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Meldungen vom 6.11.2009

- Österreich: „Tore schließen ist nicht der Weg“ -
- D: Marx, gemeinsame Mahlfeier nicht denkbar -
- Venezuela: Unkontrollierte Gewalt -


Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Birgit Pottler
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr.

THEMEN DES TAGES:

Österreich: Schönborn, „Staat und Kirche müssen offen sein für andere“
Kardinal Christoph Schönborn und Bundespräsident Heinz Fischer warnen vor Ausländerfeindlichkeit in Österreich. Beide äußerten sich am Donnerstag Abend bei einem Festakt zum 50-Jahr-Jubiläum des Wiener Afroasiatischen Instituts. Schönborn und Fischer würdigten das 1959 unter Kardinal Franz König gegründete Institut; es sei ein vorbildlicher Ort des interreligiösen und interkulturellen Dialogs in Österreich.

Auch heute müssten Staat und Kirche offen sein für andere, appellierte Kardinal Schönborn: „Zu glauben, dass wir unsere Identität am besten dadurch sichern, dass wir uns abschotten, möglichst die Tore dichtmachen und Scheuklappen anlegen - das kann nicht der Weg sein.“

Alle Kräfte im Land sollten sich entschieden gegen eine solche „Versulzung“ wehren, mahnte Schönborn. Vor allem sei es „kurzsichtige Politik, ausländische Studenten, besonders auch Studenten aus anderen Kontinenten, nicht hier haben zu wollen“. Das Afroasiatische Institut gehe seit fünf Jahrzehnten einen anderen Weg; in „verantwortungsbewusster und herzlicher Offenheit und mit wachem Interesse“ werde auf Menschen aus anderen Kulturen und mit anderen Religionen zugegangen. Wörtlich sagte Kardinal Schönborn: „Es geht darum, wie heute eine Welt zu gestalten ist, in der dieses Miteinander im Kleinen geübt wird, damit es im Großen gelingt.“

Bundespräsident Fischer wies auf die „wunden Punkte“ im Verhältnis zwischen Österreichern und „Menschen aus anderen Ländern, mit anderer Hautfarbe und anderer Religion“ hin: „Das Stichwort heißt Ausländerfeindlichkeit. Es gibt das weit verbreitete Phänomen, dass man dem Fremden, dem Ungewohnten in Abwehrhaltung und mit angstvoller Distanz gegenüber tritt.“

Mehrere Faktoren seien dafür verantwortlich, betonte Fischer. Neben wirtschaftlichen Gründen spielten Unsicherheit und Angst, aber auch politische Agitation eine Rolle. „Die gezielte Übertreibung und Zuspitzung von Problemen aus politischen Motiven ist mit aller Entschiedenheit abzulehnen.“ Die vorhandenen Ängste von Menschen beim Thema „Ausländer“ müssten ernst genommen werden. Gleichzeitig sei es eine Verpflichtung, „jeder Diskriminierung nach Herkunft, Geschlecht oder Religion entgegenzutreten“, so der Bundespräsident. (kap)
Zum Nachhören

Deutschland: Marx, gemeinsame Mahlfeier „nicht denkbar“
Der Ökumenische Kirchentag 2010 in München wird eine gute Gelegenheit, um das gemeinsame Engagement der Christen für eine Gesellschaft auf Basis des christlichen Menschenbildes zum Ausdruck zu bringen. Das haben die bayerischen Bischöfe diese Woche bei ihrer Vollversammlung in Freising festgehalten. Eine gemeinsame Mahlfeier mit katholischen und evangelischen Christen werde es beim Ökumenischen Kirchentag nicht geben, sagte der Vorsitzende der Freisinger Bischofskonferenz und Münchner Erzbischof Reinhard Marx gegenüber Radio Vatikan.

Die gemeinsame Mahlfeier sei wegen unterschiedlicher Sichtweisen für Katholiken auch im nächsten Jahr „nicht denkbar, weil das ein Zeichen wäre, dass wir eine Kirche geworden sind - was eben noch nicht der Fall ist. Da ist die Meinung ganz klar. Man kann nie voraussagen, was Gruppen machen, die sich an diese Regeln, die wir miteinander vereinbaren, nicht halten. Das war in Berlin so. Da kann man nur hoffen, dass die Medien dann nicht eine Aufmerksamkeit dort suchen, wo es um Regelverletzungen oder um das Nichteinhalten von Absprachen geht. Ökumenisch muss auch bedeuten, sich aufeinander verlassen zu können. Ich weiß, dass ich das kann.“

Weder vom bayerischen Landesbischof Johannes Friedrich noch von der evangelischen Landeskirche werde bei der Frage der gemeinsamen Mahlfeier Druck ausgeübt, bekräftigte Marx. Wer von einem Kirchentag „theologische Lehrgespräche“ erwarte, überfordere die Veranstaltung. Der inhaltliche Schwerpunkt werde das gesellschaftliche Engagement sein, betonte der Sozialethiker.
Mehr zum Nachlesen und -Hören

Franz von Assisi - der erste Performance-Künstler
Franz von Assisi – ein Urbild heutiger Künstler? Der Mann, der die Renaissance einleitete? Würde man gar nicht denken, zunächst, wenn man den Armutsprediger aus Assisi vor Augen hat. Und doch ist ausgerechnet der heilige Franz eine Art heimlicher Patron der Künstler, sagt der deutsche Kulturschaffende Wolfgang Storch, der in Berlin und Volterra arbeitet.
Mehr im Beitrag von Stefan v. Kempis


20 JAHRE MAUERFALL:

„Ich schäme mich nicht, von einem Wunder Gottes zu sprechen“
„Mich bewegen jetzt genau dieselbe Freude und die Dankbarkeit wie damals.“ Das sagt zu den Gedenkfeiern anlässlich 20 Jahre Mauerfall der Erfurter Bischof Joachim Wanke. Er ist seit 1980 im Dienst. Dass er Verantwortung vor wie nach dem politischen Umbruch wahrnimmt, nennt Wanke selbst „eine hoch interessante Erfahrung“.

Die Öffnung der Grenze zwischen Österreich und Ungarn im August 89 habe in ihm das Gefühl geweckt, hier neige sich „eine Periode dem Ende zu“. „Da ist das entscheidende Loch im Luftballon, und das wird so nicht weiter gehen. Wenn man Freizügigkeit zulässt, da verändern sich auch gesellschaftlich-politische Verhältnisse.“

Auch Wanke sieht die Probleme der Menschen 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, sieht die sozialen Herausforderungen. Doch er betont zu jedem Jahrestag neu und seine Worte verlieren auch durch Wiederholung nichts von der Überzeugung, mit der er sie ausspricht:

„Es war eine bewegende Stunde, und ich schäme mich nicht und getraue mich auch heute noch von einem Wunder Gottes zu sprechen. Wir haben vielen zu danken, denen die Polen, Ungarn, vorangegangen sind, dem Papst in Rom, einsichtigen Politiker, die die Panzer in den Kasernen gelassen haben. Gott hat das Wunder gewirkt mit uns Menschen.“ (rv)
Zum Nachhören


DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Papst Benedikt XVI. hat an diesem Freitag den Präsidenten von Kasachstan, Nursultan Nasarbajew, empfangen. In den „herzlichen Gesprächen“ mit dem Kirchenoberhaupt und weiteren Vatikanvertretern standen laut Angaben des Pressesaals Fragen der Wirtschaftskrise, des interreligiösen Dialogs und der weltweiten Friedenssicherung im Mittelpunkt. Kasachstan übernimmt im Januar 2010 als erste der ehemaligen Sowjetrepubliken den Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Nasarbajew, der dem islamischen Glauben angehört, war bis zum Zerfall der Sowjetunion 1991 Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Kasachischen Sowjetrepublik. Menschenrechtsorganisationen werfen dem Präsidenten einen autokratischen Führungsstil vor. Laut Vatikanmitteilung wurde bei den Unterredungen im Apostolischen Palast auch der Wunsch geäußert, dass Gläubige eine immer wichtigere Rolle im öffentlichen Leben und für das Gemeinwohl leisten sollten. (rv)
Der Päpstliche Rat für die Laien veranstaltet an diesem Freitag und Samstag in Rom eine Tagung zum Thema „Sport, Erziehung, Glaube“. Im Mittelpunkt der Konferenz sollen das katholische Sportvereinswesen und sein Beitrag für die Erziehung und Evangelisierung von Jugendlichen stehen. Unter den Rednern sind unter anderem der Präsident des internationalen Paralympischen Komitees, Philip Craven, und der Sekretär des Päpstlichen Laienrates, Josef Clemens. – Bei seiner nächsten Vollversammlung im Mai 2010 befasst sich der Laienrat mit der Rolle von Katholiken in der Politik.
Zu der Tagung seien auch einige externe Redner eingeladen, bestätigte Vatikansprecher Pater Federico Lombardi. Keineswegs handle es sich aber um eine Art Gipfeltreffen von Regierungschefs im Vatikan. Italienische Medien hatten berichtet, Papst Benedikt XVI. habe internationale Spitzenpolitiker wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), den ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair oder US-Vizepräsident Joe Biden eingeladen. Diese Spekulationen wies Lombardi zurück. (rv/apic/kna)
„Die Kirche muss Frauen helfen, aus der Prostitution auszusteigen.“ Das fordert eine europäische Konferenz zur Straßenpastoral, die jetzt in Rom zu Ende ging. Das Schlussdokument ruft dazu auf, den Frauen auf der Straße mit einem „menschlichen Gesicht“ gegenüberzutreten. Auch in den Pfarreien sollen sich die Prostituierten „aufgenommen und akzeptiert“ fühlen. Im Hintergrund müsse ein Lebensstil stehen, der „die Sexualität als einen konstitutiven und würdevollen Teil des menschlichen Lebens“ respektiere. Darüber hinaus fordert das Schreiben eine „neue Kultur der Rechte und Aufgaben zwischen Männern, Frauen und Kindern“. (rv)
Der Petersdom steht im Mittelpunkt einer internationalen Konferenz in Rom und im Vatikan. Die Teilnehmer beschäftigen sich vom 11. bis 13. November mit Archichtektur und Kunst der Basilika und ihrer Rezeption. Organisator der Tagung mit dem Titel „Die Basilika St. Peter. Wirkung und Bild“ ist das Nationale Komitee „500 Jahre Basilika St. Peter“. Zudem beteiligen sich unter anderen die Dombauhütte von St. Peter und das deutsche Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in Rom, die Biblioteca Hertziana. Im Mittelpunkt der Konferenz soll nach Angaben der Veranstalter der Modellcharakter des Petersdoms in architektonischer, künstlerischer, liturgischer und konservatorischer Hinsicht stehen. Die Vorträge behandeln die Zeit vom Mittelalter bis zur Moderne. Tagungsorte sind das Museo Nazionale Romano sowie die Audienzhalle im Vatikan. (apic/kna)

Vatikan/Vereinte Nationen
„Das Energieproblem ist eine Schlüsselfrage für die internationale Gemeinschaft geworden.“ Das sagte Erzbischof Celestino Migliore vor den Vereinten Nationen. Der Ständige Beobachter des Apostolischen Stuhls sprach sich für eine „geschickte Strategie“ aus, die den Notwendigkeiten der Energiesicherheit wie des Klimawandels gleichermaßen begegne. Dabei müsse diese Entwicklung alle Teile des Planeten gleichermaßen umfassen. Ein Fortschritt im Bereich erneuerbarer Energiequellen sei „extrem wichtig für die Ausrottung der Armut“. Die dazu nötige Zusammenarbeit im Bereich der Energiesicherheit müsse Hand in Hand gehen mit regionaler und internationaler Zusammenarbeit. Außerdem sprach sich der Vatikanmann für einen freien Informationsfluss und einen erleichterten Technologietransfer im Energiebereich aus. (agi)

Europa

Europäische Union/Schweiz
Der Klimawandel geht alle an und betrifft das Leben des gesamten Planeten. Das schreiben die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der Rat der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) in einem gemeinsamen Brief von diesem Freitag. Die Christen Europas fordern sie dazu auf, sich „mit der Herausforderung des Klimawandels auseinander zu setzen und entsprechend zu handeln". Ihre jeweiligen Regierungen sollten sie zum Klimaschutz anhalten. Anlass für den Aufruf der Bischöfe und Kirchen ist die Klimakonferenz der Vereinten Nationen, die vom 7. bis 18. Dezember in Kopenhagen stattfindet. Die dort anstehenden Entscheidungen betreffen nach Ansicht der Kirchenvertreter auch Fragen der Ethik, der Kultur, des Glaubens und der Religion. - Die ökumenische Konferenz europäischer Kirchen und der Rat der Europäischen Bischofskonferenz haben beide ihren Hauptsitz in der Schweiz. (pm)

Deutschland
Entwicklungsminister Dirk Niebel hat Nichtregierungsorganisationen und Kirchen nachdrücklich für ihre kritische Begleitung der deutschen Entwicklungspolitik gedankt. „Sie schärfen unseren Blick“, erklärte der FDP-Minister am Donnerstag in Berlin. Mit Blick auf einen Appell mehrerer Hilfswerke zu entschiedenerem Engagement beim Kampf gegen den Klimawandel verwies er darauf, Klima- und Umweltschutz zählten zu den Schlüsselsektoren im Koalitionsvertrag. Für „klimarelevante Projekte und Programme“ seien bereits eine Milliarde Euro des Entwicklungsministeriums-Etats vorgesehen. Diese Mittel müssten weiter ausgebaut werden, so Niebel. (pm/kna)
Die katholische Kirche und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordern eine weltweite Steuer für Finanztransaktionen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) solle sich bei dem an diesem Freitag beginnenden G20-Finanzministertreffen in Schottland für eine solche globale Abgabe einsetzen, heißt es in einem Appell des globalisierungskritischen Netzwerks „Attac“, dem DGB und der deutschen Kommission Justitia et Pax, deren Träger die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken sind. Weltwirtschafts-, Finanz- und Nahrungsmittelkrise hätten „alarmierende Auswirkungen“ auf die Entwicklungsländer, erklärte der Vorsitzende von Justitia et Pax, der Trierer Bischof Stephan Ackermann. Eine Steuer auf Finanztransaktionen würde mehrere Milliarden Dollar generieren, die dafür verwendet werden können, um die Millenniumsziele der Vereinten Nationen zu verwirklichen und Armut nachhaltig zu bekämpfen. (pm/kna)

Österreich
Die Bischöfe beraten ab Montag über aktuelle Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft. Bei der Herbstvollversammlung der Bischofskonferenz im Stift Michaelbeuern von 9. bis 12. November sollen die Fragen der Familie und des Lebensschutzes im Mittelpunkt stehen. Die Debatte um die „Pille danach“ steht ebenso auf der Tagesordnung wie pastorale Initiativen zu einer intensiveren Vorbereitung auf die Ehe. Außerdem sprechen die Bischöfe über die Lage an den Hochschulen. Der Studientag ist erneut dem Thema „Kooperative Seelsorge“ gewidmet. (pm)
„Ich achte alle Menschen, die sich heute Sorgen um unsere Kirche machen und leidenschaftlich zu Wort melden – gleichviel aus welchem Teil des Kirchenspektrums“.
Das schreibt der Grazer Bischof Egon Kapellari in einem Antwortbrief an die Sprecher der sogenannten „Laien-Initiative“. Reformen in der Kirche könne es aber nicht „gegen Rom oder an Rom vorbei“ geben. In solche Überlegungen sei immer auch der „Glaubenssinn der Weltkirche“ mit einzubeziehen. Gleichzeitig weist Kapellari Behauptungen zurück, die Kirchenleitung verweigere sich dem Gespräch über Reformanliegen. Doch müssten in den Gesprächen Argumente gerade im Hinblick auf Zölibatslockerung und Frauenordination „über eine vielerorts dominante pragmatische Plausibilität hinausreichen“. Die Plattform „Wir sind Kirche“ widerspricht den Äußerungen Kapellaris heftig; sie beklagt, dass Benedikt XVI. die Kirche zu einem „Sammelbecken des Konservatismus“ mache. (kap/pm)

Schweiz
Der Fernsehjournalist André Marty erhält den Katholischen Medienpreis. In der Arbeit des Nahost-Korrespondenten spiegle sich die „Vielschichtigkeit der Probleme des Zusammenlebens der Völker und Religionsgemeinschaften im Heiligen Land“, heißt es zur Begründung. Marty mache deutlich, welche Bedeutung die „Präsenz der christlichen Minderheit für die Hoffnung auf Frieden für alle“ habe. Die Medienkommission der Schweizer Bischofskonferenz bezeichnet die Arbeit des Korrespondenten des Schweizer Fernsehens SF als „unparteilich und mutig“. Medienbischof Peter Henrici wird den Preis am 30. November übergeben. (kipa)

Afrika

Senegal
Kardinal Théodore Adrien Sarr von Dakar hat die politische Führung des Senegal scharf kritisiert. „Die Politiker lassen die Zeit verstreichen, ohne sich mit den wirklichen Fragen der Entwicklung zu befassen“, monierte der Kardinal bei einer Pressekonferenz, die Ergebnisse der Afrika-Synode vorstellen sollte. Seit seiner Rückkehr von der Synode im Vatikan werde im Fernsehen des Senegal ausschließlich über mögliche Kandidaten für die nächste Wahl gesprochen. „Besteht die Politik etwa nur daraus, die nächsten Wahlen vorzubereiten und zu gewinnen?“, so Sarr wörtlich. Als echtes Wahlprogramm forderte Sarr einen „Aktionsplan“ zum Wohl der Bevölkerung. (apic)

Asien

Philippinen
Sechs Millionen Kinder und Jugendliche auf den Philippinen brechen die Schule ab oder erhalten überhaupt keine Schulbildung. Auf diesen Missstand weist der Bischof von Cubao, Honesto Ongtioco, hin. „Die Eltern müssen den Wert der Erziehung für das Leben ihrer Kinder erkennen und die dafür nötigen Opfer aufbringen“, sagte Ongtioco einer Agentur. Auch kritisiert er die viel zu niedrigen öffentlichen Ausgaben für die Bildung. Die Kirche auf den Philippinen hat eine Initiative gestartet, die verstärkt zum Schulbesuch motivieren soll. Unter anderem stellt die Caritas Manila in diesem Jahr 8.000 Stipendien zur Verfügung. (asianews)

Vietnam
Die Kirche feiert den 350sten Jahrestag der Errichtung kirchlicher Strukturen in Vietnam. Die Vorbereitungen zu den Feiern sind trotz enormer logistischer Herausforderungen „auf einem guten Weg“. Das vermeldet der Erzbischof von Hanoi, Joseph Ngo Quang Kiet, auf der Homepage der Bischöfe. Vietnams Kirche begeht auch das 50-jährige Jubiläum der Erzbistümer Hanoi, Hue und Saigon. Eröffnet werden die Feierlichkeiten Ende November am Fest der vietnamesischen Märtyrer. Johannes Paul II. hatte 1988 den Vietnamesen Andrew Dung Lac und 116 seiner Gefährten selig gesprochen. (cna)

Amerika

Venezuela
Die Gewalt in Venezuela ist nach Meinung der Kirche außer Kontrolle geraten. In einem Interview mit dem Radio-Sender „Union“ bezifferte der Vizepräsident der venezolanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Baltazar Porras, die Zahl der ungeklärten Gewaltverbrechen und Morde in dem südamerikanischen Land auf 94 Prozent. Der Zustand der Schutzlosigkeit und Straffreiheit sorge für unzumutbare Zustände, sagte der Erzbischof von Merida. Die überwiegende Zahl der Straftaten werde nicht einmal Gegenstand von Untersuchungen oder gar Gerichtsverfahren, kritisierte Porras Polizei und Justiz. - Mit 130 Morden je 100.000 Einwohner gilt Caracas nach einer Studie des US-Magazins „Foreign Policy“ als die gefährlichste Stadt der Welt. Dahinter folgt das südafrikanische Kapstadt. (kna)


Die obigen Texte basieren auf unserer Nachrichtensendung Treffpunkt Weltkirche” täglich um 16 Uhr. Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, ADN-Kronos, Upi, Cns, Uca, Misna, Osservatore Romano – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören

 






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