3
RVRadio Vatikan
Photo

Kategorien


  Caritas und    Solidarität


  Kirche


  Kultur und    Gesellschaft


  Vatikan


  Synode


  Ökumene


  Familie


  Jugendliche


  Gerechtigkeit und    Friede


  Politik


  Religion und Dialog


  Wissenschaft und    Ethik


  Audienzen und    Angelusgebete


  Apostolische Reisen

Andere Sprachen


   Über uns


  Programmschema


  Unsere Programme


  News auf Latein


  Wollen Sie spenden?


  Freunde von RV


  Links


  Empfang

Vatikanische Website


  Heiliger Stuhl


  Vatikanstadt


  Liturgische Feiern    des Papstes


  Pressesaal des    Heiligen Stuhles


  L'Osservatore
   Romano



  Vatikanisches    Fernsehzentrum

 home > Nachrichtenarchiv


Meldungen vom 29.10.2009

- Papst mahnt Iran zu internationaler Zusammenarbeit -
- Kardinal Kasper gratuliert Margot Käßmann -
- Osservatore Romano weist Hans Küng in die Schranken -


Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Gudrun Sailer
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr.

AUS DER REDAKTION:

Verehrte Freundinnen und Freunde unseres Newsletters,
Vermutlich haben Sie schon erfahren, dass ich Radio Vatikan am Ende dieses Jahres verlassen werde. Nach 27 Jahren in Rom kehre ich gerne in meine deutsche Heimat zurück und übergebe das Heft einem jungen Mitbruder, Pater Bernd Hagenkord….
Eine Bitte von Pater Eberhard von Gemmingen, lesen Sie hier weiter


THEMEN DES TAGES:

Vatikan/Iran: Papst mahnt Iran zu internationaler Zusammenarbeit
Papst Benedikt XVI. hat den Iran zu einer „neuen Phase der internationalen Zusammenarbeit“ aufgerufen. Humanitäre Prinzipien müssten dabei Vorrang vor technischen und wirtschaftlichen Vorteilen haben, sagte der Papst dem neuen iranischen Botschafter beim Heiligen Stuhl. Der muslimische Geistliche Hojjat Eslam Naseri, den Irans Regierungschef Mahmud Ahmadinedschad als neuen Gesandten nach Rom geschickt hatte, überreichte an diesem Donnerstag seine Beglaubigungsschreiben und nutzte seinerseits die Ansprache vor dem Papst zu politischen Aussagen über den aktuellen Nuklearstreit.

Der Heilige Stuhl unterhält diplomatische Beziehungen mit 176 Staaten, darunter seit mehr als 50 Jahren auch mit dem Iran. Das Interesse an diesen diplomatischen Beziehungen liegt auf vatikanischer Seite allgemein an der Förderung der Menschenwürde, erklärte Papst Benedikt dem neuen Botschafter, der zuvor unter anderem als Abgeordneter und als Freitagsprediger in seinem Land tätig war.

„Der Iran ist eine große Nation mit wichtigen spirituellen Traditionen und einem Volk von tiefer religiöser Sensibilität. Das kann ein Grund zur Hoffnung für eine wachsende Öffnung und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft sein. Der Heilige Stuhl wird seinerseits immer dazu bereit sein, in Harmonie mit denjenigen zu arbeiten, die der Sache des Friedens dienen und die Würde fördern, die der Schöpfer jedem menschlichen Wesen gegeben hat. Heute müssen wir alle eine neue Phase der internationalen Zusammenarbeit erhoffen und unterstützen, die stärker auf humanitäre Prinzipien und auf die effektive Hilfe der Leidenden abzielt und weniger abhängig ist von kalten Berechnungen und technischen oder wirtschaftlichen Vorteilen.“

Bei seiner diplomatischen Arbeit habe der Heilige Stuhl immer ganz besonders „ethische, moralische und humanitäre“ Aspekte der Beziehungen zwischen den Völkern im Blick, sagte der Papst. So wünsche sich der Heilige Stuhl auch eine Konsolidierung seiner Beziehungen mit dem Iran, um das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit fürs Gemeinwohl zu begünstigen. Sorge ließ Benedikt XVI. über die Lage der katholischen Minderheit im Iran anklingen.

„Ich wünsche, dass sich ein vertrauensvoller und aufrichtiger Dialog mit den Institutionen des Landes entwickelt. Er soll die Lage der christlichen Gemeinschaften verbessern und ihre Aktivität im Kontext der Zivilgesellschaft fördern, auch um ihren Sinn für die Zugehörigkeit zum Leben des Landes wachsen zu lassen.“

Mit sehr viel deutlicheren politischen Aussagen versetzte der neue iranische Vatikan-Botschafter seine lange Rede an den Papst, die er mit einem Koranzitat begann. Unter anderem äußerte er sich zur aktuellen Nukleardebatte.
Hier ein ausführlicher Beitrag über die Begegnung Papst Benedikts mit Irans Botschafter

Vatikan/Schweiz: Vatikanzeitung kritisiert Hans Küng
Der Vatikan weist die Attacken des Schweizer Theologen Hans Küng gegen seine jüngste Anglikaner-Initiative als „realitätsfern“ und verzerrend zurück. Mit Bitterkeit und ohne Fundament kritisiere Küng das historische Einigungsbemühen des Papstes, schreibt die Vatikanzeitung „L’Osservatore Romano“ in ihrer Donnerstagsausgabe. Küng stelle dies als „listige Machtoperation“ dar, die in politischen Kategorien der extremen Rechten zu lesen sei.

Küng hatte in der römischen Zeitung „La Repubblica“ (Mittwoch) die Errichtung einer neuen katholischen Kirchenstruktur für ehemalige Anglikaner als „unökumenische Piraterie“ bezeichnet. „Es lohnt nicht, die Fehler und die Ungenauigkeiten dieses jüngsten Textes von Küng hervorzuheben“, heißt es in dem Kommentar von Chefredakteur Giovanni Maria Vian. Er ignoriere absichtlich Fakten; der Ton grenze mitunter an Komik und gereiche der Lebensgeschichte Küngs einmal mehr nicht zur Ehre. Schließlich verhöhne der Autor auch noch den anglikanischen Primas, der mit dem katholischen Erzbischof von Westminister eine gemeinsame Erklärung zu dem Vorgang abgegeben hatte.

Küng hatte in seinem Artikel wörtliche geschrieben: „Dieser Papst fischt in rechten Gewässern“. Benedikt XVI. wolle die schrumpfende Schar der römischen Katholiken mit anglikanischen Sympathisanten auffüllen. Dazu mache er es deren Geistlichen sehr leicht, indem er ihnen die Beibehaltung ihres Ehe-Status erlaube. Die neue römische Maßnahme sei nichts anderes als ein „drastischer Kurswechsel“ in der Ökumene, so der Tübinger Theologe, dem der Vatikan 1979 wegen theologischer Differenzen die kirchliche Lehrerlaubnis entzog.

Um Küngs Artikel zu bewerten, brauche man nicht zu derart überzogenen Worten zu greifen, kontert nun die Vatikanzeitung – „auch wenn viel Bitterkeit angesichts dieses erneuten grundlosen Angriffs gegen die Kirche von Rom und ihr unbestreitbares ökumenisches Engagement bleibt“. (kna)

Europäische Union: Caritas, „Malta ist nicht das Land mit den meisten Asylsuchenden“
Caritas Europa zeigt sich besorgt über die Flüchtlingspolitik der Europäischen Union. Es gebe zwar tatsächlich eine gewisse Ungleichverteilung bei den Asylanträgen, aber dies könne die Gemeinschaft – den politischen Willen vorausgesetzt – leicht abschaffen, erklärte uns Peter Verhaeghe, der bei der Caritas Europa für Immigration zuständig ist. Anlass ist der Fall eines Bootes mit 300 Flüchtlingen aus Eritrea und Somalia, das nach tagelanger Irrfahrt und Streitereien zwischen Libyen, Italien und Malta auf Malta anlegen durfte. Verhaeghe:

„Es besteht eine europäische Vereinbarung, die Dublin-Vereinbarung, die besagt, dass eine Person, die in Europa Asyl beantragt, das in jenem EU-Land tun muss, in dem sie zuerst ankommt. Das betrifft also besonders Italien und Malta. Vor Jahren haben wir schon gesagt, dass man diese Dublin-Vereinbarung besser abschaffen sollte, sodass Asylsuchende in jenem Land einen Antrag stellen können, wo sie es wünschen; und sobald ihnen der Status als Flüchtling zuerkannt wird, sollten sie sich in der EU frei bewegen können. Das würde das Problem lösen, einige wenige Länder zu belasten. Es gibt eine internationale Verpflichtung, Asyl zu garantieren oder den Leuten zumindest Zugang zu einem Asylverfahren zu gewähren. Malta kann dieses Recht nicht einfach übergehen und zur Begründung sagen, es sei überlaufen. Überdies ist Malta nicht das Land mit der höchsten Zahl von Asylbewerbern – das ist nämlich Zypern.“ (rv)
Zum Nachhören

Pakistan: Minderheitenminister beklagt fehlende Demokratie
Mangelnde Demokratie sei der Grund für die seit Monaten zunehmende Gewalt islamischer Fundamentalisten gegen religiöse Minderheiten in Pakistan. Das sagte im Interview mit Radio Vatikan der pakistanische Minister für den Schutz religiöser Minderheiten, Shabaz Bhatti. Ein Schlüssel im nachhaltigen Kampf gegen den Terror sei der interreligiöse Dialog, so Bhatti:

„Wir rufen daher Menschen aller Glaubensrichtungen und die religiösen Führer in Pakistan dazu auf, Toleranz und Verständigung in der Gesellschaft zu fördern. Frieden, Gleichberechtigung und Menschlichkeit muss unsere Botschaft heißen. So müssen wir uns den Kräften entgegenstellen, die versuchen, die Bürger dieses Landes im Namen der Religion zu entzweien.“

Angehörige religiöser Minderheiten dürften im mehrheitlich muslimischen Pakistan nicht länger als „Bürger zweiter Klasse“ behandelt werden, forderte Bhatti, der selbst Katholik ist. Das sei mit dem Gleichheitsprinzip der pakistanischen Verfassung nicht vereinbar. Paragraphen wie das umstrittene Blasphemiegesetz gelte es zu revidieren, da sie zu Missbrauch und Diskriminierung führten. Auch wolle er sich für die Einführung eines alternativen Religionsunterrichtes an Schulen einsetzen:

„Der Islamunterricht ist bisher noch Pflichtfach an Schulen. Allerdings hat mein Ministerium kürzlich eine Empfehlung an das Erziehungsministerium weitergeleitet. Diese schlägt vor, dass erstens eine vergleichende Religionskunde in den Unterricht integriert wird und zweitens für nicht-muslimischen Schüler die Möglichkeit besteht, in ihrer eigenen Religion unterrichtet zu werden. So kann schon an den Schulen ein harmonisches Miteinander der Religionen wachsen.“

Unterdessen mehrt sich in Pakistan der öffentliche Druck zur Abschaffung des umstrittenen Blasphemiegesetzes. In Islamabad und Karachi demonstrierten am vergangenen Wochenende erneut interreligiöse Verbände und Menschenrechtsorganisationen für die Nivellierung des Gesetzes. Es sei ein Relikt aus der Zeit der Militärdiktatur von General Mohammed Zia-ul-Haq und verfassungswidrig, so der Vorwurf der Menschenrechtler. – Das so genannte Blasphemiegesetz sieht schwere Strafen für die Beleidigung des Korans oder des islamischen Propheten Mohammed vor. Es wurde 1986 unter im Militärregime General Mohammed Zia ul-Haq eingeführt, indem er die Scharia zur Rechtsgrundlage machte. (rv)
Zum Nachhören


DIE KOLUMNE:

Botschafter Horstmann: „Verantwortung für unsere Erde“
Die Menschen haben die Schöpfung bisher nicht bewahrt. Das kritisiert der deutsche Botschafter beim Heiligen Stuhl, Hans-Henning Horstmann, in seiner aktuellen Kolumne für Radio Vatikan. Deutschland und der Heilige Stuhl erwarten deshalb konkrete und messbare Ergebnisse bei der kommenden Klimakonferenz in Kopenhagen. Die Menschen müssten vor allem ihr Verhalten ändern, so Horstmann weiter. Alle bisherigen Erfahrungen lehren, dass die Menschen diese Änderungen nur in Zeiten der Krise erreichen können. Botschafter Hoffmann nannte auch die Rolle Afrikas im Hinblick auf die Überwindung dieser Probleme. (rv)
Lesen und hören Sie hier die gesamte Kolumne von Hans-Henning Horstmann


DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Der Vatikan plant ein neues Grundsatzpapier für den Medienbereich. Die Pastoralinstruktion soll die Haltung der Kirche zur „neuen digitalen Kultur“ darlegen. Bei seiner jüngsten Vollversammlung diskutierte der Päpstliche Rat für die Sozialen Kommunikationsmittel, kurz Medienrat, eine erste Vorlage des Textes. Die neuen Technologien ermöglichten eine rasche Kommunikation, mehr Austausch und das Studieren von allgemein zugänglichen Nachrichten, würdigte Papst Benedikt die neuen Medien. Bei einer Audienz an diesem Donnerstag für die Angehörigen des Rates lud er dazu ein, die Herausforderung anzunehmen, die diese neuen Technologien für die Evangelisierung stellten. - Das in Vorbereitung befindliche Dokument über die neuen Medien soll eine Aktualisierung der letzten Medien-Instruktion Aetatis novae bieten. Dieses stammt aus dem Jahr 1992 und damit aus einer Zeit, als das Internet noch nicht existierte. „In den vergangenen Jahren haben die Medien nicht nur ihre Erscheinungsweise, sondern in einigen Fällen auch ihren Charakter verändert“, erklärte Erzbischof Claudio Celli, der Präsident des Medienrates. (zenit)

Vatikan/Deutschland
Der vatikanische Ökumene-Verantwortliche Kardinal Walter Kasper hat Bischöfin Margot Käßmann zu ihrer Wahl an die Spitze der deutschen Protestanten gratuliert. Als Präsident des Päpstlichen Einheitsrates sowie persönlich wünschte er ihr in einem am Donnerstag im Vatikan bekannt gewordenen Brief Gottes Segen. Weiter äußerte er seine Bereitschaft zu einem herzlichen, offenen und ehrlichen Dialog. Käßmann war am Mittwoch mit großer Mehrheit zur neuen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt worden. Ihr Vorgänger in diesem Amt, der Berliner Bischof Wolfgang Huber, war aus Altersgründen nicht mehr angetreten. Ihm dankte Kasper in einem weiteren Schreiben für die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. In der Ökumene sei Vieles erreicht worden, das Anfang des vergangenen Jahrhunderts völlig undenkbar erschienen sei, so Kasper in seinem Brief an Käßmann. „Auf diesem Fundament können wir weiter aufbauen und auch die noch anstehenden offenen Fragen in gegenseitigem Respekt und in ehrlichem Ringen um tragfähige Antworten angehen“. (kna)

Afrika

Demokratische Republik Kongo
Mehrere hundert Bürger, Priester und Ordensschwestern haben in der Krisenregion Süd-Kivu gegen die „andauernde Lage der Unsicherheit“ demonstriert. Die Zivilgesellschaft wolle damit die politisch Verantwortlichen dazu auffordern, gegen die Wiederkehr der Gewalt anzukämpfen, sagte ein Sprecher der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der Diözese Bukavu. Die Kundgebung fand am 13. Todestag eines Bischofs von Bukavu statt, der damals von Uniformierten erschossen worden war. Der Mord an dem Kirchenmann ist noch immer nicht aufgeklärt, kritisierten die Demonstranten. (misna)

Asien

Philippinen
Entführungen sind die Folge schlechter Politik. Das sagte der Missionar und Universitätsdozent Pater Eliseo Mercado in einem Interview mit der katholischen Nachrichtenagentur „Fides“. Er bezog sich auf die Entführung eines irischen Missionars im Süden der Philippinen vor drei Wochen. Die Regierung arbeite teilweise mit Entführern zusammen, so Pater Mercado. Es sei für einige korrupte Politiker ein gutes Geschäft, Erpressungsgelder einzunehmen. Seit 1996 seien rund 500 Menschen entführt worden. Besonders Missionare seien gefährdet. Ereignisse die wie Verschleppung des irischen Missionars führten zu Spannungen zwischen Christen und Muslimen, bekräftigte Mercado. (fides)

Amerika

Brasilien
Der Indianer-Missionsrat (CIMI) sieht 18 Indio-Gemeinschaften bedroht. Die Existenzgrundlagen der bisher isoliert im Urwald lebenden Gemeinschaften würden durch den fortschreitenden Ausbau von Infrastruktur und Landwirtschaft in Frage gestellt. Das sagte Bischof Erwin Kräutler, der Vorsitzende des CIMI, am Mittwoch bei der Vollversammlung des Rates. Der Staat käme seinen in der Verfassung festgelegten Pflichten zum Schutz der Indios nicht nach, kritisierte der österreichisch-brasilianische Bischof. Stattdessen unterstütze er die Ausbeutung von Rohstoffen. Kräutler forderte die Regierung in Brasilia auf, wie in der Verfassung vorgesehen neue Reservate einzurichten. Unzählige Anträge dafür lägen vor, doch sei in der Zeit von 2007 bis 2009 nicht ein einziges Reservat registriert worden. Zugleich bezeichnete Kräutler die jüngsten Infrastrukturmaßnahmen als „sehr Besorgnis erregend“. Dabei würden die Interessen des „Agro-Business“, von Großgrundbesitzern, Großunternehmen und Banken vertreten. (kap)

Kolumbien
Die katholische Kirche hat die Regierung in Bogotà dazu aufgefordert, ihre Migrationspolitik zu überdenken. Dabei geht es sowohl um Kolumbianer, die im Ausland leben, als auch um solche, die in ihre Heimat zurückkehren wollen. Mehr als ein Zehntel der Bevölkerung halte sich dauerhaft außerhalb der Landesgrenzen Kolumbiens auf, so der Leiter der kolumbianischen Caritas. Diese Personen sollten nicht nur das Recht haben, Geld an ihre Familien zu schicken, sondern auch aktiv am politischen Leben Kolumbiens teilzunehmen. Besonders sollte sich die Regierung um Rückkehrwillige kümmern. Einigen dieser Menschen gehe es sehr schlecht, so der Caritas-Leiter. Die derzeitige Wirtschaftskrise betrifft in vielen Ländern zuerst zugewanderte Arbeitskräfte. (rv)

Haiti
Einwanderern soll es besser gehen. Deshalb hat die haitianische Bischofskommission für Frieden und Gerechtigkeit einen Brief an den örtlichen Präsidenten, Rene Preval, geschrieben. Die Regierung solle eine Migrationspolitik für Haiti und die Dominikanische Republik ausarbeiten, mehr Stabilität auf der Insel schaffen und das Ansehen der Menschen im angrenzenden Land verbessern. Anlass für den Brief gab die Ermordung einiger Haitianer in der Dominikanischen Republik. Die Migration werde nicht ausreichend thematisiert, so der Vorsitzende der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden, Pater Jan Hanssens, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur „Misna“. Die Beziehungen zwischen den Ländern hätten sich verschlechtert. (misna)

El Salvador
Der Erzbischof von San Salvador, Jose Luis Escobar Alas, hat vor einem möglichen „Völkermord“ gewarnt. Die örtliche Regierung könnte militärische Streitkräfte einsetzen, um die Gewalt der Bürger einzudämmen. In dem zentralamerikanischen Land gibt es vermehrt Bandenkriege und Drogenhandel. Der linksgerichtete Präsident und ehemalige Guerillaanhänger Mauricio Funes hatte angekündigt, etwa 6.000 Soldaten für die öffentliche Sicherheit einzusetzen. Dies könne zu einer Spirale der Gewalt führen, so der Erzbischof. Laut einigen Umfragen seien in El Salvador im Jahr 2009 etwa 3.000 Menschen getötet worden. (cna)


Die obigen Texte basieren auf unserer Nachrichtensendung Treffpunkt Weltkirche” täglich um 16 Uhr. Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, ADN-Kronos, Upi, Cns, Uca, Misna, Osservatore Romano – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören

 






Programm hren


Live


on demand


Professional audio for rebroadcasting


Die Stimme des Papstes


Das Angelusgebet

Die Audienzeren













Vorige seite  Vorige Seite
website  Website
kontakt  Kontakt
 
top
top
All the contents on this site are copyrighted . Webmaster / Credits
top
top

Valid HTML 4.01! Valid CSS!