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Meldungen vom 2.11.2009

- Johannes Paul II. 2010 selig? -
- Israel sorgt für Unmut wegen Visa -
- Kard. Meisner warnt vor neuem Atheismus -


Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Mario Galgano
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr.

THEMEN DES TAGES:

Vatikan: Johannes Paul II. im Frühling selig?
Santo subito! Doch vorerst soll er seliggesprochen werden - und zwar offenbar schon bald. Die Rede ist vom verstorbenen Papst Johannes Paul II. Die Feier der Seligsprechung könnte schneller stattfinden als vermutet, berichtet die römische Tageszeitung „La Repubblica“ an diesem Montag.

Der Traum von Millionen von Gläubigen könnte bereits im Frühling in die Tat umgesetzt werden, so „La Repubblica“. Doch eine Frage müsse vorher noch gelöst werden: Wo soll die Seligsprechung gefeiert werden? Krakau und der Vatikan streiten sich darum, wo die Seligsprechung tatsächlich durchgeführt wird, schreibt die römische Zeitung. So wolle sich die Stadt Rom an einer solchen Feier unbedingt beteiligen, ließ Bürgermeister Gianni Alemanno wissen. Das Erzbistum Krakau hingegen betont, der Papst solle entscheiden, wo Johannes Paul selig gesprochen werde. Der verstorbene Papst war vor seiner Wahl Erzbischof der Wawel-Stadt.

Was das Datum betrifft, so soll die Seligsprechung zwischen April und Mai 2010 durchgeführt werden, behauptet „La Repubblica“. Doch sowohl die Heiligsprechungskongregation wie auch das Bistum Rom nennen diese Zeitangaben reine Spekulationen. Ein solcher Termin scheine „ein bisschen früh“, sagte der Relator des Verfahrens, Dominikanerpater Daniel Ols, am Montag. Weitere Details sollen an diesem Mittwoch in Rom bekannt gegeben werden - und zwar in der polnischen Sankt-Stanislaus-Kirche. Eines ist klar: Am kommenden 2. April jährt sich zum fünften Mal der Todestag des Wojtyla-Papstes. Auf dieses Datum fällt allerdings der Karfreitag, der für eine Seligsprechung nicht in Frage kommt. (rv/repubblica)
Zum Nachhören

Israel: „Visafrage ist ein Dauerthema“
Das israelische Innenministerium verschärft die Bestimmungen für Einreise- und Aufenthaltsvisa für Priester und Ordensleute. Katholische Geistliche aus Afrika erhalten künftig gar keine Visa mehr, während europäische Priester nur noch Einjahres-Visa bekommen. Die Kirche in Israel ist besorgt. Wir haben Gabi Fröhlich, unsere Korrespondentin in Jerusalem, gefragt, wie es im Moment konkret aussieht in Sachen Visa für Priester.

„Die Visafrage ist für die Kirche im Heiligen Land tatsächlich ein Dauerthema, der Franziskaner-Kustos hat das vor kurzem einmal als „nervenaufreibendes Thema“ bezeichnet; es gibt da ständige Aufs und Abs, und vor allem ist das problematisch für die Priester aus den arabischen Ländern. Das Lateinische Patriarchat hat jetzt 1 ½ Monate Behördengänge für das Visum eines jordanischen Priesters hinter sich, bis das endlich wieder erneuert wurde! Das ist nur ein Beispiel von vielen, gerade im Lateinischen Patriarchat ist dieses Thema besonders schwierig, weil die praktisch nur arabische Priester haben.

Dann gibt es aber auch Schwierigkeiten mit Ländern, die keine oder wenig politische Beziehungen mit Israel haben, wie zum Beispiel manche afrikanische Länder. Aber auch für Europäer ist es in den letzten Jahren wieder mühsamer geworden: Da sind zum Beispiel früher Visa für fünf Jahre vergeben worden; jetzt gibt es sie nur noch für ein Jahr, d.h. so manche Sekretärin von kirchlichen Einrichtungen verbringt ihre halben Arbeitstage in den Behörden, um die Visa für die Leute aus ihren Bibelinstituten oder was auch immer zu erneuern.“ (rv/asianews)
Zum Nachlesen und Nachhören

Deutschland: Kölner Kardinal warnt vor wissenschaftlichem Atheismus
Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat vor einem Wiederaufkommen des so genannten wissenschaftlichen Atheismus gewarnt. Der Mensch dürfe nicht auf das quantitativ Messbare reduziert werden, sagte Meisner in seiner Allerheiligen-Predigt im Kölner Dom am Sonntag. Das in DDR-Zeiten propagierte Gebot „Du sollst keine Götter neben der Wissenschaft haben“ feiere wieder Auferstehung, beklagte der Erzbischof im Kölner Dom.

„Abgeschnitten von allen geistigen und religiösen Wurzeln verliert die sogenannte wissenschaftliche Vernunft das Korrektiv für ihr Denken und Handeln. … Der Mensch wird wie damals in der DDR auf das quantitativ Messbare reduziert.“

Der Kardinal warnte vor „ideologisierten Biophysikern, Hirnforschern und Evolutionisten“, die den Menschen als Ebenbild Gottes und vernunftbegabte moralische Person ausmerzen wollten.

„Wenn beispielsweise Menschen geklont werden, treten sie nicht mehr als Geschenk des Schöpfers in die Welt, sondern als Produkt unseres Machens. Dabei kann dann nach selbst gewählten Bedürfnissen selektiert werden. … Der wissenschaftliche Atheismus und Aktionen wie die Atheismus-Werbung auf Bussen sind keine harmlosen Experimente einiger Leute. Sie können wie in früheren Zeiten viele Menschen buchstäblich das Leben kosten. Die Naturwissenschaftler müssen ihre Grenzen erkennen. Sie haben Kompetenz im Labor, aber für die übrige Weltwirklichkeit sind sie nicht speziell zuständig.“

Der Kardinal verwies auf den britischen Schriftsteller Richard Dawkins. Dieser „Vorreiter der neuen Gottlosen“ definiere den Menschen als Verpackung der allein wichtigen Gene, so wie die Nationalsozialisten im einzelnen Menschen nur den Träger des Erbgutes seiner Rasse gesehen hätten.

Der Kölner Stammzellforscher Jürgen Hescheler kritisierte in einer ersten Reaktion diese Äußerungen Meisners und forderte zugleich mehr Dialog zwischen Wissenschaft und Kirche. Meisner vertiefe die Gräben nun wieder, so Hescheler gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Montagausgabe). (domradio/kna)
Hier zum Nachhören

Schweiz: Bischöfe gegen Suizidhilfe-Regelung
Die Schweizer Bischöfe halten fest an ihrem Nein zu organisierter und gewerblich betriebener Beihilfe zum Selbstmord. Das sagte der Pressesprecher der Bischofskonferenz, Walter Müller, jetzt der Nachrichtenagentur Kipa. Vergangene Woche hatte der Bundesrat – also die Schweizer Regierung – angekündigt, organisierte Suizidhilfe gesetzlich regeln zu wollen. Damit legitimiere aber der Staat die Suizid-Organisationen, sagt gegenüber Radio Vatikan der Generalvikar und Sprecher der Diözese Fribourg-Genf-Lausanne, Nicholas Betticher. Er ist auch Kirchenrechtler.

„Ethisch gesehen können wir keine juristische Regelung akzeptieren, die die Suizidbeihilfe in irgendeiner Weise duldet. Damit würde der Staat eine Lawine in Gang setzen, bei der es um die Frage geht, was denn das Leben überhaupt sei. Diese Frage ist aber schwierig geworden, denn wir leben in einer Konsumgesellschaft. Diese Gesellschaft hat bestimmte Kriterien, was lebenswert ist und nicht, die sehr gefährlich klingen und die Schwächsten benachteiligen. Doch die Lebensqualität eines Staates misst sich gerade daran, wie dessen Gesellschaft mit den Schwächsten umgeht.“

Der Schweizer Bundesrat plant zwei Varianten zur Änderung des Strafrechts: Die erste Variante will Sorgfaltspflichten für Mitarbeiter von Suizidhilfeorganisationen einführen; so muss beispielsweise der Suizidhelfer Alternativen zum Selbstmord aufzeigen und mit der betroffenen Person prüfen. Die zweite Variante will die organisierte Suizidhilfe verbieten. Die Schweizer Bischofskonferenz bevorzugt diese zweite Lösung. (rv/kipa)
Hier zum Nachhören

Philippinen: „Den Menschen helfen statt Lösegeld zahlen“
Ein Foto und ein Video – das sind mögliche Lebenszeichen, die von dem verschleppten Missionar Michael Sinnott auf den Philippinen vor gut einer Woche aufgetaucht sind. Sinnott war am 11. Oktober von sechs Bewaffneten in seiner Wohnung im Süden der Insel Mindanao überfallen und in einem Lieferwagen entführt worden. Über die genaue Identität der Entführer herrscht immer noch Unklarheit. Bei ihrer Suche nach dem irischen Kirchenmann will die Armee der Philippinen offenbar mit der „Islamischen Befreiungsfront“ zusammenarbeiten. Eine Gratwanderung, denn bei den Entführern könnte es sich auch um eine radikale Splittergruppe eben dieser Vereinigung handeln.

Doch wie geht es Pater Sinnott wirklich? Patrick O’Donoghue, Regional-Oberer der Kolumban-Missionare, kommentiert den Film, der vor gut einer Woche beim Krisenstab eingegangen ist. O’Donoghue:

„In dem Video sieht Pater Sinnott etwas müde, aber relativ gesund aus. Er liest ein vorbereitetes Statement vor, in dem er die Menschen informiert, dass seine Kidnapper ein Lösegeld von umgerechnet 1,35 Millionen Euro fordern. Er bittet dann den philippinischen Präsidenten, die irische Regierung und die Kolumban-Missionare, dabei zu helfen, ihn aus dieser Lage zu befreien, weil seine aktuellen Lebensumstände ja nicht gerade gut sind.“ (rv)
Hier zum Nachlesen

Vatikan/Ungarn: Seliger Bischof Zoltán Meszlényi
Pater Michael Sinnott auf den Philippinen, Don Ruggero Ruvoletto in Brasilien und Pater Giuseppe Bertaina in Kenia – die Liste der Christen, die für die Glaubensarbeit weltweit ihr Leben riskieren, ist lang. Auch der ungarische Bischof Zoltán Meszlényi hat sich bedingungslos für die Schwächsten und Ärmsten eingesetzt. Dem kommunistischen Regime in Ungarn verweigerte er jede Kollaboration, die Gläubigen seines Landes rief er zu Menschlichkeit und Einheit auf. Papst Benedikt sprach Meszlényi am Samstag selig – und damit zum ersten Mal ein ungarisches Opfer des Stalinismus. Die Feierlichkeiten wurden von Kardinal-Primas Peter Erdö im ungarischen Esztergom abgehalten.

Mit bemerkenswerter Energie setzte sich Meszlényi in der Nachkriegszeit für seine Landsleute ein. Denn eigentlich hatte sein eigenes Leben nicht unter den besten Voraussetzungen begonnen. Der 1892 geborene Ungar verlor direkt seine Mutter. Auch die Ausbildungsjahre des talentierten Priesters verliefen unruhig. Seine Studien in Rom, darunter an der Päpstlichen Universität Gregoriana, wurden vom Beginn des ersten Weltkrieges überschattet. Der Student geriet zwischen die Fronten und musste sich vorübergehend ins österreichisch-ungarische Innsbruck flüchten. Trotzdem fand er immer die Kraft, sich für seinen Glauben und Bedürftige einzusetzen. Kardinal Erdö:

„Sein Leben hat uns eine reiche Botschaft mitgegeben. Er hat sein ganzes Dasein für den Dienst an der Kirche hingegeben. Er hat das Kirchenrecht gelehrt, war in Zeiten des Krieges und extremer Armut in der Diözese von Esztergom tätig. Und dann hat er sich persönlich um Waisen gekümmert, hat mit eigenen finanziellen Mitteln ein Waisenhaus unterhalten."

Meszlényi, selbst ein Halbwaise, habe wohl deshalb besonderes Verständnis für verstoßene und bedürftige Kinder gehabt, so Erdö. Seine Großmütigkeit habe sich in der „leidenschaftlichen und beständigen Suche nach Gott“ gezeigt, doch nie an großen Gesten oder äußerlichem Ruhm. (rv)
Hier ein längerer Beitrag zu dem ungarischen Märtyrerbischof


DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Papst Benedikt XVI. betet an diesem Montagabend in den Grotten des Petersdoms für seine dort beigesetzten Vorgänger sowie für alle Verstorbenen. Um 18 Uhr findet dazu unter dem Petersdom eine private Andacht statt. Es handelt sich um einen traditionellen Termin am Allerseelentag, an dem die katholische Kirche der Toten gedenkt und für ihr ewiges Heil betet. Benedikt XVI. wird außerdem am Donnerstag im Petersdom einen Gottesdienst für die im vergangenen Jahr verstorbenen Kardinäle und Bischöfe zelebrieren. Die Gruft unter der Vatikan-Basilika war wegen der unmittelbaren Nähe zum Grab des Apostelfürsten Petrus seit jeher bevorzugter Bestattungsort der Päpste. Mehr als 160 Petrus-Nachfolger fanden dort ihre letzte Ruhestätte. Etwa zwei Dutzend Grabmonumente befinden sich in den zugänglichen Teilen der Krypta, darunter auch das von Johannes Paul II. (rv/kna)

Europa

Deutschland
Die Deutsche Hospiz Stiftung hat Äußerungen der neuen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche, Margot Käßmann, zur Sterbehilfe als „politisch unklug“ zurückgewiesen. Käßmann habe sich zwar klar gegen die Sterbehilfe positioniert, dabei aber missverständlich auf Grenzbereiche der Palliativmedizin hingewiesen. Das, so die Stiftung, sei vor allem im Hinblick auf die Durchsetzung des geplanten Verbots von „gewerblich assistiertem Suizid“ problematisch. Käßmann hatte außerdem in der „Welt am Sonntag“ von der neuen Bundesregierung Verbesserungen im Pflegebereich gefordert. Im Bereich der Patientenverfügung grenzte sie sich von ihrem Amtsvorgänger Wolfgang Huber ab und sprach sich für das geltende Gesetz aus. Es biete, so Käßmann, eine „Balance zwischen dem Schutz der Selbstbestimmung und dem Schutz des Lebens“. (pm)
Der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle hat im Grenzdurchgangslager Friedland irakische Flüchtlinge willkommen geheißen. Bei einem Gottesdienst und anschließendem Treffen mit mehr als hundert Flüchtlingen rief Trelle die deutschen Kirchengemeinden auf, die Flüchtlinge christlich aufzunehmen. Gleichzeitig forderte er auch die Flüchtlinge auf, auf die Menschen in ihrer neuen Heimat zuzugehen. Die deutsche Regierung hatte die Aufnahme von insgesamt 2500 Flüchtlingen aus irakischen Minderheiten zugesagt; unter ihnen sind viele im Irak verfolgte Christen. (pm)
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat Vertreter des Vereins ehemaliger Heimkinder zu einem Gespräch in Freiburg getroffen. Hintergrund ist das Schicksal von Kindern, die in den 50er bis 70er Jahren in kirchlichen Kinderheimen aufgewachsen sind. Zollitsch dankte nach dem Gespräch für die „offene und vertrauensvolle Atmosphäre“ und bedauerte das unter der Verantwortung der Kirche geschehene Unrecht. Die Vertreter der früheren Heimkinder begrüßten ihrerseits die Initiativen der Bischofskonferenz zur Aufklärung der Vorgänge in den betreffenden Einrichtungen: Der Zugang zu den Akten der ehemaligen katholischen Kinder- und Jugendheime soll erleichtert werden; ebenso soll ab dem kommenden Jahr eine Beratungshotline für ehemalige Heimkinder eingerichtet werden. (pm)
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will Vorwürfe von Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller prüfen. Die aus dem Banat stammende Rumänien-Deutsche hatte am Sonntag in Frankfurt erklärt, sie und ihr damaliger Mann seien offenbar auf rumänischen Druck vom Deutschen Evangelischen Kirchentag 1989 ausgeladen worden. Zum Beweis las Müller aus dem Protokoll eines Telefongesprächs zwischen rumänischen Kirchenvertretern und der Leitung des Deutschen Kirchentags vor, das ihr kürzlich anonym zugespielt worden sei. Das Protokoll habe sie „erschüttert“, sagte die Schriftstellerin. Die EKD könne derzeit noch nicht Stellung nehmen, weil sie die Quelle selbst nicht kenne, sagte ein Sprecher der EKD am Montag. (kap)
Innenminister Thomas de Maiziere plant eine Fortsetzung der Islamkonferenz zu Beginn des kommenden Jahres. De Maiziere (CDU) führt damit die 2006 gestartete Initiative seines Amtsvorgängers Wolfgang Schäuble weiter. Die Fortsetzung der Konferenz war auch im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und FDP vereinbart worden. (kna)

Schweiz
Die beiden Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu und Adolfo Pérez Esquivel unterstützen das Schweizer Referendum für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten. Die Schreiben der beiden Nobelpreisträger reihen sich ein in Tausende von Mails und Briefen, die aus ganz Europa eingetroffen seien, teilte die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee mit. Wenn die Schweiz auf Waffenexporte verzichten würde, wäre sie ein leuchtendes Beispiel für andere Länder, ihre Exportgesetze zu hinterfragen, schreibt Erzbischof Tutu. Das Schweizer Volk stimmt am 29. November über die Kriegsmaterial-Initiative ab. (pm/ap)

Rumänien
Rumänien trauert um seinen „Geistlichen Vater“. Der orthodoxe Mönch und Archimandrit Teofil Paraian, der von Geburt an blind war, ist nach längerem Leiden am 29. Oktober verstorben; er war 81 Jahre alt. Am Samstag wurde er auf dem Friedhof seines Klosters Brancoveanu in Sambata in den Südkarpaten beigesetzt. Tausende waren gekommen, um sich von dem hoch angesehenen Geistlichen und spirituellen Ratgeber zu verabschieden. Der Mönch Teofil galt als theologisch und humanistisch hervorragend gebildet; er sprach außer rumänisch fließend griechisch, französisch, italienisch und deutsch. Während der kommunistischen Diktatur observierte ihn die Geheimpolizei „Securitate“ zwar streng. Sie wagte es aber nicht, ihn öffentlich anzugreifen, weil es sonst einen Aufstand im Volk gegeben hätte, das ihn schon zu Lebzeiten wie einen Heiligen verehrte. (kap)

Belgien/Hawaii
Kardinal Godfried Danneels hat der katholischen Kirche auf Hawaii eine Reliquie von Damian de Veuster überbracht. Der vor kurzem heilig gesprochene Ordensmann war im 19. Jahrhundert der „Engel der Leprakranken“ auf der Insel Molokai. Der belgische Primas feierte auf Molokai am Samstag die Heilige Messe mit dem erhaltenen Messkelch des belgischen Priesters. Am Sonntag begann dann das Damian-Fest mit dem Allerheiligen-Hochamt in der Kathedrale „Our Lady of Peace“ in Honolulu. Der Reliquienschrein wird in Zukunft in der Kathedrale von Honolulu zur Verehrung aufgestellt. (kap)

Afrika

Südafrika
Der Rat der christlichen Kirchen in Südafrika würdigt das Engagement der Regierung bei der Bekämpfung der Aids-Plage und der Kriminalität. Die Kirchenvertreter sprachen sich bei ihrer Jahresversammlung auch für eine engere Zusammenarbeit zwischen Regierung und den Kirchen aus. Lobenswert sei der Einsatz des Kabinetts bei der Aids-Bekämpfung. Es sei der Regierung gelungen, eine massive Beteiligung der Bevölkerung an Aids-Tests zu erreichen. (apic)

Asien

Vietnam
Der Bischof der Diözese Vinh Long hat gegen den Abriss eines Klosters protestiert. Bischof Thomas Nguyen Van Tan erinnerte daran, dass in seinem Bistum bereits vor Kurzem ein katholischer Friedhof zerstört wurde, um auf dem Gelände einen Park zu bauen. Nun plane der vietnamesische Staat ein ähnliches Projekt beim Sankt-Paul-von-Chartres-Kloster. Die ersten Abrissarbeiten beim Konvent seien bereits gestartet. (asianews)


Die obigen Texte basieren auf unserer Nachrichtensendung Treffpunkt Weltkirche” täglich um 16 Uhr. Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, ADN-Kronos, Upi, Cns, Uca, Misna, Osservatore Romano – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören

 






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