Meldungen vom 19.10.2009
- Papst erinnert die EU an ihre Grundwerte -
- Piusbruder Fellay greift Kirche scharf an -
- Zypern: Erwartungen an kath.-orth. Dialog -
- Vor 25 Jahren: Mord an Jerzy Popieluszko -
Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Stefan von Kempis
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr.
AUS DER REDAKTION:
Verehrte Freundinnen und Freunde unseres Newsletters,
Vermutlich haben Sie schon erfahren, dass ich Radio Vatikan am Ende dieses Jahres verlassen werde. Nach 27 Jahren in Rom kehre ich gerne in meine deutsche Heimat zurück und übergebe das Heft einem jungen Mitbruder, Pater Bernd Hagenkord….
Eine Bitte von Pater Eberhard von Gemmingen, lesen Sie hier weiter
THEMEN DES TAGES:
Afrika-Synode im Vatikan: „Den Schrei der Frauen gehört“
Im Vatikan tagt weiterhin die Bischofs-Sondersynode für Afrika. Am Wochenende wurde hinter verschlossenen Türen über eine Botschaft debattiert, die die Synodenväter zum Abschluss an die Welt richten wollen. Der Generalrelator der Synode ist Kardinal Peter Turkson aus Ghana; er präsentierte im Beisein von Papst Benedikt einen Bericht über den bisherigen Stand der Debatte.
„Die Kirche darf nicht die Augen verschließen vor den tiefen Schatten, die über Afrika liegen“, so der Kardinal. Bei der Synode hätten die Bischöfe vor allem „den Schrei der Frauen Afrikas gehört“, die in der Kultur des Kontinents immer noch an den Rand gedrängt würden. Die Kirche müsse sich für die Frauen engagieren – gegen Polygamie, Gewalt in der Ehe, Diskriminierungen im Erbrecht, Zwangsheiraten. Kardinal Turkson ruft Afrikas Politiker zu mehr „Leadership“ auf; Staatsstreiche dürften nicht mehr geduldet werden.
Zur „Tragödie der Aids-Pandemie“ meinte Turkson, die Kirche müsse in Afrika mehr tun, damit HIV-Infizierte nicht sozial ausgegrenzt werden. Sie hätten außerdem das gleiche Recht auf Behandlung wie Aids-Kranke in Europa. Bei der Diskussion wies ein Bischof darauf hin, dass man in Afrika nicht angesichts der Aids-Problematik andere Krankheiten, die vielleicht sogar mehr Menschen töten, vernachlässigen dürfe – etwa Malaria.
Der „Generalrelator“ fasste alle Themen, die auf der Synode behandelt wurden, in 25 Fragen zusammen – die werden jetzt in kleineren Zirkeln besprochen. Und daraus werden dann Beschlüsse formuliert. Übrigens konnten sich die Teilnehmer der Synode vom manchmal drögen Debatten-Alltag am Sonntagabend etwas erholen: auf einem Afrika-Fest, zu dem die römische Basisgemeinschaft nach Trastevere eingeladen hatte. (rv/apic)
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THEMEN DES TAGES:
Papst erinnert EU an christliche Wurzeln
Benedikt XVI. gratuliert EU-Kommissionspräsident José Barroso zu seiner Wiederwahl. Bei einer Audienz für den neuen EU-Vertreter beim Vatikan (es ist der französische Diplomat Yves Gazzo) meinte der Papst, es stimme, dass die EU „ein Raum des Friedens und der Stabilität rund um gemeinsame Werte“ sei. „Aber” – so Benedikt wörtlich – „man darf doch daran erinnern, dass die EU diese Werte nicht selbst entworfen hat, sondern dass es eher diese gemeinsamen Werte sind, die überhaupt erst zur Bildung der EU geführt haben und die über den Kern der Gründerländer hinaus auch noch andere Nationen angezogen haben.“ Diese Werte seien „Frucht einer langen und verwickelten Geschichte, in der – wie keiner leugnen wird – das Christentum eine herausragende Rolle gespielt hat“. Wörtlich fuhr der Papst fort: „Die Gleichheit aller Menschen, die Freiheit des Bekenntnisses als Wurzel aller anderen bürgerlichen Freiheiten, Friede als entscheidendes Element des Gemeinwohls... das sind alles zentrale Elemente der christlichen Offenbarung, die die europäische Zivilisation auch weiter prägen.“
Verschwiegene Wahrheit
Wenn die Kirche an die christlichen Wurzeln Europas erinnere, tue sie dies keineswegs, weil sie irgendwelche Privilegien für sich wolle, so Benedikt. Sie wolle vielmehr eine „mehr und mehr verschwiegene Wahrheit“ wieder ins öffentliche Bewusstsein heben: dass nämlich „die Gründungsväter der EU dezidiert christlich inspiriert“ waren. Die christlichen Werte seien „kein Wildwuchs und kein Beiwerk“, sondern ein „zusammenhängendes Ganzes, das von einem präzisen Menschenbild ausgeht“. Wenn Europa seine Gründungswerte beiseite schiebe, drohe es zu einem Opfer von Lobby-Gruppen zu werden, „die ein ehrgeiziges gemeinsames Projekt zugunsten von Teilinteressen beschädigen“. (rv)
Zypern: Wichtiger Dialog
Katholische und orthodoxe Theologen könnten in diesen Tagen auf Zypern einen wichtigen Schritt auf die Einheit der Christen hin tun. Das glaubt der deutsche Ökumene-Experte Johannes Oeldemann vom Johann-Adam-Möhler-Institut in Paderborn. Im Gespräch mit dem Kölner Domradio meinte Oeldemann, die Frage des Papst-Amtes, über die in Zypern derzeit debattiert wird, sei die „Hauptfrage, die derzeit noch als Trennungsgrund zwischen beiden Kirchen gilt“.
„Wir sind uns ja mit den orthodoxen Christen in vielen Fragen des Glaubens einig, beispielsweise in der Frage der Sakramente oder Eucharistie, aber auch der Strukturen des kirchlichen Amtes; der päpstliche Primat ist aber der Punkt, der von den Orthodoxen zumindest in der Form, wie er sich im zweiten Jahrtausend entwickelt hat, nicht akzeptiert wird – insbesondere die Papst-Dogmen des 19. Jahrhunderts, wo die Unfehlbarkeit und der Jurisdiktions-Primat des Papstes definiert wurden. Die internationale Dialogkommission will aus diesem Grund bei ihrer Sitzung in Zypern auf das erste Jahrtausend schauen, um gemeinsam zu erheben: Wie sind die Grundlagen aus der Zeit, in der Ost- und Westkirche noch miteinander in Kirchengemeinschaft standen, und was können wir daraus für die heutige Zeit, das dritte Jahrtausend, lernen?“
Natürlich werde sich nicht alles „1:1 auf das dritte Jahrtausend übertragen lassen“ – dennoch könne aber „die Form, in der man damals Kirchengemeinschaft gebildet hat“, doch „ein Muster bis in die heutige Zeit“ sein. Oeldemann hält es für einen Erfolg, dass diesmal auch die russisch-orthodoxe Kirche – die aus der letzten Gesprächsrunde in Ravenna ausgezogen war – mit am Tisch sitzt:
„Aus katholischer Sicht ein sehr wichtiger Fortschritt, weil die russisch-orthodoxe Kirche zahlenmäßig die weitaus größte orthodoxe Gemeinschaft ist, und diese im Dialog außen vor zu lassen, wäre alles andere als sinnvoll und weiterführend.“ (domradio)’
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Österreich: „Einheit der Kirche ist eine Notwendigkeit“
Er ist rumänisch-orthodoxer Bischofsvikar in Österreich. Und: nächster Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich. Nicolae Dura wird am 1. Januar 2010 vom evangelischen Altbischof Herwig Sturm den Vorsitz des Verbands übernehmen. Kein schweres Erbe, wie er findet: Das ökumenische Klima in Österreich sei „ganz anders“ als in anderen Ländern und von der „bewundernswerten“ Zusammenarbeit und dem Zusammenwirken der 14 Mitgliedskirchen des Kirchenrates geprägt. Der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar weiß zwar, dass es derzeit auch Stimmen gebe, die auf eine Stagnation im Bereich der Ökumene aufmerksam machen. Diese Stimmen müsse man ernst nehmen, so Dura: „Aber auch wenn wir uns vielleicht in einem 'Herbst der Ökumene' befinden, müssen wir ganz deutlich sehen, welche Schritte wir bis jetzt geschafft haben...“ Zu diesen Schritten zählt Dura etwa die gemeinsame Ausbildung von katholischen, orthodoxen und evangelischen Religionslehrern an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems. Diese weltweit einmalige Zusammenarbeit der Kirchen in der Lehrerausbildung an der KPH sei eine „große Chance für die Zukunft der Ökumene“. Dura arbeitet selbst seit 1993 als orthodoxer Religionslehrer und ist auch in der Ausbildung orthodoxer Religionslehrer an der kirchlich getragenen Pädagogischen Hochschule aktiv. (kap)
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Deutschland: „EinSatz – Hoffnung“
„EinSatz – Hoffnung“. Unter diesem Motto startete am Montag in München eine gemeinsame Aktion von Caritas und Diakonie zum 2. Ökumenischen Kirchentag. Christen aller Konfession sollen auf Postkarten und im Internet ihre Hoffnungen und Forderungen für eine gerechte Gesellschaft formulieren. Die gesammelten Botschaften der Bürger werden dann bei einem Aktionstag im Februar 2010 an Politiker übergeben. Der Direktor des Caritasverbandes München und Freising ist Hans Lindenberger. Er sagte uns:
„Wer keine Hoffnung hat, der stellt sich auch nicht couragiert hin und setzt sich ein für Gerechtigkeit, wenn er Unrecht erlebt - ganz persönlich im öffentlichen Raum. Aber EinSatz Hoffnung hat einen doppelten Aspekt: dass man sich einsetzt für eine gerechtere Welt, und Einsatz für die Menschen.“
Das Thema „EinSatz“ ist angesichts der Diskussion in Deutschland um – fehlende – Zivilcourage ganz aktuell. Im Hintergrund steht da der Fall des Mannes, der vor kurzem an einer Münchner S-Bahn-Station zu Tode geprügelt wurde, als er Kinder vor den Drohungen einiger Jugendlicher beschützen wollte. Bayerns Diakoniepräsident Ludwig Markert:
„In den beiden Kirchen bei Caritas und Diakonie gibt es viele Menschen, die sich engagieren. Ohne dieses ehrenamtliche, freiwillige, bürgerschaftliche Engagement wäre vieles nicht möglich, was Caritas und Diakonie tun. Von daher gesehen ist das Beste, wenn deutlich wird,, dass es Vorbilder gibt von Zivilcourage - denn nichts überzeugt mehr als ein Vorbild.“
Wer mitmachen will, kann im Internet unter www.einsatzhoffnung.de seine Vorstellungen von einer gerechten Gesellschaft ausdrücken. Postkarten können in die eigens bei Caritas und Diakonie in Bayern aufgestellten Postkasten eingeworfen werden. (rv)
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Vor 25 Jahren: Mord an Popieluszko
Er wurde zum katholischen Märtyrer der polnischen Opposition - zu DER Symbol-Figur der Solidarnosc-Bewegung: der Priester Jerzy Popieluszko. Das kommunistische Regime hat ihn vor genau 25 Jahren – am 19. Oktober 1984 - ermorden lassen. Noch immer sind nicht alle Fragen zu dem Verbrechen beantwortet; die Hintermänner sind nach wie vor unbekannt. Für Popieluszko läuft ein Seligsprechungs-Verfahren. Daniel Kaiser hat sich an der seiner Wirkungsstätte in Warschau umgesehen und mit Zeitzeugen gesprochen. (rv)
Hören Sie hier einen Beitrag von Daniel Kaiser
DIE NACHRICHTEN:
Vatikan
Erstmals hat ein Leiter einer Kurienbehörde eine Messe im außerordentlichen Ritus in Sankt Peter zelebriert. Es handelt sich um eine Premiere nach der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils. Kurienerzbischof Raymond Burke feierte am Sonntag den Gottesdienst. Er ist Präfekt des höchsten kirchlichen Gerichtes, des Tribunals der Apostolischen Signatur. Unter den Teilnehmern an der Messe war unter anderem der Sekretär der Kommission „Ecclesia Dei“, Guido Pozzo, der für den Dialog mit der Piusbruderschaft zuständig ist. (apic)
Europa
Deutschland
Die Zahl der Kirchenaustritte in Deutschland ist 2008 auch auf evangelischer Seite drastisch gestiegen. Das ergab eine Umfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Den beiden großen Kirchen kehrten insgesamt 290.056 Bürger den Rücken. Das waren 29,5 Prozent mehr als 2007. Aus den 22 evangelischen Landeskirchen traten letztes Jahr 168.901 Personen aus, was einem Zuwachs von 29,6 Prozent entspricht. Bei der katholischen Kirche erhöhten sich die Austritte um 29,3 Prozent auf 121.155. Besonders hoch sind die Anstiege auf evangelischer Seite vor allem im Westen Deutschlands. Die prozentual größten Steigerungen verzeichneten die Landeskirchen Pfalz (41,2 Prozent) und Anhalt (40,4 Prozent). Über dem Durchschnitt lag auch die größte Landeskirche, die hannoversche, mit einem Plus von 29,6 Prozent. Nach Ansicht des Religionssoziologen Detlef Pollack aus Münster hängt der Mitgliederschwund der Kirchen unter anderem mit der Wirtschaftskrise zusammen. „Die Ersparnis der Kirchensteuer ist ein wesentliches Motiv für Kirchenaustritte“, fand der Wissenschaftler bei einer langfristigen Studie heraus. Die Austrittsraten stiegen immer dann an, wenn die Finanzbelastung wachse. Das lasse sich für die vergangenen 50 Jahre nachweisen, etwa beim Solidaritätszuschlag 1992 oder beim Konjunkturzuschlag Anfang der siebziger Jahre. Die Austritte hätten auch mit einer sinkenden Religiosität zu tun: „Menschen, die austreten, haben zumeist die Beziehung zu Glauben und Kirche verloren. Die Wirtschaftslage ist dann der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.“ Dabei seien es laut Statistik vor allem Besserverdiener, Städter und Männer, die der Kirche den Rücken kehrten. „Für sie lohnt sich der Austritt finanziell am meisten. Die Bindung zur Kirche bleibt jedoch oft über die schlechter verdienende Frau bestehen. Dies erlaubt es, die Kinder dann dennoch taufen zu lassen“, so Pollack. (idea)
Österreich
Schützt die Rechte der Fremden. Dazu ruft der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich die Abgeordneten des Nationalrats auf. Die Vertreter von 14 christlichen Kirchen kritisieren die geplanten Gesetzesänderungen, die eine weitere Verschärfung des Asyl- und Fremdenrechts vorsehen. Die Kirche sei besorgt, dass das Innenministerium nun die Flüchtlingsberatung streichen wolle, so der Ökumenische Rat. Ob eine Person Schutz in Österreich erhalten soll, müsse in einem fairen und rechtsstaatlichen Verfahren geklärt werden. Die Sozialbetreuung von Schubhäftlingen hat das Innenministerium bereits gestrichen. (kap)
Schweiz/Frankreich
Der Generalobere der schismatischen Piusbruderschaft, Bernard Fellay, hat erneut die katholische Kirche scharf kritisiert. In einem Rundbrief wies er auf die seiner Meinung nach „desaströsen Folgen“ des Zweiten Vatikanischen Konzils hin. Die Kirche sei dabei, sich in einen „Ruinenhaufen“ zu verwandeln. Das Konzil hat in den Augen Fellays durch seine Ausrichtung auf den Menschen erheblichen Anteil am Zusammenbruch der Kirche. Vor allem Johannes Paul II. habe diese Ausrichtung immer wieder betont, obwohl dies dem übernatürlichen Wesen der Kirche fremd sei. Gleichzeitig wird aus Lourdes bekannt, dass Fellay in der dortigen Basilika am kommenden Sonntag einen Gottesdienst feiern darf. Bischof Jacques Perrier von Lourdes habe dies genehmigt, teilte die Bruderschaft auf einer ihrer Websites mit. (kipa/kna)
Russland
Die Kirchen in Russland müssen nach Einschätzung des katholischen Bischofs von Saratow, Clemens Pickel, stärker für ihre Botschaft werben. Nach einer kurzen Welle des religiösen Interesses in den Jahren nach der Wende breite sich heute völlige Gleichgültigkeit in Fragen des Glaubens aus, sagte der aus dem Bistum Dresden-Meißen stammende Pickel in Berlin bei einer Gedenkveranstaltung des internationalen katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ zum 20. Jahrestag des Mauerfalls. Wer heute in Russland als Priester arbeite, müsse dies als Mission verstehen, so Pickel weiter. (kna)
Afrika
Ägypten
Ein koptischer Christ ist wegen einer angeblichen Affäre seines Sohnes mit einer Muslima in Südägypten getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, sei er bei einem Spaziergang durch seinen Heimatort Attaleen von Unbekannten erschossen worden. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden. Hintergrund des Angriffs seien Gerüchte gewesen, der Sohn des Opfers habe Fotos von seiner Freundin im Internet veröffentlicht. (ap)
Amerika
Vereinigte Staaten
Zum achten Mal macht der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., mit einem eigenen Symposium auf eines seiner brennendsten Anliegen aufmerksam: den Schutz der Umwelt. Diesmal ist die Missisippi-Region in den USA der Schauplatz. Die Teilnehmer besuchten am Sonntag Memphis in Tennessee; am Mittwoch startet die eigentliche Konferenz in New Orleans. Thema der Beratungen: „Das Gleichgewicht wiederherstellen“. Bartholomaios ist Ehrenoberhaupt der orthodoxen Christen in aller Welt; manche nennen ihn den „grünen Patriarchen“. (rv)
Das Bistum Wilmington in den US-Bundesstaaten Delaware und Maryland muss Insolvenz anmelden, nachdem 140 Schadenersatzklagen von Opfern von Missbrauch durch Priester gegen das Bistum eingegangen sind. Damit ist Wilmington bereits die siebte US-Diözese, die gerichtlichen Gläubigerschutz beantragen muss. Der Schritt war nötig geworden, so Bischof Francis Malooly, nachdem die Gespräche zu einer außergerichtlichen Einigung mit den Opfern erfolglos geblieben sind. An diesem Montag hätte der erste Zivilprozess zu den Missbrauchsfällen beginnen sollen. Das Finanzrecht der USA sieht vor, dass das Bistum bis zum Abschluss einer Reorganisation der Bistumsfinanzen Gläubigerschutz genießt und den laufenden Betrieb aufrechterhalten kann. Nur auf diese Weise, so Bischof Malooly weiter, könne man allen Opfern gerecht werden. (reuters)
Die obigen Texte basieren auf unserer Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche” täglich um 16 Uhr. Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, ADN-Kronos, Upi, Cns, Uca, Misna, Osservatore Romano – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören