalb Jahre angelegt ist; wir testen, ob Kirche in den virtuellen 3D-Welten, in denen man sich mit einer Figur, einem so genannten Avatar bewegen kann, einen Platz hat.“ (rv/pm)
Hören Sie hier den Beitrag mit Material des Erzbistums Freiburg


DIE NACHRICHTEN:

Europa

Europäische Union
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat den Erlass einer einstweiligen Verfügung im Fall der italienischen Wachkoma-Patientin Eluana Englaro abgelehnt. Das Straßburger Gericht werde jetzt aber prüfen, ob die Klage zulässig sei, teilte der Menschenrechtsgerichtshof am Donnerstag mit. Wenn dies der Fall sei, werde das Gericht auch in der Sache entscheiden. Die 37-jährige Englaro liegt seit 17 Jahren im Koma. (kna)

Deutschland
Der Regensburger Theologe Bernhard Bleyer betont die Aktualität Papst Pauls VI. in der gegenwärtigen Finanzkrise. Das Kirchenoberhaupt habe in Ausführungen aus dem Jahre 1968 unter dem Titel „Kirche der Armen“ eine Sozialethik der Kirche dargelegt, die derzeit mehr denn je gebraucht werde, so Bleyer in einem Interview. Paul VI. habe in vorbildlicher Weise auf der Seite der Verlierer und Leidtragenden gestanden. Das belege auch eine Predigt, die der Papst vor 40 Jahren vor 200.000 Landarbeitern in Kolumbien gehalten habe. Er habe die Überzeugung vertreten, dass Jesus Christus in den Armen ebenso präsent sei wie in der Eucharistie. An dieser Haltung müssten sich die Christen heute dingend orientieren, so Bleyer. (kap)
Der bekannte Göttinger Islamwissenschaftler Tilman Nagel wirft den großen Islamverbänden vor, in Deutschland eine „Gegengesellschaft“ aufbauen zu wollen. Zwar hätten sie sich nach langer Debatte zur Anerkennung des Grundgesetzes bereitgefunden, doch legten sie die Religionsfreiheit „so aus, als könnten sie selbst definieren, was Religion ist“. Das meinte Nagel am Mittwoch in Köln. Die Mitgliedsverbände im neuen Koordinationsrat der Muslime wollten verhindern, „dass die Muslime sich in die Gesellschaft einfinden“. Auf der Islamkonferenz der Bundesregierung in Berlin, an der Nagel als Experte teilnahm, sei das deutlich zu spüren gewesen. – In einem Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger äußerte sich Nagel auch zum Fall Kalisch. Der Münsteraner Islamwissenschaftler Sven Muhammad Kalisch darf keine islamischen Religionslehrer mehr ausbilden, weil er für möglich hält, dass Mohammed gar nicht gelebt hat. Nagel nennt es „töricht“, dass das Düsseldorfer Wissenschaftsministerium dem Protest des Koordinationsrates der Muslime nachgegeben hat. „Das Ganze zeigt für mich, dass die muslimischen Verbände überhaupt nicht in unserer Gesellschaft angekommen sind.“ (kna/stadt-anzeiger)

Österreich
In Wien ist diese Woche die Ausstellung „Ikonen unter Hammer und Sichel – Die Russische Orthodoxe Kirche im 20. Jahrhundert“ eröffnet worden. Die Sonderschau, die im Wiener Dom- und Diözesanmuseum zu sehen ist, steht in Bezug zum Besuch des Moskauer Patriarchen Alexij II. am vierten Adventswochenende und zeigt das Schicksal der russisch-orthodoxen Kirche während der Sowjetherrschaft auf. (kap)
Kinder müssen stärker in politische Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Das fordert der Katholische Familienverband Österreichs zum Internationalen Tag der Kinderrechte an diesem Donnerstag. Kinder und Jugendliche blieben in der Politik oft unberücksichtigt, sagte Familienverbandspräsident Clemens Steindl der Nachrichtenagentur Kathpress. Dagegen schreibe die UNO-Kinderrechtskonvention vor, Kinder an Entscheidungen zu beteiligen, die sie auch selbst betreffen. Man müsse über Strukturen nachdenken, in denen die Stimme der Kinder mehr politisches Gewicht hätte. (kap)

Österreich/Europäische Union
Die größte Herausforderung für die Menschenrechte in Europa ist der Frauenhandel. Das sagte die österreichische Politologin Birgit Sauer bei einer Tagung des katholischen Akademikerverbandes in Wien. Im Zentrum der Konferenz stehen „60 Jahre Allgemeine Menschenrechte“. Bei der Auftaktveranstaltung an diesem Donnerstag kritisierte die Politologin, dass auch in liberalen Gesellschaften nicht genug gegen den Frauenhandel getan werde. Formen der Versklavung von Frauen beschränkten sich nicht nur auf die Sexindustrie. Der Frauenhandel nehme auch in Bereichen wie Ehe, Hausarbeit, Gastronomie und im Pflegebereich zu. Nicht nur die internationalen Abkommen gegen den Frauenhandel müssten verschärft werden. Auch die Gesellschaft dürfe nicht mehr wegschauen. (kap)

Italien
Die Italienische
Bischofskonferenz hat am vergangenen Mittwoch in Rom eine betriebsinterne Kindertagesstätte mit 25 Plätzen eröffnet. 7 Mitglieder habe die Einrichtung bereits, und außerdem stehe bei einigen der Mitarbeiterinnen bald Nachwuchs ins Haus, so ein Sprecher der Geschäftsstelle der Bischofskonferenz. Mit der Kita reagiere die Bischofskonferenz auch auf die Forderung Papst Benedikts XVI., den Erziehungsnotstand in der italienischen Hauptstadt zu beheben. Weiter betone die Tagesstätte die Wertschätzung der Familien seitens der Kirche. (sir)

Naher Osten

Irak
„Die Bedrohung nimmt zu“ für Christen im Irak. Das meint der irakische Bischof Philip Najim im Gespräch mit „Spiegel-online“. Allein in der Region rund um Mossul hätten „mindestens 13.000 verängstigte Menschen ... seit Oktober ihre Häuser verlassen“. Najim wörtlich: „Wir wissen immer noch nicht, wer für den Tod zahlreicher Christen in den letzten Wochen verantwortlich ist“. Christen, darunter auch Patriarch Emmanuel III. Delly, erhielten „permanent Briefe von Terroristen, die uns auffordern, das Land zu verlassen“. Die muslimischen Führer im Irak sollten „nicht länger zulassen, dass Terroristen im Namen des Islam handeln“, so der Bischof weiter. (spiegel-online)

Asien

Philippinen
Die Kirche reagiert auf einen Gesetzentwurf der Regierung, der das Bevölkerungswachstum über die Verordnung künstlicher Verhütungsmittel eindämmen will, mit einem Gegenentwurf. Die verantwortlichen Bischöfe betonten, man löse auf diese Weise keine Probleme wie etwa die steigende Armut auf den Philippinen, die sich aus dem Bevölkerungswachstum ergebe. Ihren alternativen Gesetzentwurf sehen die Bischöfe nicht als kirchliches Dokument, sondern als politische Hilfsmaßnahme. Ein großer Teil der Regierungsabgeordneten teile die Ansicht, dass das Vorhaben des Kongresses gegen das Recht der Menschen verstoße, ihr Leben nach ihrer religiösen Grundüberzeugung zu führen. 85 Prozent der 90 Millionen Philippinen sind katholischen Glaubens. (reuters)

Amerika

Nicaragua
Mit scharfen Worten verurteilen die Bischöfe die Gewalt, die nach den Kommunalwahlen ausgebrochen ist. Unregelmäßigkeiten bei der Wahl und die Straßengewalt danach hätten „Wunden wieder aufgerissen, die in den letzten Jahren mit großer Mühe geheilt worden waren“. Das schreiben die Bischöfe in einer Erklärung zum Abschluss ihrer Herbstvollversammlung. Sie halten an ihrer Forderung nach einer Überprüfung oder Neuauszählung der Wählerstimmen fest. Offiziell haben bei dem Urnengang die Sandinisten gewonnen, also die postkommunistische Partei von Präsident Daniel Ortega. (rv)

Vereinte Nationen

Das System der internationalen Sicherheit sollte dringend ausgebaut werden. Das betonte der Beobachter des Vatikans bei den Vereinten Nationen, Erzbischof Celestino Migliore, am Mittwoch in New York. Der Vatikan-Diplomat rief die Politiker zur Abrüstung und Verringerung der Waffenbestände auf. Er wies mit besonderer Sorge auf die Situation in Afrika hin, wo statistisch gesehen auf jeden Einwohner drei Handfeuerwaffen kommen. Weiter forderte Migliore neue Kontrollmechanismen. Nur wenn die Nationen auf diesem Gebiet zu einer Übereinstimmung fänden, ließe sich der internationale Frieden sichern und ausbauen, betonte der Erzbischof. Er begrüßte die Bemühungen des UNO-Sicherheitsrates, verstärkt auf einen neuen internationalen Konsens hinwirken zu wollen. (rv)


Die obigen Texte basieren auf unserer Nachrichtensendung Treffpunkt Weltkirche” täglich um 16 Uhr. Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, ADN-Kronos, Upi, Cns, Uca, Misna, Osservatore Romano – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.

 






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